26.01.2022

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11.12.04 / Leserbriefe

© Preußische Allgemeine Zeitung / 11. Dezember 2004


Leserbriefe

Ostpreußenliteratur
Betr.: Erlebnisbericht

Als Heimatvertriebener und Leser der Preußischen Allgemeinen und anderer Ostpreußenliteratur habe ich nun auch meine Erinnerungen in der Norddeutschen Rundschau veröffentlicht. Die Serie hatte eine sehr positive Resonanz. Wer meine Aufzeichnungen "So war das damals im Notjahr 1945 und danach in der neuen Heimat" als Kopien im Schnellhefter zum Selbstkostenpreis von 6 Euro haben möchte, kann sie über Telefon (0 51 71) 2 13 50 bei mir bestellen.

Klaus Lehmann, Peine-Vöhrum

 

Bürger brauchen ein Mitspracherecht
Betr.: "Die wahren Ewiggestrigen" (Folge 49)

Während Deutschland nur noch von der Angst um den Arbeitsplatzverlust beherrscht wird, verkündet Rita Süßmuth lautstark das Ergebnis ihrer Zuwanderungskommission: Deutschland braucht auch weiterhin Zuwanderung, um die angeblich noch offenen Stellenangebote besetzen zu können!

Welch ein Zynismus, denn schon längst hätte man für diese Stellen auch gezielt Deutsche ausbilden können. Da Rot-Grün jedoch den Multikultistaat auf seine Fahnen geschrieben hat, kennt man nur noch diese Zielvorgabe mit dem Erfolg, bewußt kein Problem in diesem Land lösen zu wollen, sondern nur neue Probleme zu schaffen.

Was Deutschland jetzt endlich mal braucht, ist ein Mitspracherecht des gesamten Volkes. Deshalb dürfte die Vollmitgliedschaft der Türkei in die EU nicht erneut über die "Hintertür", sondern nur durch einen Volksentscheid vollzogen werden!

Dr. W. Hanau, Berlin

 

Endlich mehr Anthroposophie wagen
Betr.: "Unterwandert" (Folge 45)

Rudolf Steiner war weder "Rassist" (er hat über die menschlichen Rassen wohl ein paar Auskünfte gegeben im Zusammenhang mit der Menschenevolution), noch war er Antisemit (und dafür braucht man ihn auch nicht zu rechtfertigen). Beide Urteile sind absurd und gegenstandslos.

Der hohe Wert der Waldorf-Pädagogik in Kindergarten und Schule ist heute so gut wie unbestritten; der ökologisch-dynamische "Demeter"-Landbau unübertroffen und auch nicht bestritten; das anthroposophische Heilwesen wird nur von den Regierenden beziehungsweise den gesetzlichen Krankenkassen hinter ihnen bekämpft; das gesellschaftliche Konzept für eine "Dreigliederung des sozialen Organismus" wurde einmal von Otto Schily im Bundestag vorgestellt (es könnte sehr wahrscheinlich alle unsere sozialen Probleme - im wirtschaftlichen, im geistig-kulturellen, im staatlichen Bereich - auflösen), wurde aber von den "Volksvertretern" ignoriert, denn es erfordert umfangreiche geistige Durchdringung. Und es enthält viel Sprengstoff, der den Mächtigen, den Parteien und ihren lobbyistischen Einflüsterern aus allen Richtungen gefährlich erscheinen muß.

Es wäre allen, "Linken" wie "Rechten", segensreich, würden sie sich mit dem geistigen Deutungsmuster, das die Anthroposophie Rudolf Steiners bietet, ernst und mutig befassen. Mühsam aber ist's.

Günter Sikorski, Wienhausen

 

Herzlichen Dank!
Betr.: www.preussische-allgemeine.de (Folge 47)

Hiermit möchte ich mich für Ihren neuen Internetauftritt, gerade im Namen der jüngeren Leser, herzlich bedanken. Allerdings werden auch ältere Leser ihre Freude darin finden, mal eben Ostpreußen oder Danzig zu besuchen.

