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16.10.04 / Aus den Heimatkreisen

© Preußische Allgemeine Zeitung / 16. Oktober 2004


Aus den Heimatkreisen

ANGERBURG

Kreisvertreter: Kurt-Werner Sadowski. Geschäftsstelle und Archiv: Bärbel Lehmann, Telefon (0 42 61) 80 14, Am Schloßberg 6, 27356 Rotenburg (Wümme)

Vereinbarung über Zusammenarbeit unterzeichnet - Der Landkreis Rotenburg (Wümme) und der Landkreis Angerapp (Wegorzewo) unterzeichneten am 11. September 2004 im großen Sitzungssaal des Kreishauses in Rotenburg (Wümme) eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit beider Landkreise. Zu Beginn der Kreistagssitzung der Kreisgemeinschaft Angerburg wurde die Vereinbarung von Landrat Dr. Hans-Harald Fitschen und Kreistagsvorsitzenden Reinhard Brünjes für den Landkreis Rotenburg (Wümme) und dem stellvertretenden Starost (Landrat) Krzystof Piwowarczyk sowie dem Vorsitzenden des Kreistages Edmund Budny für den Landkreis Angerburg (Wegorzewo) unterzeichnet. Die Vereinbarung hat folgenden Wortlaut: § 1 Auf der Grundlage der Patenschaft des Landkreises Rotenburg (Wümme) mit der Kreisgemeinschaft Angerburg e. V. vereinbaren der Landkreis Wegorzewo und der Landkreis Rotenburg (Wümme) eine Zusammenarbeit zur weiteren Entwick- lung der gegenseitigen Beziehungen. § 2 Die Patenschaft des Landkreises Rotenburg (Wümme) mit der Kreisgemeinschaft Angerburg e. V. als auch die Deutsche Gesellschaft Mauersee werden in die engen gegenseitigen Beziehungen der Landkreise eingebunden. § 3 Gegenstand dieser Vereinbarung ist ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch auf ideeller und sachlicher Ebene, vor allem in den Bereichen Verwaltung, Kultur, Sport, Touristik, Wirtschaftsförderung einschließlich Land- und Forstwirtschaft, Wissenschaft und Technik. § 4 Die Zusammenarbeit soll auf fachlicher Ebene durch Besuche oder den Austausch von Informationen in anderer Form realisiert werden. An Besuchen sollten insbesondere Vertreter der Verwaltung und der Politik, Vereine, Jugendorganisationen und der Wirtschaft teilnehmen. § 5 Die im Zusammenhang mit den notwendigen Besuchen entstehenden Kosten werden von den jeweiligen Vereinbarungspartnern getragen. Die Übernahme weiterer finanzieller Verpflichtungen bedarf der vorherigen Zustimmung der jeweils zuständigen Gremien. § 6 Diese Vereinbarung tritt am Tag nach der Unterschrift in Kraft. Die vorstehende Vereinbarung schafft günstige Voraussetzungen für die künftige Zusammenarbeit beider Landkreise unter Einbeziehung der Kreisgemeinschaft Angerburg e. V. und der DR Mauersee (§ 2 der Vereinbarung). Allerdings ist der polnisch verwaltete Kreis Wegorzewo nicht ganz identisch mit dem Kreis Angerburg, da Benkheim mit den umliegenden Dörfern dem polnisch verwalteten Kreis Goldap zugeordnet wurde.

 

FISCHHAUSEN

Kreisvertreter: Wolfgang Sopha, Geschäftsstelle: Telefon (0 41 01) 2 20 37 (Dienstag und Mittwoch, 9 bis 12 Uhr, Donnerstag 14 bis 17 Uhr), Postfach 17 32, 25407 Pinneberg

Seestadt Pillau - Dringend gesucht werden erhaltene Exemplare des "Pillauer Blinkfeuer" aus den Jahren 1946 bis 1951. Diese Heimatzeitschrift soll nach Möglichkeit als Abschrift neu herausgegeben werden. Kopien erbittet der Vorsitzende der Heimatgemeinschaft Seestadt Pillau e. v., Dr. Bernd Wöbke, Kizigstraße 76, 63571 Gelnhausen (Kosten werden erstattet).

