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11.06.05 / Aus den Heimatkreisen

© Preußische Allgemeine Zeitung / 11. Juni 2005

Aus den Heimatkreisen

ANGERBURG

Kreisvertreter: Kurt-Werner Sadowski. Geschäftsstelle und Archiv: Bärbel Lehmann, Telefon (0 42 61) 80 14, Am Schloßberg 6, 27356 Rotenburg (Wümme)

Deutschlandtreffen mobilisierte die Ostpreußen - Ort des 18. Deutschlandtreffens der Ostpreußen war in diesem Jahr Berlin. in der Halle 2.1 auf dem Messegelände am Funkturm trafen sich die Ostpreußen und auch die Angerburger waren in großer Zahl erschienen. Die Halle konnte die vielen Besucher kaum fassen. Allen Kreisgemeinschaften war die gleiche Anzahl an Plätzen zugeteilt worden. Während einige Kreisgemeinschaften gut damit zurecht kamen, hätten die Angerburger und auch einige andere Kreisgemeinschaften mehr Sitzplätze gebraucht. Dennoch gab es an der Organisation wenig auszusetzen. Auch Kreisvertreter Kurt-Werner Sadowski freute sich über den guten Besuch. Aus Angerburg war Herta Andrulonis mit drei weiteren Mitgliedern der DG Mauersee in einem Bus zusammen mit anderen Landsleuten aus der Heimat angereist. Vom Vorstand der Kreisgemeinschaft waren außerdem Susanne Hagen, Brigitte Junker und Horst Labusch gekommen. Der Kreistag unserer Kreisgemeinschaft war mit Günter Büttner, Werner Drost, Horst Gawlik, Dieter Gustmann, Gustav Kutz und Georg Malz vertreten. Günter Kuhn mußte laufend Auskünfte aus der sehr gut geführten Datei erteilen und Hinweise geben, sich in die Anwesenheitslisten einzutragen. Dadurch erhalten die Besucher einen guten Überblick über die Anwesenden. Christa und Horst Labusch waren wieder am Büchertisch zu finden, der ständig umlagert war. Brigitte Junker erteilte Auskünfte und Ruth Sadowski beantwortete Fragen, der aus nah und fern angereisten Angerburger. Kurt-Werner Sadowski nutzte das Treffen für viele Gespräche mit den Landsleuten. In Rotenburg oder Güstrow fehlt dafür einfach die Zeit. Einige Angerburger waren erstmals auf einem Heimattreffen. Ein erster Höhepunkt des Deutschlandtreffens am Sonnabend war die Kulturpreisverleihung an Sem Simkin aus Königsberg. Die Laudatio hielt Hildegard Rauschenbach. Erika Steinbach vom BdV sprach danach über die Notwendigkeit ein "Zentrum gegen Vertreibungen" in Berlin zu errichten. Dafür habe man schon eine wunderschöne Liegenschaft gefunden. Die Verhandlungen darüber stehen kur vor einem erfolgreichen Abschluß. Das Gedenken zum Kriegsende am 8. Mai habe gezeigt, so Erika Steinbach, wie notwendig die Stiftung für ein Zentrum gegen Vertreibungen sei und soll dazu beitragen, Vertreibungen für die Zukunft zu ächten. Einzig Berlin sei für so ein Zentrum gegen Vertreibungen der geeignete Ort. An der Spitze der am 6. September 2000 aus der Taufe gehobenen Stiftung stehen Erika Steinbach (CDU) und Prof. Peter Glotz (SPD). Die Unionsparteien stehen hinter dem Projekt und auch FDP Chef Westerwelle hat seine Sympathie ausgedrückt, so Steinbach. Wir erinnern uns, daß Reinhard Grindel (MdB/CDU) in seiner Gastrede aus Anlaß der 49. Angerburger Tage (2003) in Rotenburg (Wümme) seine Unterstützung für das Projekt zusagte. Dagegen steht die SPD dem Projekt distanziert gegenüber und weist auf die Gründung des "Europäischen Netzwerkes Erinnerungen und Solidarität" am 2. Februar 2005 hin. Für die LO erklärte deren Sprecher, Wilhelm v. Gottberg, daß sie hinter dem Projekt des BdV stehe. Die Rede von Erika Steinbach wurde mit großem Beifall aufgenommen. Sichtlich überrascht zeigte sich der Sprecher der LO, Wilhelm v. Gottberg, über das ihm verliehene "Preußenschild". In seiner Laudatio würdigte der stellvertretende Sprecher, Bernd Hinz, das außergewöhnliche Engagement des Sprechers für Ostpreußen und die Ostpreußen. Ein weiterer Höhepunkt an diesem Nachmittag war der kulturelle Teil, unter anderem mit dem Ostpreußenchor aus Hamburg und dem Arbeitskreis "Ostpreußisch Platt" aus Bremen, der sehr zu gefallen wußte. So auch die Folkloregruppe aus Wandersleben. Der sächsische Ministerpräsident, Prof. Georg Milbradt (CDU, fand am Sonntag in der Deutschlandhalle anerkennende Worte für die großen Leistungen der Heimatvertriebenen beim wirtschaftlichen Aufbau des zerstörten Landes nach 1945 wie auch bei der friedlichen Integration Europas. Vor allem aber haben die Heimatvertriebenen sich von Anfang an um freundschaftliche Kontakte zu den Menschen in ihrer Heimat bemüht. Der Ministerpräsident dankte den Heimatkreisgemeinschaften für ihr vorbildliches Engagement bei der Erhaltung von Friedhöfen und Sozialstationen sowie für die geleistete humanitäre Hilfe an alle Menschen in der Heimat. mit besonderem Stolz wies er darauf hin, daß das Recht auf Heimat bereits 1990 in die sächsische Verfassung aufgenommen wurde. Der Redner zeigte sich zuversichtlich, daß nachfolgende Generationen den Dialog mit allen Völkern fortführen werden, der mit der Charta der deutschen Heimatvertriebenen am 5. August 1950 in Stuttgart begonnen wurde. In seinem Schlußwort ging der Sprecher der LO auf die Ereignisse vor 60 Jahren ein. Wir haben dafür Sorge zu tragen, so Wilhelm v. Gottberg, daß 800 Jahre Geschichte Ostpreußens nicht aus den Geschichtsbüchern gestrichen werden. Für seine deutlichen Worte erhielt der Sprecher der LO wiederholt großen Beifall. Mit der Nationalhymne endete die eindrucksvolle Großkundgebung in der gut besetzten Deutschlandhalle. Zufrieden, in guter Stimmung und mit vielen neuen Eindrücken traten die Ostpreußen am Nachmittag die Heimreise an. der Besuch des 18. Deutschlandtreffens hat sich auch für die Angerburger gelohnt. Es war ein Treffen unter Freunden und mit vielen Höhepunkten. Berlin war eine Reise wert. Bedauerlich nur das geringe Medieninteresse.