Rene Schmitz, München

 

Größeres Forum
Betr.: www.preussische-allgemeine.de

Als gebürtiger Ostpreuße (Jahrgang 1939) kann ich Ihre Präsentation im Internet nur begrüßen. Dadurch erschließen wir uns einen wesentlich größeren Bereich, in dem wir unsere Überzeugung und Ansichten darstellen können.

Siegmar Sassermann, Altdorf

 

Endlich ein Zentrum für alle deutschen Vertriebenen
Betr.: Mahn- und Gedenkstätte Altvaterturm

Kaum war mein Leserbrief zum "Zentrum gegen Vertreibungen" in der Preußischen Allgemeinen Zeitung erschienen, erhielt ich einen Anruf von einer Sudetendeutschen aus Köln, die Abonnentin Ihrer Zeitung ist und mir mitteilte, daß so ein Zentrum bereits im Entstehen ist und am 28. und 29. August dieses Jahres eingeweiht wurde. Der Innenausbau ist zwar noch nicht vollständig fertiggestellt, jedoch reißt der Besucherstrom seit der Einweihung nicht ab. Es handelt sich um den Altvaterturm auf dem Wetzstein bei Lehesten im südlichen Thüringer Wald in der Nähe der Bayrischen Landesgrenze.

Die Unterlagen und die Auskünfte, die ich erhielt, waren so eindring-lich, daß ich kurz entschlossen hinfuhr, um mir dieses Bauwerk anzusehen. Es ist ein beeindruckendes Werk! Auf einer Höhe von 792 Meter steht der Altvaterturm: Ein Wahrzeichen - ein Aussichtsturm - ein Mahnmal - ein Zentrum der Vertriebenen, und zwar ein Zentrum aller Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten.

Es ist eine Erinnerungsstätte an die Menschen, die am Ende des Krieges und unmittelbar nach Kriegsende ihre Heimat verloren haben. Sie wurden vertrieben aus dem Land ihrer Vorfahren, das diese mit Liebe über Jahrhunderte hinweg kultiviert und gepflegt hatten. Viele Menschen haben es nicht überlebt oder Schaden für ihr weiteres Leben davongetragen. Jedoch jedes Land hat ein Recht, seiner Toten zu gedenken. So ist es gut, daß dieses Wahrzeichen mitten in Deutschland steht. Und wie Herr v. Gottberg erst kürzlich in Allenstein sagte: "Das Zentrum gegen Vertreibungen ist eine innerdeutsche Angelegenheit."

Und nun ist hier auf dem Wetzstein so ein Zentrum im Entstehen, und zwar ohne staatliche Unterstützung, allein durch jahrelange Spendensammlungen und viel ehrenamtliche Tätigkeiten.

Im Kellergeschoß befindet sich eine Kapelle. Im Sockel dieser Kapelle sind die Namen der Vertreibungsgebiete eingemeißelt. So findet man auch "Ostpreußen" dort verzeichnet.

Auch gibt es weitere Möglichkeiten, die noch offen sind. So sind im Treppenhaus Nischen vorgesehen für Heimatstädte oder -gemeinden, die zusammen mit ihren Patenstädten ihre Wappen präsentieren können.

Ganz wichtig finde ich, daß Räume eines entsprechenden Vertreibungsgebietes eingerichtet werden können, ein Beispiel wäre eine Ostpreußenstube. Diese Ostpreußenstube könnte einiges aus dem kulturellen Leben Ostpreußens vor der Vertreibung und auch über dortige Schätze (zum Beispiel Bernstein) dokumentieren. Hier ist noch sehr viel Spielraum offen.

Weitere Informationen können Sie über das Internet erhalten unter www.altvaterturm.de , oder wenn Sie sich direkt mit Herrn Kurt Weese, Auf den Röden 3, 35630 Ehringshausen, in Verbindung setzen wollen: Telefon (0 64 43) 33 86.

Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Ich selbst stelle dem Verein den mir zustehenden Erlös aus dem Verkauf meines Buches "Wir aber mußten es erleben" zur Verfügung. Soweit als möglich, bin ich auch zu Lesungen bereit.