 

HEILIGENBEIL

Kreisvertreter: Siegfried Dreher, Telefon (0 41 02) 6 13 15, Fax (0 41 02) 69 77 94, Papenwisch 11, 22927 Großhansdorf

Kirchspiele Stadt und Land Heiligenbeil - Am 10. November, findet wieder die Zusammenkunft der Landsleute aus dem rheinischen Großraum Düsseldorf zu dem traditionellen "Heiligenbeiler Treff" statt. Ursula Godzina, Grietgen-Haaks-Straße 4, 47877 Willich, Telefon (0 21 54) 73 44, lädt dazu herzlich ein. Es wird wieder viel zu berichten geben über die Reisen in die Heimat, Fotos werden gezeigt werden, Pläne geschmiedet und vieles mehr. Ursula Godzina wird ab 10 Uhr in Düsseldorf die Eintreffenden im Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarkstraße 90, erwarten. Im Haus ist es im Zimmer 412 in der 4. Etage. Fahrstuhl ist im Hause. Vom Bahnhof sind es nur rund zehn Minuten Fußweg dorthin. Jeder ist herzlich willkommen aus Stadt und Land Heiligenbeil - alte Bekannte und auch gerne Neulinge. Kaffee und Kuchen, Belegte Brötchen werden angeboten werden. Es wird um telefonische oder schriftliche Anmeldung bei Ursula Godzina gebeten möglichst bis zum 3. November.

 

KÖNIGSBERG-STADT

Stadtvorsitzender: Klaus Weigelt. Geschäftsstelle: Annelies Kelch, Luise-Hensel-Straße 50, 52066 Aachen. Patenschaftsbüro: Karmelplatz 5, 47049 Duisburg, Tel. (02 03) 2 83-21 51

Agnes-Miegel-Mittelschule - Auch in diesem Jahr haben die ehemaligen Schüler der Agnes-Miegel-Mittelschule aus den Abschlußjahrgängen 1943 und 1944 wieder ihr Klassentreffen durchgeführt - es war die elfte Veranstaltung. Zwar wird der Kreis der Teilnehmer - vor allem Krankheitsbedingt - immer kleiner, aber es ist der Wille vorhanden, weiterzumachen. Das Ableben unserer Schulfreundin Inge Dommel hat alle tief bewegt. Die Vorbereitung unseres Treffens lag in den Händen von Hans-Georg Leber aus dem nahegelegenen Greiz, der dort Revierförster war und 15.000 Hektar Wald zu betreuen hatte. Mit seinem Nachfolger hatte er einen richtigen Waldtag organisiert. Es gab informativen Erläuterungen und Besichtigungen, ein Mittagessen (Wild- schwein am Spieß) und ein Konzert von Waldhornbläsern. Eine gelungene Veranstaltung. Natürlich hat er uns auch seine neue Heimatstadt Greiz gezeigt. Anschließend fuhren wir durch das schöne Vogtland in die Tschechische Republik und besichtigten auf dem Weg dorthin die berühmte Glötzschtalbrücke. Unser Ziel war Marienbad, wo man Zeit zum Mittagessen, Besichtigen und Einkaufen hatte. Am Abschiedabend begeisterte uns einmal mehr Eckart Quednau mit Zauberein, und wir hörten Vorträge von Horst Fährke und Günter Niemann. Anschließend wurde noch über das nächste Treffen gesprochen, es soll voraussichtlich in Göttingen stattfinden. Nähere Einzelheiten gibt es auf dem üblichen Weg in den nächsten Wochen. Kontaktadressen: Rosemarie Lehmann, Joh.-Seb.-Bach-Straße 13, 99423 Weimar, Telefon (0 36 43) 50 40 76 oder Hans Döbler, Beethovenstraße 52, 65232 Taununsstein, Telefon (0 61 28) 80 76.

