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16.10.04 / Quer durchs Beet / Personalien

© Preußische Allgemeine Zeitung / 16. Oktober 2004


Quer durchs Beet / Personalien

Musikpreis geht nach Siebenbürgen

Der "Internationale Musikpreis 2004" für deutschsprachige Musiker im Ausland geht an die Rockgruppe "Ricochée" aus dem siebenbürgischen Hermannstadt in Rumänien. Der Preis ist laut der Zeitung Sprachnachrichten die erste internationale Auszeichnung für moderne deutschsprachige Musik überhaupt. Sie wird verliehen vom "Verein Deutsche Sprache e.V." und dem "Musik-Exportbüro". "Ricochée"-Sänger Lars Schneider bekräftigte: "Die deutsche Sprache ist fester Bestandteil der Kultur in Siebenbürgen". Um den Preis hatten sich deutschsprachige Musiker aus aller Welt beworben.

 

Flamen wollen Bezirk teilen

In Belgien gibt es neuen Ärger zwischen den beiden größten Volksgruppen des Landes, den Flamen und den (französischsprachigen) Wallonen. Die Flamen, deren Gebiet das Territorium der mehrheitlich französischsprachigen Hauptstadt Brüssel umschließt, fordern die Aufteilung des Wahlbezirks Brüssel-Halle-Vilfoorde, weil sich francophone Brüsseler zunehmend in den flämischen Gebieten rund um die Metropole ausbreiten und die Einheimischen zahlenmäßig zu überflügeln drohen. Dem Spaltungsbegehren werden gute Chancen eingeräumt.

 

Porsche-Chef kritisiert Kollegen

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking beklagt eine fal-sche "Weltbürger"-Mentalität deutscher Wirtschaftsführer, die ohne Rücksicht auf hiesige Arbeitsplätze ihre Produktion ins Ausland verlagern. Dem Focus sagte der 52jährige: "Ich halte diese Weltbürgergeschichte für ganz gefährlich. Wir haben doch alle eine Heimat. Und wir haben hier in Deutschland Verantwortung übernommen, Verantwortung für Menschen." Wiedeking hatte den Chef-Posten bei Porsche 1993 übernommen, als der Betrieb vor der Pleite stand. Heute ist Porsche der profitabelste Autobauer der Welt. Kritisch äußerte er sich zur EU-Osterweiterung und warnte ausdrücklich vor einem Beitritt der Türkei. Der sei "kaum zu verdauen".

 

"In die Pleite"

Mit 28,6 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang wurde die Partei von Viktoras Uspaskich die Nummer Eins bei den litauischen Parlamentswahlen. Uspaskich wurde als Russe 1959 in Archangelsk geboren, ist mit einer Litauerin verheiratet und erst seit 1989 litauischer Bürger. Mit allerlei Geschäften häufte er ein Vermögen von 43 Millionen Euro an. Seine eigene Partei gründete er erst im vergangenen Herbst und versprach nun, die Renten, Sozialleistungen und Mindestlöhne zu erhöhen, mehr Geld für Bildung und Gesundheit auszugeben und sogar die Kosten für Hauskredite junger Familien zu übernehmen. Gleichzeitig will er die Steuern senken. Wirtschaftswissenschaftler fürchten, eine solche Politik führe "geradewegs in die Pleite".


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