 

GERDAUEN

Kreisvertreter: Dirk Bannick, Tel. (01 71) 5 27 27 14. Gst.: Karin Leon, Am Stadtgraben 33, 31515 Wunstorf, Tel. und Fax (0 50 31) 25 89

Sommerzeit ist Reisezeit - (Fortsetzung aus Folge 22) so macht auch die Leiterin unserer Geschäftsstelle eine Busreise nach Ostpreußen. Vom 2. bis 11. Juni 2005 fährt Frau Karin Leon mit einer Reisegruppe in die Heimat und besucht dabei auch unsere beiden Kreisstädte Nordenburg und Gerdauen. In dieser Zeit wird die Vertretung von Frau Brigitte Havertz-Krüger übernommen, da wir nicht möchten, daß Sie auf Ihren gewohnten Service verzichten. Wir freuen uns, daß sich Brigitte Havertz-Krüger erneut bereit erklärt hat diese Aufgabe zu übernehmen. Frau Havertz-Krüger ist uns allen als kompetente Kirchspielvertreterin von Nordenburg und aus der ersten Geschäftsstellenvertretung in diesem Jahr bekannt. Wir berichteten in der PAZ Folge 7 vom 19. Februar 2005 darüber. Seit Januar dieses Jahres verstärkt sie als kooptiertes Mitglied den Vorstand unserer Kreisgemeinschaft. Auch Frau Havertz-Krüger ist mit allem ausgestattet, was die moderne Verwaltung eines Vereins erfordert, seit Neustem auch per Fax. Sie erreichen Brigitte Havertz-Krüger unter nachfolgender Anschrift: Burgtal 12, 42659 Solingen und Telefon (02 12) 2 44 15 64 (ab 19 Uhr), Fax: (0 40) 36 03 02 48 50, E-Mail: Brigittehavertz@aol.com . Immer freundlich und nett werden sowohl unsere Mitglieder bei ihren Anliegen beraten als auch unsere Kirchspielvertreter bei ihren vielfältigen Aufgaben. Sie leistet diese Arbeit ehrenamtlich wie auch alle übrigen tätigen Mitglieder der Kreisgemeinschaft (Kirchspielvertreter, Vorstand, und vieles mehr). Brigitte Havertz-Krüger läßt sich auch bei größter Hektik nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Sollten Sie Fragen und Wünsche haben, so schreiben Sie uns. Wir freuen uns auch über Ihre Anregungen.