Sackheimer Mittelschule - (Fortsetzung aus Folge 41) Die reizvolle Umgebung von Malente-Gremsmühlen lud an dem folgenden Tag zu einem Bummel erst einmal durch den Ort und durch den Kurpark ein. Es lockte vor allen Dingen die Fünf-Seenfahrt. Wir Bewohner des Intermaar-Hotels hatten es nicht weit bis zum Hausanleger. Unser festlicher Abend begann mit einem wirklich schmackhaften Abendbüffet nach Schleswig-Holsteiner Art. Ein Keyboardspieler und eine Sängerin bildeten den musikalischen Rahmen. Schließlich wurde die Tanzfläche freigegeben und bald wurde es dort eng. In den Pausen brachten Dorothea Blankenagel, Heinz Balcke und Gerhard Minuth lustige und interessante Vorträge vor. Wie bei jedem Jahrestreffen, so kamen auch in diesem Jahr die Ehrungen nicht zu kurz. So wurde Dorothea Blankenagel für ihre 50jährige Zugehörigkeit zur Schulgemeinschaft mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Verhindert waren infolge Krankheit, Else und Fritz Kubbutat, Lothar Köwius und Werner Damitz. Diese "Goldenen Jubilare" haben inzwischen ihre Ehrenurkunden mit einem herzlichen Dank vom Vorstand mit der Post erhalten. Geehrt wurden auch die Schülerinnen und Schüler, die vor 60 Jahren mit einem Reifezeugnis die Schule verließen, wie Ingeborg Haberstroh, geb. Lau, Manfred Mix, Heinz Schirmacher und Günter Walleit. Als Präsent gab es Königsberger Marzipan und einen guten Tropfen Wein. Zum Schluß des festlichen Abends reichten wir einander die Hand zum gemeinsamen Singen Am Ende unseres Beisammenseins überbrachte uns Gerhard Minuth die traurige Nachricht, daß unser Schulkamerad Otto-Fritz Hein im Hotel verstorben war. Wir gedachten in einer Schweigeminute an unseren verstorbenen Otto-Fritz Hein. Am frühen Sonntagmorgen fanden sich die Sack- heimer Mittelschüler zum gemeinsamen Frühstück zusammen. Danach begann der Aufbruch und alle Teilnehmer wünschten sich ein gesundes Wiedersehen, entweder im Harz oder im Mainkreis.

 

KÖNIGSBERG-LAND

Kreisvertreterin: Gisela Broschei, Bleichgrabenstraße 91, 41063 Mönchengladbach, Telefon (0 21 61) 89 56 77, Fax (0 21 61) 8 77 24

Kommunalwahlen in NRW - Der Landrat unseres Patenkreises Minden-Lübbecke, Wilhelm Krömer, hat bei der Wahl am 26. September seinen bisherigen Stimmenvorsprung deutlich ausbauen können. Unsere Kreisvertreterin, Gisela Broschei, hat Landrat Krömer zu diesem Wahlerfolg schriftlich gratuliert und sich gleichzeitig für die gute Betreuung unserer Kreisgemeinschaft im Rahmen der Patenschaft bedankt. Verbunden waren die Glückwünsche mit der Hoffung auf weiterhin gute Zusammenarbeit für den kommenden Zeitraum.

