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15.01.05 / Mehr Komfort / Festspielhaus Oberammergau wartet auf Besucher

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 2 vom 15. Januar 2005

Mehr Komfort
Festspielhaus Oberammergau wartet auf Besucher

Zur Halbzeit der Passionsspiele wendet sich Oberammergau genau 100 Jahre nach der Erstaufführung König David zu. Bereits 300 Oberammergauer Laienspieler haben sich gemeldet. Etwa 400 werden gebraucht einschließlich der etwa 130 Sänger und 50 Orchestermitglieder. Darunter werden auch in Oberammergau beheimatete Muslime sein. Wie Spielleiter und Regisseur Christian Stückl im Münchner Presseclub erläuterte, ist die Premiere am 22. Juli. Das neue flexible Dach des Festspielhauses wird dabei benutzt werden. Vorne Bühne, hinten der freie Blick in die Natur. Acht Aufführungen mit je 2.600 Zuschauern sind jeweils am Freitag und Sonnabend geplant. Geprobt wird ab April.

Einen eigentlichen Autor gibt es nicht. Es liegen verschiedene Texte aus den vergangenen Jahrzehnten vor, Verfasser waren meistens Mönche aus den umliegenden Klöstern. Stückl wird daraus seinen Text schreiben, entstehen wird also eine Collage. Markus Zwink komponiert die Musik, Stefan Hageneier, der schon bei der Passion 2.000 Kostüme und Bühnenbild schuf, übernimmt diese Aufgabe auch für König David. Somit ist das erfolgreiche Team der erneuerten Passion von 2000 für dieses Schauspiel wieder zusammen.

Das 1999 für 17 Millionen D-Mark sanierte Festspielhaus bietet mehr Komfort für die Besucher, neue Garderoben und ist jetzt behindertengerecht ausgebaut. Stückl, Intendant des Münchner Volkstheaters, der 2002 den Salzburger „Jedermann“ bearbeitete und 2004 im Kölner Opernhaus mit dem „Fidelio“ seine erste Oper herausbrachte, redet sich über König David in Begeisterung. Es sei eine Geschichte über Eifersucht und Liebe, Tod und Krieg, Scheitern und Schuld. Von Gott zum König gesalbt, um seine Traumkarriere vom Hirtenjungen zum Kriegshelden glühend beneidet, führte er ein Leben auf der ewigen Suche nach Gott. – Karten gibt es ab sofort deutschlandweit an allen Vorverkaufsstellen. Die Preise liegen zwischen 11,45 und 49 Euro. Norbert Matern


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