 

INSTERBURG STADT UND LAND

Geschäftsstelle: Telefon (0 21 51) 4 89 91, Fax (0 21 51) 49 11 41. Besuche nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Altes Rathaus, Am Marktplatz 10, 47829 Krefeld

Hindenburg-Oberschule zu Insterburg - Zu unserem letzten Schultreffen hatten wir im vergangenen Jahr nach Hamburg eingeladen. Da gab es dann einige traurige Gesichter. Ein "allerletztes" Mal möchten wir uns auch gerne in Hannover verabschieden und laden Euch herzlich ein. Am 28. Juli 2005, von 11 bis 18 Uhr, in den "Loccumer Hof", Kurt-Schumacher-Straße 14/ 16, 39159 Hannover, Telefon (05 11) 1 26 40. Zusagen erbittet Jutta Rasch, Ritterstraße 105, 22089 Hamburg bis zum 15. Juli 2005.

 

KÖNIGSBERG-STADT

Stadtvorsitzender: Klaus Weigelt. Geschäftsstelle: Annelies Kelch, Luise-Hensel-Straße 50, 52066 Aachen. Patenschaftsbüro: Karmelplatz 5, 47049 Duisburg, Tel. (02 03) 2 83-21 51

Klassentreffen der ehemaligen 6b der TMMS zu Königsberg - Nach und nach fanden sich fünf Ehemalige und zwei Ehemänner zum diesjährigen Klassentreffen in Bad Pyrmont ein. Das Treffen war in Anbetracht der schlimmen Erinnerungen an das Kriegsende vor 60 Jahren mit allen seinen Auswirkungen auf unser Land, die Kindheits-heimat Ostpreußen und für uns und unsere Familien, aber auch durch den Verlust zweier Lieber Freunde - Gundel geb. Wischemann und Gustl Bartels - die uns nach schwerer Krankheit verlassen mußten, sowie durch weitere Hiobsbotschaften über schwere Erkrankungen unserer ehemaligen Mitschülerinnen, überschattet. Dennoch versuchten wir unser Beisammensein so, wie altbewährt, zu gestalten. Dazu gehörte natürlich der Kaffeeplausch im "Fischanger" mit anschließendem Spaziergang zum nahegelegenen Stausee, sowie unser beliebtes "Julklapp" und das Singen vertrauter Lieder. Der Film von Dirk Sager über Königsberg (ZDF) berührte uns alle sehr, aber noch viel mehr Herberts Bericht über seine persönlichen Erlebnisse bei den Bombenangriffen Februar '45 auf Dresden. Er versicherte glaubhaft, daß es wesentlich mehr Tote bei diesen Angriffen gab, als zur Zeit offiziell genannt. Ein besonderer Dank geht aber an unsere tapferen Soldaten, die vielen unserer Landsleute und auch Familienangehörigen das Überleben durch ihren Einsatz erst ermöglichten. Vor den für uns Gefallenen verneigen wir uns in tiefer Ehrfurcht.