 

NEIDENBURG

Kreisvertreterin: Marion Haedge, Dorfstraße 45, 29331 Lachendorf, Telefon (0 51 45) 7 77

Heimattreffen in Hannover - Trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit und den widrigen Wetterverhältnissen haben noch über 200 Landsleute den Weg nach Hannover gefunden und damit ihre Liebe und Treue zu angestammten Heimat bekundet. Sitzung des Vorstandes - Am Sonnabend vor dem Treffen fand eine Sitzung des erweiterten Vorstandes bei der Kreisvertreterin in Lachendorf statt. In der Sitzung wurden neben dem Jahres- bericht der Kreisvertreterin und dem Bericht des Schatzmeisters unter anderem nachstehende Punkte behandelt: 1. Änderung der Satzung, 2. Heimattreffen 2005 in Bochum, 3. Rückblick auf das Jubiläumstreffen 2003 in Bochum, 4. Erwerb von Bildern des Malers Robert Budzinski, um den zusätzlichen Raum in der Heimatstube einzurichten, 5. Betreuung der Landsleute in der Heimat, 6. Wechsel an der Spitze unserer Patenstadt. Frau Haedge und Herr Toffel haben Oberbürgermeister Stüber einen Abschiedsbesuch abgestattet und den Dank der Kreisgemeinschaft ausgesprochen, 7. Einladung ehemaliger französischer Kriegsgefangener, die während des Krieges im Kreis Neidenburg gearbeitet haben, zu unseren Heimattreffen, 8. Bericht über das Ostpreußentreffen in Rostock, 9. Kommunalpolitischer Kongreß in Allenstein.

Am Sonntag fand vor Beginn der Feierstunde in einem Nebenraum der Niedersachsenhalle eine Sitzung des Kreisausschusses und des Kreistages statt. Neben dem Jahresbericht der Kreisvertreterin und dem Bericht des Schatzmeisters, der wieder einen ausgeglichenen Haushalt präsentierte, obwohl das Jubiläumstreffen 2003 erhebliche Kosten verursacht hatte. Es folgte dann der Kassenprüfbericht der Revisoren Laurien und Toffel. Lm. Laurien dankte Herrn Knief für die vorbildliche Kassenführung. Dem Vorstand und dem Schatzmeister wurde anschließend einstimmig Entlastung erteilt. Neben den bereits am Vortag in der Vorstandssitzung behandelten Themen wurde unter anderem über Fehler in der Mitgliederdatei, die in der Hauptsache durch nicht frühzeitige Mitteilungen der Landsleute bei Personenstands- und Anschriftenänderungen verursacht werden, diskutiert. Dieses erfordert einen Aufwand an Mehrarbeit für den Betreuer der Datei und den Schriftleiter des Heimatbriefes. Außerdem entstehen zusätzliche Kosten. Anschließend folgte die Feierstunde. Nach der Begrüßung durch den Stellvertretenden Kreisvertreter, Jürgen Szepanek, und der anschließenden Totenehrung ergriff die Kreisvertreterin das Wort. Sie wies zu Beginn ihrer Ausführungen darauf hin, daß der Vorstand wiederholt angesprochen worden ist, doch auf möglichst lange Reden zu verzichten. Dieses gelte auch für musikalische Darbietungen, um den Landsleuten mehr Zeit für persönliche Gespräche und Begegnungen zu geben. Die Kreisvertreterin hat den vielen Anregungen entsprochen und auf die obligatorische Grundsatzrede verzichtet. Zunächst dankte sie den vielen "Stillen" in der Kreisgemeinschaft, als das ist Lm. Kayss, vielen bekannt als der Mann für Familienforschung und Andre Taddey. Beide haben sich zur Aufgabe gemacht, computergestützt alle vorhandenen Ortspläne und die entsprechenden Einwohnerlisten aufzuarbeiten. Ein Dankeschön galt auch Günther Engelhard, der inzwischen zum wiederholten Male mit seinem Wohnmobil Hilfsgüter in Form von Medikamenten und Bekleidung nach Neidenburg gebracht hat. Es ist ihm sogar gelungen, technische Geräte für die Einrichtung einer humanmedizinischen Praxis zu bekommen, die einer jungen Ärztin kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Mutter dieser Ärztin gehört auch zu unserer deutschen Volksgruppe. Dankbar erwähnte sie auch Herbert Celler, der mit ihr gemeinsam die Bruderhilfe der LO an die in der Heimat verbliebenen Landsleute verteilt. Was die Aufnahme von Kontakten zu ehemaligen französischen Kriegsgefangenen betrifft, so kannten die meisten Landsleute nur Vornamen, so daß es leider nicht möglich ist, weiter aktiv zu werden. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied endete die Feierstunde. Über das Treffen der Ostpreußen am 25. Juli 2004 in Lötzen, die Feier zum zehnjährigen Bestehen des Deutschen Vereins in Heidemühle am 31. August 2004, sowie dem 4. Kommunalpolitischen Kongreß in Allenstein wird in der Weihnachtsausgabe des Heimatbriefes eingehend berichtet.

