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05.02.05 / Frage des Sieges / Kreta und Arnheim in der Analyse

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 5 vom 05. Februar 2005

Frage des Sieges
Kreta und Arnheim in der Analyse

Wer oder was entscheidet letztendlich über Sieg oder Niederlage in der jeweiligen Schlacht? Kann man im Rückblick so etwas erkennen, was als ,Geheimnis des Sieges' gelten darf", fragt Heinz Magenheimer im Vorwort zu "Kreta und Arnheim - Die größten Luftlandeoperationen des Zweiten Weltkrieges". Die beiden Autoren Franz Uhle-Wettler und A. D. Harvey jedenfalls nehmen sich dieser Frage an und nennen zahlreiche Gründe, warum gerade diese beiden Schlachten so enden mußten, wie sie endeten, obwohl die besseren Karten jeweils zu Beginn im Besitz des späteren Verlierers waren.

Detailliert beschreibt Franz Uhle-Wettler die Ausgangslage auf Kreta im Mai 1941. Trotz personeller und materieller Unterlegenheit versuchten die Deutschen damals die von britischen und neuseeländischen Truppen verteidigte Insel Kreta einzunehmen. Selbst das Überraschungsmoment war den Deutschen nicht vergönnt, da all ihre Pläne in die Hände der Briten gefallen waren, die die Verteidiger auf Kreta informiert hatten. Doch trotz dieses Vorteils siegten bei dieser Schlacht die Deutschen. Ein überraschender Sieg, den der Autor mit zahlreichen Fehleinschätzungen und mangelnder Kampfbereitschaft auf Seiten der Alliierten begründet.

Auch die für die Alliierten enttäuschend endende Schlacht bei Arnheim begründet Arnold D. Harvey mit zahlreichen Fehleinschätzungen, wobei er die Sinnhaftigkeit der Schlacht an sich schon in Frage stellt.

Die Verfasser stützen ihre Ausführungen auf zahlreiche zu dem Thema erschienene Veröffentlichungen, Augenzeugenberichte und Militärberichte. Kartenmaterial und Fotos vermitteln einen Eindruck von die Situation vor Ort. R. B.

Arnold D. Harvey, Franz Uhle-Wettler: "Kreta und Arnheim - Die größten Luftlandeoperationen des Zweiten Weltkrieges", Stocker Verlag, Graz 2004, geb., 287 Seiten, 24,90 Euro


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