750 Jahre Königsberg am Pregel / Gruppe Süd - Zum treuen gedenken unserer Heimatstadt Königsberg trafen wir Preußen uns, für drei Tage, bereits zum vierten Mal in Bad Wörishofen, im Königsberger Café Schwermer. Als Kinder kehrten wir mit unseren Eltern in Königsberg am Schloßteich gerne bei Café Schwermer ein. Aus der Heimat vertrieben, aber die Liebe und Treue im Herzen bewahrt. Und hier im schönen Bad Wörishofen dürfen wir unsere vielen schönen, aber auch schweren Erinnerungen im heimatlichen Kreis wachhalten. Nachdem wir Torte, Eis und Eiskaffee probiert, Königsberger Marzipan als Mitbringsel schon mal gekauft hatten, fuhren wir gemeinsam, 43 Heimatverbundene in unser Stammhotel den Hartenthaler Hof. Hier wurden wir wieder ganz herzlich von der Chefin Frau Schüll empfangen und jeder konnte sein Zimmer beziehen. zum Mittagstisch gab es dann die guten Königsberger Bratklopse und zum Kaffeetrinken den allseits bekannten Streuselkuchen. Die ganze Zeit wurden wir von Familie Schüll und der Belegschaft sehr gut und liebevoll bewirtet. Wir durften uns an die lange, 750jährige Geschichte Königsbergs erinnern lassen und manche schöne und auch schwere Zeit unserer geliebten Heimatstadt kam zur Sprache. In zwei Bombenangriffen im August 1944 wurde die Innenstadt am Pregel zerstört. Wir gedachten unserer Toten. Mit dem Einmarsch der Sowjets wurde Königsberg weiter zerstört, entkultiviert, entfremdet. Drei Russenjahre für etwa 120.000 Königsberger nach dem 8./9. April 1945 ließen nur etwa 25.000 Lebende im Jahre 1948 zur Ausweisung übrig. Wir gedachten der zu vielen Toten, Mütter und Kinder, Großeltern, aller Bekannten und Nichtbekannten, aber auch unsere tapferen Soldaten, die für uns gekämpft hatten. Am Sonnabend erwartete uns ein Konzert der Posaunenchöre in der Erlöserkirche. Pfarrer Luthardt und Kantor gedachten auch in Wort und Lied mit den vielen Bläsern unserer Heimatstadt - und erfüllten uns einen Herzenswunsch mit dem Abendlied aus der Heimat "Nun ruhen alle Wälder". Dieses Lied wurde täglich um 21 Uhr vom Königsberger Schloßturm geblasen. Dafür waren und sind wir sehr dankbar. Denn unsere Stadt Königsberg, Preußen und das Land Ostpreußen hat uns und den vielen anderen Menschen auf der Welt, viel gegeben. Agnes Miegel hat gesagt: "Denn du mein Königsberg unsterblich bist". Unser Treffen ging dann zufrieden am Sonntag Mittag zu Ende.

 

KÖNIGSBERG-LAND

Kreisvertreterin: Gisela Broschei, Bleichgrabenstraße 91, 41063 Mönchengladbach, Telefon (0 21 61) 89 56 77, Fax (0 21 61) 8 77 24

Neuheit: Ostpreußenkalender 2006 - Herbert Laubstein hat für die Heimatkreisgemeinschaft erstmals einen Ostpreußenkalender mit schönen Motiven aus unserer Heimat erstellt. Dieser schmucke Kalender, den man ab sofort erwerben kann, ist ferner ein schönes Geschenk und kann zum Sonderpreis von 10,50 Euro einschließlich Porto und Verpackung bei Herbert Laubstein, Amselstraße 29, 58285 Gevelsberg, Telefon und Fax (0 23 32) 8 05 77 bestellt werden. Der Erlös wird ausschließlich für die Ausstattung unseres Heimatmuseums in Minden verwendet.

 

LÖTZEN

Kreisvertreter: Erhard Kawlath, Dorfstraße 48, 24536 Neumünster, Telefon (0 43 21) 52 90 27

Fahrt nach Lötzen - Das Ehepaar Kawlath fährt vom 8. bis 19. September 2005 zum letzten Mal mit dem Bus nach Lötzen. Anlaß ist das Jubiläum der dortigen Sozialstation der Johanniter-Unfall-Hilfe, die seit zehn Jahren mit Unterstützung der Kreisgemeinschaft Lötzen besteht. Die Reise beginnt morgens um 6 Uhr ab Neumünster mit Zwischenübernachtung in Pommern. Geplant ist wieder eine Dampferfahrt nach Nikolaiken, eine große Masurenrundfahrt in die Johannisburger Heide mit Besuch des Wiechert-Hauses, Übernachtung und Stadtführung in Allenstein und Abschiedsabende in der Begegnungsstätte des Deutschen Vereins zusammen mit unseren Freunden, die noch in Lötzen wohnen. Es sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen und Anfragen bitte unter Telefon (0 43 21) 52 90 27.