 

ORTELSBURG

Kreisvertreter: Edelfried Baginski, Tel. (02 09) 7 20 07, Schweidnitzer Straße 21, 45891 Gelsenkirchen. Geschäftsführer: Manfred Katzmarzik, Telefon (02 31) 37 37 77, Am Kirchenfeld 22, 44357 Dortmund

Kreistreffen wieder in der Patenstadt Herne - Es ist nicht ohne symbolische Bedeutung, daß das erste Kreistreffen bereit 1954 also genau vor 50 Jahren in Herne stattgefunden hatte. Wegen der hohen Teilnehmerzahlen wurde es dann im Saalbau in Essen und zuletzt in der Grugahalle in Essen durchgeführt. Angesichts abnehmender Teilnehmerzahlen und hoher Kosten in Essen entschied sich der Vorstand der Kreisgemeinschaft (KG) für dieses Jahr das Kulturzentrum in der Patenstadt Herne anzumieten, dessen Kapazität bei etwas über 1.000 Plätzen liegt. Mit einiger Spannung wurde daher der Zustrom der Landsleute am ersten Tag verfolgt, und es war eine erfreuliche Überraschung, als am späten Vormittag alle vorhandenen 1.100 Bandabzeichen ausgegeben waren und immer noch Besucher eintrafen. Der Saal und die Bühne - vorbereitet und geschmückt durch Willi Becker und seine Helferinnen und Helfer - bot ein erfreuliches und eindrucksvolles Bild. Im Foyer zogen die Bücherstände und die Fotoausstellung mit alten und neuen Bildern sowie geschichtlichen Zeugnissen aus der Heimat zahlreiche Interessenten an. Pünktlich läuteten die Klänge der Ortelsburger Kirchenglocken die Feierstunde ein. Viele Landsleute hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht ihre Plätze gefunden, auch war die Lautsprecherbeschallung im hinteren Teil des Saales mangelhaft, so daß während der gesamten Feierstunde dort ein erhebliche Stimmengewirr herrschte. Ein für den Veranstalter peinliches Verhalten den Rednern, Ehrengästen und dem Sängerchor gegenüber. Nach dem von den Resser Musikanten angestimmten gemeinsam gesungenem Lied begrüßte der 2. Vorsitzende, Dieter Chilla, die Ehrengäste: den Oberbürgermeister der Stadt Herne, Wolfgang Becker, den ehemaligen Kreisvorsitzenden Wilhelm Geyer, die kommunalen Herner Parteispitzen von CDU und SPD, die polnischen Gäste aus Ortelsburg (Szczytno) mit Bürgermeister Bielinowicz, die den weiten Weg nicht gescheut hatten, um ihre Verbundenheit mit den Ortelsburgern zu bekunden, Edmund Kucinski mit den beiden schlesischen Heimatgruppen Jauer und Strehlen, die Herrn Töpfer und Grund sowie einige weitere Ehrengäste. Nach dem Auftritt des Herner Männergesangsvereins "Sangeslust" und einem von Claudia Wittig vorgetragenen Gedicht wurde gemeinsam gesungen. Anschließend folgte die Totenehrung durch Dieter Chilla. Der aus Altersgründen scheidende Oberbürgermeister der Patenstadt gab in einer längeren Rede seiner Freude Ausdruck, daß die Kreisgemeinschaft erstmals wieder Herne als Veranstaltungsort gewählt hat - als ein Zeichen der Verbundenheit und des gedeihlichen Miteinanders. Seit mehr als vierzig Jahren gehört ein Stück Ortelsburg zur Herner Stadtgeschichte. Er erwähnte die schwierige Eingliederung nach dem Kriege, die durch die Kraft, die Fähigkeiten und den guten Willen der Heimatvertriebenen zu einem Erfolg für den demokratischen Neubeginn und den Wiederaufbau wurde. Die traditionsreiche und lebendige Patenschaft lobte er, weil sie von beiden Seiten aufrichtig gewünscht und gewollt ist und die Stadt Herne mit der Kreisgemeinschaft stets einen engagierten Partner an der Seite hatte. Ausführlich ging er auf die Leistungen der Kreisgemeinschaft beim Brückenbau zu den heute in der Heimat lebenden Menschen ein, und daß es möglich ist, durch den Dialog auch über Geschichte zu sprechen, auch über leidvolle Erfahrungen und gemeinsame Wege in eine friedliche Zukunft zu gehen. Wolfgang Becker dankte und sprach seine Anerkennung aus für die bewegten und bewegenden Jahre der Patenschaft und zehn Jahre eines gemeinsamen Weges. Seinen besonderen Dank sprach er dem Vorstand der KG aus. Insbesondere dem Vorsitzenden Edelfried Baginski, dieser steht für Initiative, Kontinuität und Zukunftsgestaltung.

