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18.06.05 / Die ostpreußische Familie / Leser helfen Lesern

© Preußische Allgemeine Zeitung / 18. Juni 2005

Die ostpreußische Familie
Leser helfen Lesern
von Ruth Geede

Lewe Landslied und Familienfreunde,

unsere erste Frage kann, wenn überhaupt, nur durch unsere Ostpreußische Familie gelöst werden. Sie wird von Ruth Schulz aus Weilmünster gestellt. Es handelt sich um einen großen Kurenwimpel, der wohl von dem Vater der Schreiberin, Siegmund Ernst Schulz, oder / und anderen Angehörigen der ostpreußischen Jugendgruppe von Wuppertal geschnitzt wurde. Ein Foto zeigt einen jüngeren Mann bei der Arbeit - es dürfte Herr Schulz sein, (* 27. April 1935 in Königsberg). Er war es jedenfalls, der etwa 1963/64 den Kurenwimpel dem damaligen Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal als eine Dankesgabe der Landsmannschaft Ostpreußen überreichte. Der Kurenwimpel befand sich dann noch einige Zeit im kleinen Sitzungssaal des Rathauses in Wuppertal-Elberfeld. Wo er später hingekommen ist, konnte von seiten der Stadt nicht geklärt werden. Frau Schulze liegt der Verbleib sehr am Herzen, denn sie weiß wenig über ihren Vater. Sie war erst zwei Jahre alt, als Siegmund Schulz im Jahre 1967 verstarb. Es gab noch einen kleineren Kurenwimpel, der an eine Privatperson verschenkt wurde - an wen? Frau Schulz ist sehr an der Aufklärung dieser Sache gelegen. Vielleicht weiß jemand etwas über den Verbleib der schönen Kurenwimpel, von denen nach der vorliegenden Aufnahme der größere sehr künstlerisch gestaltet ist, eine wundervolle Schnitzarbeit. (Ruth Schulz, Oberstraße 5 in 35789 Weilmünster.)

Letzte Hoffnung sind wir auch für Silke Dobberstein, die Hinweise auf ihre Vorfahren, aber auch auf eventuelle Verwandte, sucht. Das ist mal wieder ein Anliegen, das mir Kopfschmerzen bereitet, denn wie soll ich in meiner Kolumne über 25 Personennamen samt Daten und Ortsangaben mit den nötigen Erläuterungen bringen? Das wäre eine Extra-Familie allein für eine Familie! Also habe ich versucht, die wichtigsten Personen herauszufiltern. Frau Dobbersteins Vorfahren kommen aus dem Memelland und dem Kreis Ortelsburg. In Memel kam ihr Großvater Johann Heinrich Simoneit (* 1886) als Sohn von Marie Simoneit (* 1861 in Bommelsvitte) zur Welt. Ihre Eltern waren Christoph Simoneit und Ilse geborene Tepperis. Aus dieser memelländischen Familie werden Verwandte gesucht. Eine Großtante Emma Therese heiratete 1912 den Bergmann Otto Emil Kindler in Gelsenkirchen.

Und zu diesem Ort im Ruhrgebiet führt auch die großmütterliche Linie. Johann H. Simoneit heiratete 1911 Luise Auguste Förster geborene Kolodziey in Gelsenkirchen. Ihr Vater Gottlieb Kolodziey (* 1860 in Olschinen) war mit seiner Frau Louise geborene Orzessek (* 1862 in Piassutten) dorthin ausgewandert, einer seiner Brüder, Carl K., folgte ihm, heiratete dort Caroline Radek aus Jenkowitz bei Willenberg. Von deren Kindern Wilhelm und Wilhelmine könnte es Nachfahren geben. Ebenso von den masurischen Verwandten aus dieser Linie, dazu gehören auch die Namen Wieschollek und Jerosch. Eine Spur führt nach Amerika: Großmutter Luises Schwester Maria, * 1884 in Plohsen, wanderte mit ihrem Ehemann, dem Bergmann Gottfried Rusch, * 1880 in Hirschberg, Kreis Osterode, in die USA aus. Vielleicht melden sich ja nun bei Frau Dobberstein mögliche Verwandte oder Leserinnen und Leser, die Hinweise geben können. Jedenfalls wird sie weitere Angaben zu den Genannten machen, die ich leider hier aus Platzgründen nicht bringen kann. (Silke Dobberstein, Klövensteenweg 121 b in 22559 Hamburg, Telefon 0 40 / 8 11 93 19.)

Ach, wieviel leichter habe ich es doch bei dem nächsten Wunsch, den Herr Wolfgang Jacobs aus Dresden stellt: Er sucht seinen ehemaligen Schulkameraden Peter Eichstädt, * 18. September 1936. Da dieser aus Königsberg oder Umgebung stammt, bietet unsere Zeitung den besten Weg, ihn zu finden. Peter Eichstädt hat bis 1953 in Dessau gewohnt, ist dann für ein Jahr zum Studium nach Görlitz gegangen. Danach ist er vermutlich in die alten Bundesländer gezogen - aber keiner weiß wohin! Er hat zwei Schwestern, Heidemarie und Dorothee. Die Mutter war Keramikerin, der Vater im Krieg gefallen. Die Suchfrage vermittelte übrigens der BdV-Landesverband Sachsen / Schlesische Lausitz e.V. (Hinweise bitte an Wolfgang Jakobs, Telefon 03 51 / 4 59 58 71.)

Noch ein Nachschrapselchen: Frau Else Luther sucht ein Gedicht, das etwa 1925 in der Gumbinner Cecilien-Schule zum Volkstrauertag vorgetragen wurde. Frau Luther kann sich nur noch an Bruchstücke erinnern wie "Alle lieben Brüder, die schon gestorben sind, reden aus Stein und Scholle, sprechen aus Wolke und Wind ... Bruder, lebender Bruder, hörst du mich?" Wer kennt das Gedicht? (Else Luther, Frühlingsweg 3 in 69123 Heidelberg.)

Eure Ruth Geede


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