Besuch zu den Kulturtagen in Lötzen - Die Kreisgemeinschaft und der Stadtpräsident hatten eine Einladung von der Bürgermeisterin Jolanta Piotrowska der Stadt Lötzen (Gizycko) zu den Kulturtagen. Der Stadtpräsident von Neumünster Hatto Klamt, die Geschäftsführerin Nora Kawlath und der Kreisvertreter Erhard Kawlath flogen nach Warschau. Dort wurde die kleine Abordnung von einem Dienstwagen der Stadt Lötzen abgeholt. Die 2. Vorsitzende des Deutschen Vereins, Barbara Ruzewicz, begrüßte die Gruppe. Interessant war die Besichtigung der Altstadt von Warschau. Am Abend zeigte das Ehepaar Kawlath dem Stadtpräsidenten von Neumünster ihre Heimatstadt Lötzen. Am nächsten Tag wurde der Deutsch-Sozialen-Kulturellen-Verein in seiner Begegnungsstätte besucht. Dort wurde man vom Vorstand freudig begrüßt. Der Stadtpräsident war von der Einrichtung sehr beeindruckt. Lm. Kawlath schilderte kurz die Entwicklung des Deutschen Vereins und der Begegnungsstätte. Anschließend wurde die Feste Boyen mit dem Museum besichtigt. Hatto Klamt war sehr angetan von der gewaltigen Anlage (rund 100 Hektar). Gegen 17 Uhr begann die Kulturveranstaltung. Die Bürgermeisterin begrüßte die einzelnen Delegationen, denn es waren noch Abordnungen aus der Ukraine, Litauen und Querfurt eingeladen worden. Zur Eröffnung der "Lötzener Tage" gab es ein Festprogramm. Die Festveranstaltung begann mit einem Auftritt einer Big-Band, dann spielte ein jugendliches Akkordeonorchester, anschließend sang ein gemischter Chor und zum Schluß spielte ein Posaunenquintett. Es folgte ein Galaessen im Hotel Wodnik. Die einzelnen Delegationen überbrachten der Bürgermeisterin ihre Gastgeschenke, und wurden ebenfalls mit Geschenken von der Bürgermeisterin bedacht. Es herrschte ein angenehme und gemütliche Atmosphäre. Am nächsten Tag ging es weiter mit einem internationalen Tanzturnier in der neuen Sporthalle. Anschließend stand eine Dampferfahrt auf dem Programm. Es war einfach wundervoll, über den Mauersee mit seinen vielen kleinen Inseln zu fahren. Natur pur, wo sich die Fischreiher, Kormorane, Kraniche und Schwäne ein Stelldichein gaben. Dann wurden Teller mit Salaten und Fischdelikatessen auf das Oberdeck getragen und das Bier und vor allem der Wodka fehlten natürlich nicht. Die Bürgermeisterin begleitete uns mit ihrem Stadtrat. Es war eine traumhafte Fahrt. Zum Abend waren die Delegationen wieder zu einem Abendessen in einem anderen Restaurant eingeladen. Der letzte Tag war ausgefüllt mit einer Fahrt quer durch Masuren zur "Heiligen Linde", zum Schloß des Ritterordens nach Rößel und nach Nikolaiken mit seiner schönen Seepromenade. Hatto Klamt war überwältigt von den herrlichen Eindrücken und dem "Land der dunklen Wälder und Seen". So gewaltig hatte er sich das alles nicht vorgestellt. Während all dieser Tage wurde die kleine Delegation von der 2. Vorsitzenden des Deutschen Vereins, Barbara Ruzewicz, vorbildlich betreut. Am Montag fuhr man wieder zum Warschauer Flugplatz, nachdem man von der Bürgermeisterin und ihrem Stellvertreter verabschiedet wurde. Nach überaus interessanten, erlebnisreichen Tagen landete man wohlbehalten wieder in Hamburg / Fuhlsbüttel. zu Ende waren einige wundervolle Tage.

 

LYCK

Kreisvertreter: Gerd Bandilla, Agnes-Miegel-Straße 6, 50374 Erftstadt-Friesheim. Stellvertreter und Karteiwart: Siegmar Czerwinski, Telefon (0 22 25) 51 80, Quittenstraße 2, 53340 Meckenheim. Kreisältester: Alfred Masuhr, Reinickendorfer Straße 43a, 22149 Hamburg

Kommissarische Ortsvertreter - Zu kommissarischen Ortsvertretern wurden bestellt - für (040) Gortzen: Siegbert Fahrun, Mertenweg 14, 45966 Gladbeck, Telefon (0 20 43) 5 26 55; für (052) Herrnbach: Dr.-Ing. Hans Jeglinski, Berliner Straße 52, 39218 Schönebeck, Telefon (0 39 28) 6 84 04; für (157) Waldwerder: Erich Podbielski, Wilhelm-Bruer-Straße 19, 24326 Ascheberg, Telefon (0 45 26) 8 13 34.