Anschließend überbrachte der Bürgermeister von Ortelsburg (Szczytno), Pawel Bielinowicz, die Grüße der Bewohner des Kreises und der Stadt Ortelsburg. Es sagte unter anderem, daß der Versöhnungsgedanke zwischen den deutschen und dem polnischen Volk zur Zeit durch die Vertriebenen und den jetzigen Bewohnern von Ortelsburg (Szczytno) realisiert werde. Nach zwei Liedern, vorgetragen vom Herner Männerchor, sprach der Kreisvertreter Edelfried Bagin- ski. Dem scheidenden Oberbürgermeister Becker dankte er für die zahlreichen freundschaftlichen Begegnungen in den vergangenen zehn Jahren und erinnerte an prägende Einzelheiten. Im Verlauf seiner Rede zitiert er aus einem Brief des Bundespräsidenten Horst Köhler, der selbst Heimatvertriebener ist, an den Lm. Herbert Somplatzki: "Eine friedliche Zukunft mit den Nachbarn ist nur über Begegnungen und Brückenschläge möglich, ohne die Vergangenheit zu verdrängen." Dazu stelle Baginski fest, daß diese Feststellung auch dem diesjährigen Leitwort des BdV entspricht "Dialog führen - Europa gestalten". Dieser Dialog wird von den Vertriebenen seit der Wende in Polen auf Grundlage der Liebe zur angestammten Heimat, der moralischen Verpflichtung der Eltern- generation gegenüber und der historischen Wahrheit über die 700jährige preußische und deutsche Geschichte geführt. Als Beweis führte er die Anwesenheit der Spitzen der polnischen Verwaltung von Stadt und Kreis Ortelsburg an und das gemeinsame Vorhaben, zum 8. Mai 2005 in Ortelsburg einen Gedenkstein zu errichten und den Park nach seinem Stifter Kommerzienrat Richard Anders zu benennen. Er begründete, warum die Vertriebenen für die Errichtung des "Zentrums gegen Vertreibung" in Berlin eintreten und stellte in diesem Zusammenhang die Frage: "Welcher Mensch kann damit einverstanden sein, unschuldige Opfer unterschiedlich zu qualifizieren?!" Und stellte dann fest: "Wenn die Menschen das Wissen um die Vergangenheit verlieren, dann verlieren sie auch Maßstäbe, dann werden Werte nebensächlich und brechen Traditionen weg, die eigentlich leiten sollten." Abschließend dankte er allen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Besonders ehrte er den Schriftleiter des Ortelsburger Heimatboten Alfred Denda mit dem Ehrenzeichen der LO und mit dem Verdienstabzeichen ehrte er den 2. Vorsitzenden Dieter Chilla, die Karteiführerin Irmgard Denda, den Geschäfts- führer Manfred Katzmarzik und den Verwalter der Heimatstube Willi Becker. Die Feierstunde klang mit der Nationalhymne aus. Danach wurde dem leiblichen Wohle zugesprochen für das ein reichhaltiges Angebot zur Verfügung stand. Die Nachmittagsstunden waren in dem schönen Saal und im Foyer voller Leben und Treiben. Die Erfahrungen dieses ersten Treffens in Herne werden gründlich ausgewertet und beim nächsten Treffen am 18. September 2005 berücksichtigt. Die polnischen Gäste aus Ortelsburg besuchten am nächsten Tag noch die Heimatstube und die Martin-Opitz-Bibliothek in Herne und fuhren nach dem Mittagessen nach Hause, nachdem sie sich für die Gastfreundschaft und die vielen guten Eindrücke herzlich bedankt hatten.