Inge Keller-Dommasch, Jonen, Schweiz

Ein Zentrum der Vertriebenen: Der Altvaterturm Foto: privat

 

Obdachlosigkeit als Folge
Betr.: "Diskriminierung von Mehrheiten" (Folge 46)

Antidiskriminierungsgesetze bei der Vermietung von Wohnungen sind in den USA seit Jahren in Kraft. Das Ergebnis ist, daß immer weniger (potentielle) Vermieter ihr Eigentum zur Vermietung freigeben.

Das ist einer der Gründe für die weitverbreitete Obdachlosigkeit im Land der Freiheit.

Mike Reisch, Carlisle, MA, USA

 

Nicht Arafat, sondern Scharon
Betr.: "Ende einer Ära" (Folge 47)

Ich kann mir nicht vorstellen, daß das Friedensnobelpreiskomitee einem "Terroristen" eine so hohe Auszeichnung verliehen hat. Nicht Arafat hat israelische Flüchtlingslager bombardieren oder völkerrechtswidrige Siedlungen in fremden Territorien errichten lassen, sondern Scharon!

Auch haben gewisse westliche Staaten nicht Palästina mit Flugzeugen, Panzern und U-Booten beliefert, sondern Israel! Zwar ist Geschichtsklitterei heute für viele eine sehr einträgliche "Wissenschaft", diese hat nur mit der historischen Wahrheitsfindung nichts zu tun.

Günther Horny, Braunschweig

 

Betr.: "Deutsche Kriegsgefangene" (Folge 29)

Ich war von August 1944 bis 1947 in der Zitadelle Barackenlager im Torf- und Spritlager tätig. Ab 1947 war ich im Waldlager Brjansk. Kommandant in Bobruisk war Oberfeldwebel Riedel und im Waldlager Brjansk Siegfried Assmann, die sich beide vorzüglich bei den Russen für uns Gefangene eingesetzt haben. Es könnte sein, daß es sich bei dem Landser neben dem Russen um Assmann handelt. Erinnert sich noch jemand?

Siegfried Bleyer, Brühl

 

Wurzel unserer Not
Betr.: Erster Weltkrieg

Das neue Thema in der (ganz) linken Presse ist zur Zeit der Erste Weltkrieg. Durch das Lesen dieser Artikel wurde ich an einen Spruch erinnert, der in den 30er Jahren in unserem Klassenzimmer hing.

Zitat: "Wer behauptet, Deutschland sei am Kriege schuld, lügt. Diese Lüge ist die Wurzel unserer Not", Paul von Hindenburg, Reichspräsident des Deutschen Reiches.

Karl-Heinz Rose, Bad Arolsen

 

Voller kleiner Ungenauigkeiten
Betr.: Auf Spurensuche im Königsberger Gebiet (Folge 45)

Der Verfasser kommt nach seinen Worten mit dem Zug im früheren Nordbahnhof an, den er aber mit dem früheren Hauptbahnhof verwechselt. Dort steht auch das von ihm erwähnte Standbild Kalinins. Auf dem Foto ist richtig der Nordbahnhof abgebildet, allerdings paßt die Erwähnung der in Deutsch beschrifteten Kanaldeckel hierzu nicht.

Nach seinen Worten fährt der Verfasser von Königsberg nach Nord-osten zum Kurischen Haff über die Autobahnbrücke ("Berliner Brücke"). Diese Brücke überquert den Pregel aber südlich von Königsberg in Richtung Pr. Eylau.

Die Gedenktafel für Kant an einem Rest der Schloßmauer ist nicht "wieder dort aufgehängt", sondern es handelt sich um eine Nachbildung, was ganz eindeutig daraus hervorgeht, daß sie in deutscher und russischer Sprache abgefaßt ist.

Erstaunlich ist, daß Johannes Bobrowski im Jahr 1966 den Roman "Litauische Claviere" geschrieben haben soll. In der vorhergehenden Spalte steht, daß er bereits 1965 gestorben ist.