 

SENSBURG

Kreisvertreter: Siegbert Nadolny, Wasserstraße 9, 32602 Vlotho, Telefon (0 57 33) 55 85. Geschäftsstelle: In der Stadtverwaltung Remscheid, Nordstraße 74, 42849 Remscheid, Telefon (0 21 91) 16 37 18

Heimattreffen in Bad Sassendorf / Dorftreffen Heinrichsdorf / 5. Kirchspieltreffen Sorquitten - 12. Treffen der Dorfgemeinschaft Heinrichsdorf, Heinrichshöfen, Rodowen, und 5. Kirchspieltreffen Sorquitten - Sie mußten seinerzeit ohnmächtig zusehen, wie nach und nach unsere Dörfer und Städte von der polnischen Bevölkerung vereinnahmt wurden. Und der Redner resümierte: "Hätte man uns, die Deutschen, dort in der Heimat - gleich nach 1945 - unter würdigen Verhältnissen als Deutsche leben lassen, viele der Tausenden wären heute noch dort - und die masurische Region, die im heutigen Polen die ärmste ist, wäre durch uns die reichste". So fällt auch diese Vertreibung unter das Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Uns aber bleibt das Recht auf unsere Heimat. Wir verwirklichen es unter anderem, indem wir unseren Kindern und Enkeln von Masuren, vom einzigartig bezaubernden Ostpreußen berichten, sie ermuntern dorthin zu fahren, selber die Heimat aufzusuchen, den Menschen dort sagen, ohne Scheu: hier haben wir gewohnt und gelebt - unsere Vorfahren Jahrhunderte lang. Man sah ein Leuchten in den Augen der Zuhörer, als der Redner abschließend motivierte: "Wir besuchen weiterhin unser Land, die Seen und Wälder, die teilweise noch unberührte Natur. Die Landschaft ist unverändert geblieben. Sie zieht uns an wie ein Magnet. Und überall, wo uns dort in der Heimat die Hand versöhnend zur Begrüßung gereicht wird, wo kein Haß dem Deutschtum entgegentritt, werden wir unsere Herzen und Gedanken öffnen und miteinander die Geschichte betrachten und erörtern. Wir werden ein Stück des Weges gemeinsam gehen und kompromißlos Ausschau halten, nach den sich uns öffnenden Möglichkeiten." Danach erhoben sich die etwa 70 Gäste von ihren Plätzen im stillen Gedenken an die Toten des Zweiten Weltkrieges und an die in den letzten zwei Jahren Verstorbenen aus unserem Kirchspiel. In würdiger Weise wurde der bisherige Leiter, Landsmann Gerhard Pfennig, verabschiedet. Sichtlich gerührt nahm er die Dankesworte seines Nachfolgers und des Kirchspielbeauftragten, Gerhard Terner, entgegen. Die Dankesworte schlossen die ihm in der Heimatarbeit zur Seite stehende Ehefrau mit ein. Landsmann Terner, bisheriger Beauftragter für die "Bärentatze", berichtete über die geflossenen Hilfsaktionen für die Deutsche Minderheit im Kreis Sensburg, die auch weiterhin auf unsere Zuwendungen angewiesen ist. Eine Spendensammlung wurde nach Bekanntgabe der Zweckbestimmung "Zusätzliche Hilfeleistung für die Sensburger Deutsche Gesellschaft ,Bärentatze'" durchgeführt. Die Zählung erfolgte durch drei Landsleute, und das Ergebnis von 428 Euro wurde den Anwesenden sofort mitgeteilt. Eine positive Resonanz fand auch die persönliche Vorstellung der Teilnehmer, da dadurch ein rascheres Sich-Wiederfinden gegeben war. Die anschließend zahlreich geführten Gespräche riefen Ereignisse aus den Jugendjahren oder auch den vergangenen Treffen ins Gedächtnis zurück. Freudig hervorzuheben ist auch die Tatsache, daß wieder viele neue Gesichter die Reihen erweiterten. Die Möglichkeit, das Heimattreffen des Kirchspiels Sorquitten in noch größerem Rahmen durchzuführen, ist gegeben, liegt in der Hand jedes Einzelnen. Es wäre wundervoll, wenn zur nächsten Begegnung dieser Art, die für den 28. April 2007 geplant ist, alle noch reisefähigen Landsleute des gesamten Kirchspiels Sorquitten dabei sein könnten. Anfragen: Manfred Buchholz, Falkenweg 11, 99706 Sondershausen.


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