 

SENSBURG

Kreisvertreter: Siegbert Nadolny, Wasserstraße 9, 32602 Vlotho, Telefon (0 57 33) 55 85. Geschäftsstelle: In der Stadtverwaltung Remscheid, Nordstraße 74, 42849 Remscheid, Telefon (0 21 91) 16 37 18

12. Treffen der Niederseer - Das Treffen des Niederseer Freundeskreis fand zum zweiten Mal in Eisenach statt. Günter und Renate Klötzing hatten es sehr gut vorbereitet. Und so verlebten die Teilnehmer wieder einige schöne Tag des Beisammenseins. Schon die freudige Begrüßung zeigte, daß dieses Wiedersehen für alle zum festen Bestandteil im Jahresablauf geworden ist. Auch drei neue Teilnehmer fühlten sich in diesem Kreis gleich freundschaftlich aufgenommen. Der Sonntag bot Gelegenheit zum Besuch eines Gottesdienstes in der alten Georgenkirche. Ein weiterer Höhepunkt dieses Tages war ein Konzert im Bachhaus, dargeboten auf den Musikinstrumenten der damaligen Zeit. Die anschließende Besichtigung des Bachhauses mit dem kleinen idyllischen Garten vermittelte einen lebendigen Endruck von den Wohn- und Lebensverhältnissen einer Bürgerfamilie um 1700. Auch das Lutherhaus bot viel Sehens- und Wissenswertes zum Leben und Wirken des Reformators. Der folgende Tag führte uns zum Burschenschaftsdenkmal, das Stadt und Landschaft überragt und weite Ausblicke bietet. Die historischen Erläuterungen hier waren für alle interessant und beeindruckend. Das schöne spätsommerliche Wetter begünstigte unsere Unternehmungen und verlockte zum Aufstieg zur Wartburg, die aus der Ferne und der Nähe immer wieder fasziniert. Eine Rundfahrt durch das Land zwischen Rhön und Thüringer Wald mit Stadtführung durch Meinigen war am letzten Tag ein gelungener Programmabschluß. Die Abende waren ausgefüllt mit persönlichen Gesprächen, in denen das Erinnern an die unbeschwerte Kinder- und Jugendzeit in Niedersee, aber auch das Berichten von Erlebnissen und bitteren Erfahrungen aus Flucht, Vertreibung und Verschleppung breiten Raum einnahmen. Ostpreußischer Humor und masurische Sangesfreude kamen aber auch nicht zu kurz, und beim Abschied versprach man sich - in der Hoffnung auf gleichbleibende Gesundheit und auf Teilnahme weiterer "neuer alter Niederseer" - ein Wiedersehen beim Treffen im nächsten Jahr 2005.