Die Kirche in Angerapp ist eine gewaltige Ruine. Auch ich habe den Spruch über dem Altar jetzt noch lesen können. Die Kirche hat den Krieg aber unversehrt überstanden und ist erst später, weil sich niemand um die Erhaltung kümmerte, durch die verrottete Dachkonstruktion verfallen.

Waltraud v. Schaewen-Scheffler, Kassel

 

Reine Machtgeilheit
Betr.: "Machtwechsel am Neckar" (Folge 44)

Wie so oft in der CDU scheint es auch am Neckar reine Machtgeilheit zu sein, die Teufel zu seinem Namensvetter gejagt hat. Die Ehrgeizlinge fragen nicht, wie Teufel seine Funktion ausgefüllt und seine Aufgaben erfüllt hat. Das Wohl der Partei ist ihnen schnuppe, sie wollen Macht! Und das nun auch zu einem Zeitpunkt, wo Merkel und der CDU alle Felle davonschwimmen und Stoibers CSU auch lädiert erscheint.

Karl-Heinz Dimmke, Bad Salzschlirf

 

... und hinter der Oder/Neiße beginnt das Vergessen
Betr.: "Vergangenheit für die Zukunft" (Folge 46)

In Ihrem Blatt findet man häufig Berichte über gemeinsame deutsch-polnische Treffen und Veranstaltungen in ehemals deutschen, nach der Vertreibung polnisch gewordenen Städten, die meist in freundschaftlicher Atmosphäre und in größter Harmonie verlaufen, unbelastet von Vergangenheitsgeschehnissen, besonders solchen, die sich auf polnische Gewalttaten bei der Vertreibung beziehen. Die Missetaten der Besucher werden ja durch die Presseorgane beider Länder sowie durch Gedenkstätten und Gedenkfeiern in den ehemaligen deutschen Konzentrationslagern wachgehalten, polnische Konzentrationslager werden ignoriert. Diese gemeinsamen Veranstaltungen werden als Akte der Völkerfreundschaft und Völkerversöhnung hochgepriesen, auch von polnischer Seite, zumal sie an dem durch die Vertreibung geschaffenem Status quo nicht rütteln. Schließlich bringen ja die Besucher ihrer ehemaligen Heimat auch als Touristen Geld in das Land und oft sogar noch Spendengelder für den Aufbau von Kirchen und öffentlichen Gebäuden, die sie in ihrem alten Zustand, wie sie ihn in Erinnerung haben, wiedersehen möchten. Dies geschieht unbewußt zu Ruhm und Ehre der neuen Besitzer. Ein Bewußtsein von eigener Schuld oder gar Reue gibt es bei den polnischen "Neuerwerbern" nicht, kann es auch nicht geben, denn es gibt ja nichts zu bereuen. Die taktvolle Zurückhaltung der ehemaligen deutschen Besitzer wird als Anerkennung der gewaltsam geschaffenen Realität gewertet. Sollte aber einer Anspruch auf das ihm geraubte Eigentum erheben, wie es in diesen Tagen durch die Preußische Treuhand geschehen ist, dann ist man in tiefster Seele gekränkt, hoch entrüstet und spricht von einer Vergiftung der guten Beziehungen und von einer ernsten Gefahr für die Völkerfreundschaft. Man droht sogar mit Reparationsforderungen, ohne zu bedenken, daß deren Höhe um ein Vielfaches von dem Wert der Beute, die man mit dem deutschen Land und Eigentum gemacht hat, übertroffen wird. Man tut auf polnischer Seite so, als hätte man nie etwas Böses getan, und auch nur der kleinste Hinweis auf getanes Unrecht wird als tiefe Kränkung empfunden.

