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30.10.04 / Liebesbriefe aus Kriegszeiten

© Preußische Allgemeine Zeitung / 30. Oktober 2004


Liebesbriefe aus Kriegszeiten

Ein berührendes Zeitdokument hat Helma Hackländer mit ihrem Buch "Mein liebstes Du! - Liebesbriefe in Kriegszeiten", erschienen im Berliner Privatverlag Frieling & Partner, geschaffen.

Die Korrespondenz aus den Jahren 1941 bis 1943 mit dem geliebten Ehemann - die Ehe wurde damals per "Ferntrauung" geschlossen - und Vater ihres ersten Kindes wurde erst jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zum Buch: Feldpostbriefe sind für die beiden Liebenden die einzige Möglichkeit am Leben und an der verborgenen Gedanken- und Gefühlswelt des anderen teilzuhaben. Dabei spiegelt der Briefwechsel eine beeindruckende Innigkeit und Aufrichtigkeit der Gefühle wider, die den Leser in den Bann ziehen, ist er sich doch mit seinem heutigen Wissen über den Verlauf der Geschichte jederzeit der Gefährdung des jungen Glücks bewußt.

Die bittere Realität des Krieges ereilt, wie so viele andere, schließlich auch Helma Hackländer. Ihr innig geliebter Mann überlebt den Rußland-Feldzug nicht. Sein im Buch abgebildetes Grab mit dem schlichten Holzkreuz - ein Mahnmal gegen den Krieg.

Bücher wie diese sind wichtige Zeitzeugnisse für die Nachwelt, öffnen sie doch ein Fenster zur Vergangenheit. Die 1916 geborene Helma Hackländer hat den Lesern mit diesen Liebesbriefen aus den Kriegswirren ein besonderes Geschenk gemacht: Sie gewährt einen intimen Einblick in eine Verbindung, die selbst der Krieg nicht zerstören konnte.

Helma Hackländer: "Mein liebstes Du! Liebesbriefe aus Kriegszeiten", Frieling & Partner, Berlin 2004, 9,90 Euro

Info: www.frieling.de


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