 

TILSIT-STADT

Stadtvertreter: Horst Mertineit. Geschäftsstelle: Tel. (04 31) 7 77 23 (Anrufbeantworter), Diedrichstraße 2, 24143 Kiel

Realgymnasium/Oberschule für Jungen - Für Verdienste um die Bewahrung des kulturgeschichtlichen Erbes des Tilsiter Realgymnasiums und für langjähriges Engagement für die Belange der Schulgemeinschaft, besonders bei der Pflege des Zusammengehörigkeitsgefühls, wurde Klaus-Jürgen Rausch und Helmut Fritzler auf dem Bundestreffen der Tilsiter in Kiel mit dem Silbernen Ehrenzeichen der LO ausgezeichnet. Die Schulgemeinschaft gratuliert auf das herzlichste.

 

TILSIT-STADT

Stadtvertreter: Horst Mertineit. Geschäftsstelle: Tel. (04 31) 7 77 23 (Anrufbeantworter), Diedrichstraße 2, 24143 Kiel

Schulgemeinschaft SRT - Zum 60. Schultreffen waren Schulkameraden aus nah und fern nach Kiel gekommen. In seinem Bericht über die abgelaufene Zeit seit dem letzten Schultreffen in Celle blickte Hans Dzieran auf mehrere Ereignisse, die in die Chronik der Schulgemeinschaft eingegangen sind: das 8. Regionaltreffen in Berlin, das Treffen der "Sowchosniki" in Potsdam und der Besuch in der Alten Schule "Überm Teich". Es waren gelungene Veranstaltungen im Geiste der Zusammengehörigkeit und der Heimatverbundenheit. Im anschließenden vorgetragenen Revisionsbericht gab Kassenprüfer Dieter Wegerer die Ergebnisse der jährlich stattfindenden Revision bekannt. Er konnte darauf verweisen, daß alle Spenden sorgfältig verbucht, zweck- gebunden verwendet und die Ausgaben einwandfrei abgerechnet wurden. Dem Antrag auf Entlastung der Kassenführung wurde einstimmig stattgegeben. Über die Ergebnisse der mehr als zehnjährigen Recherchen zum Auffinden vermißter Schulkameraden berichtete Klaus-Jürgen Rausch. 127 Schicksale konnten durch Suchlisten und die Nutzung des Internets geklärt werden. Die vielen Neuzugänge bewirkten, daß der Bestand der Schulgemeinschaft trotz vieler Sterbefälle sich immer noch auf über 300 Schulkameraden beläuft. Das Wirken von Klaus-Jürgen Rausch wurde mit der Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens der LO gewürdigt. Gernot Grübler gab einen Einblick in die Zusammenstellung des Bildarchivs. Mit einer Präsentation der vorliegenden Alben wurden viele Jahrzehnte Schulgeschichte lebendig. Zum Abschluß der Regularien blickte Ehrenmitglied Hans Ehleben auf die 55jährige Geschichte der Schulgemeinschaft zurück. Aus eigenem Erleben schilderte er die Entwicklung der SRT zu einer Gemeinschaft, die geprägt ist von Heimatliebe, Traditionsbewußtsein und Kameradschaft. Er würdigte das konstruktive Miteinander des Vorstands und dankte im Namen aller Schulkameraden. Nach einem Imbiß klang das Schultreffen aus mit vielen Gesprächen in geselliger Runde. Gedacht wurde all derer, die aus gesundheitlichen Gründen am Treffen nicht teilhaben konnten und deren Zahl von Jahr zu Jahr größer wird. Laßt uns in vertrauter Runde bald wieder zusammenkommen, solange wird dazu noch in der Lage sind - das war die übereinstimmende Meinung aller Teilnehmer, als man sich auf den Heimweg begab.


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