Ein typisches Beispiel für das hier geschilderte Verhalten, ein Beispiel von vielen, ist die in einer Ihrer letzten Ausgabe veröffentlichte Vereinbarung zwischen dem heutigen (polnischem) Allenstein und seiner Partnerstadt Gelsenkirchen. Die noch nicht der biologischen Lösung anheimgefallenen Allensteiner Bürger, die stummen Zeugen einer zu verschweigenden polnische Schuld, sind zwar mit einbezogen, werden aber anscheinend mit gemischten Gefühlen betrachtet. Ihr Wissen ist nicht erwünscht, und man erwartet von ihnen, daß sie schweigen und in den allgemeinen Jubel der Völkerversöhnung einstimmen. Jedes wahre Wort über ihre erlebte Vergangenheit würde das fröhliche Tête-à-Tête empfindlich stören. Daß dies ein Herzensanliegen des polnischen Bürgermeisters von Allenstein ist, hat er in seiner Rede zum Ausdruck gebracht, indem er sagte: "Uns freut die Tatsache, daß unsere Kontakte frei von politischen Einflüssen und rücksichtslosen Spielchen sind".

Nichts gegen Völkerfreundschaft. Was können wir aber dagegen tun, daß sie zur Aushöhlung der geschichtlichen Wahrheit mißbraucht wird?

Die Polen haben sich als Meister in der Auslöschung alter deutscher Namen von Städten, Dörfern, Landschaften und Flüssen durch Umbenennung erwiesen und weigern sich hartnäckig, irgend etwas davon zu revidieren.

Wie wäre es, wenn man die Oder-Neiße in Lethe umtaufen würde, ein Fluß, hinter dem das große Vergessen beginnt.

Prof. Dr. med. H. Hofbauer, Berlin

 

Auf das falsche Pferd gesetzt
Betr.: Artikel "... bis sie einmal absaufen - Vor 60 Jahren verlor Deutschland den U-Bootkrieg im Nordmeer" (Folge 44)

Wahrscheinlich hat Deutschland den U-Bootkrieg bereits 1937/38 verloren. Der spätere Admiral der Bundesmarine und frühere Fregattenkapitän Heye hatte über einen zukünftigen Seekrieg eine Studie entwerfen müssen. Soweit mir bekannt, wurde diese Studie nicht anerkannt. Außerdem hatte die damalige Führung die U-Boote mehr als defensiv denn als operativ eingestuft. Aufgrund der zu erwarteten Bildung von Geleitzügen glaubte man, daß U-Boote unter Wasser zu langsam sind und nur wenig Chancen hätten. Selbst einige Admiräle der damaligen Kriegsmarine waren dieser Auffassung und schwärmten lieber von dicken Bum-Bum-Schiffen. So hatte der U-Bootbau keine Vorrangstellung. Als wichtigste Waffe war die Luftwaffe eingestuft worden. Erst als Großadmiral Dönitz alle mit seiner Rudeltaktik und Überwasserangriffen überraschte, merkten viele, daß sie auf das falsche Pferd gesetzt hatten. Dadurch hatte er nicht die Anzahl von U-Booten, die er benötigt hätte. So war sehr wertvolle Zeit verlorengegangen.

Horst Koske, Winsen/Luhe

 

Von der Landkarte gelöscht
Betr.: "Seuchengefahr in Domtau" (Folge 39)

Diese Titelüberschrift ist falsch und irreführend, denn das Dorf "Domtau" gibt es im früheren Kreis Preußisch Eylau jetzt nicht mehr. Domtau war bis 1935 ein kleines Bauerndorf mit drei größeren Höfen und Arbeiterhäusern und ein Ortsteil der Gemeinde Schlauthienen. 1934/35 wurde der eine Hof (Teichert) zur Anlage des neuen Truppenübungsplatzes Stablack vom Militärfiskus aufgekauft. Die beiden anderen Höfe (Brüder Ankermann) blieben bestehen, wurden aber Teil der Gemeinde Schlauthienen.

Im früheren Ort Domtau stand 1993 nur noch das frühere Wohnhaus eines Hofes Ankermann, das jetzt - 2004 - auch verschwunden sein dürfte. Domtau ist also von der Landkarte gelöscht und kann nicht mehr durch Seuchengefahr bedroht werden. Der ganze Beitrag bezieht sich also auf die frühere Gartenstadt Stablack, den russischen Ort Dolgorukowo.

Horst Schulz, Köln

 

Ohne ein Wort des Bedauerns
Betr.: Besuch der Queen

Ich finde es toll, daß der Erlös des Benefizkonzertes auf Veranlassung der englischen Queen Elisabeth II. anläßlich ihres Deutschlandbesuches in Berlin dem Wie-

deraufbau der Dresdner Frauenkirche zugute kommt. Geld ist immer eine gute Hilfe! Aber ein wenig Bedauern hätte den Nachfahren der Opfer, die im Feuersturm in Dresden kurz vor Ende des Krieges umgekommen sind, sicher sehr gut getan. Es wäre vielleicht keine königliche, aber eine menschliche Geste gewesen!

Ich nehme an, wir haben uns für Coventry schon mehrmals entschuldigt.

Ingrid Hartmann, Neuhaus/Inn

 

Produkt des Irrsinns
Betr.: "Diskriminierung von Mehrheiten" (Folge 47)

Wo sich Zuwanderer und Gäste integrieren, die Regeln des Gastlandes beachten und seine Gesetze respektieren, benötigt man keinen gesetzlichen Minderheitenschutz. Dieses Antidiskriminierungsgesetz erscheint mir als ein Produkt des Irrsinns oder könnte dem Denken von menschlichen Kriechtieren entstammen, die eben nur kriechen oder nach fremder Pfeife tanzen können.

Die Diskriminierung fällt nicht vom Himmel und ist auch nicht Teil unseres Nationalcharakters. Ihr Nährboden ist das nicht hinnehmbare Benehmen von Gruppen oder Personen.

Sebastin Kivik, Kevelaer

 

Einmalig schlecht
Betr.: "Bananen-Republik?" (Folge 45)

Warum denn das Fragezeichen hinter "Bananenrepublik", Herr Mahlitz? Ich habe seit geraumer Zeit "schon" den Eindruck, in einer Bananenrepublik zu leben. Während meines ganzen Lebens (Jahrgang 1914) hat es in Deutschland keine auf allen Gebieten so kläglich versagende deutsche Regierungsmannschaft gegeben wie die jetzige, von Ideologie-Strategen geführte Regierung der Bundesrepublik Deutschland. Schaut man diesen "Machern" etwas genauer auf die Finger, so findet man keinen, der aus seiner politischen Vergangenheit uns nicht etwas verschleiert, oder wenn das nicht mehr geht, diese schönredet. Paradebeispiele sind der Grüne Joschka Fischer und der Sozialdemokrat Stolpe.

Friedrich Kurreck, Offenbach

 

Letztendlich eine Demoralisierung der Mehrheiten
Betr.: "Diskriminierung von Mehrheiten" (Folge 46)

Nennen Sie es doch Inländerfeindlichkeit! Man muß sich schon die Frage stellen, ob es hier um den Schutz von Minderheiten geht oder um die gezielte Demoralisierung und Schwächung der Mehrheit und Leistungsträger. Danach stellt sich die Frage, welches Ziel wird damit verfolgt. Wer profitiert von dieser Entwicklung? Hier wird Ihnen das Eis aber dann doch zu glatt und Sie überlassen dieses Feld lieber Ihren Lesern.

Als Deutscher, der seit Jahren im Ausland lebt, weiß ich natürlich, daß man niemals den gleichen Status haben wird wie ein Inländer. Das hat ganz praktische Gründe, die überhaupt nichts mit Rassismus zu tun haben. Das akzeptiert man auch selbstverständlich. Schließlich machen die anderen Vorteile, die man sich durch den Aufenthalt verspricht, dies wieder wett. Und wären diese Vorteile nicht vorhanden, so wäre man doch längst wieder abgereist! Nicht wahr?

Welche Einstellung ist in Köpfen vorhanden, die Gäste dazu motiviert, sich auftrumpfend gegenüber der einheimischen Bevölkerung zu verhalten?

Peter Hoch, Madrid, Spanien


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