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16.07.05 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / 16. Juli 2005

Meldungen

Stadtalbum

Der Heimatforscher Awenir Owsjanow hat im Königsberger Bernsteinsage-Verlag ein Buch mit dem Titel "Königsberg - Kaliningrad" herausgegeben. Es handelt sich um eine Art Album der Stadt, an dem ein mehrköpfiges Kollektiv unter Leitung des Autors drei Jahre lang gearbeitet hat. Das Material für das Buch hat Owsjanow seit über 30 Jahren gesammelt. Die Aufnahmen stammen sowohl von deutschen als auch von russischen Fotografen und decken einen Zeitraum vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ab. Einen Teil der alten Aufnahmen sollen selbst die russischen Kenner der Geschichte Ostpreußens noch nie zu Gesicht bekommen haben. Einen Großteil des Albums nehmen Aquarelle des Künstlers Arsenij Maximow ein, der zugleich der erste Chefarchitekt der Stadt während der Sowjetära war. Später zog er nach Kostroma, wo er verstarb. Seine Witwe übergab Awenir Owsjanow das Archiv ihres Mannes. Die Besonderheit des Geschichtsbuches besteht nicht nur in den seltenen Aquarellen, sondern auch in der abwechselnden Folge von Fotografien und Gemälden nebst ergänzenden Originaltexten, die von Kommentaren des Autors begleitet werden. Blättert man in dem Buch, begibt man sich quasi auf eine Zeitreise von der Vorkriegszeit in die Gegenwart. Es ist als Owsjanows Geschenk an die Stadt zu ihrem 750jährigen Jubiläum gerade rechtzeitig erschienen. Manuela Rosenthal-Kappi

 

Akten bedroht

In der Bibliothek des Priesterseminars Hosianum in Allenstein befindliche historische Akten sind akut gefährdet. Wenn sich keine Sponsoren für die Restaurierung und Konservierung finden, wird die Sammlung unwiderruflich verlorengehen. Dem Seminar selber fehlen die für die 8.000 alten Akten mit ihren 300 Inkunabeln, sprich Drucken aus der Zeit vor 1500, nötigen Finanzmittel. Alle Dokumente benötigen spezifische Bedingungen hinsichtlich Aufbewahrung, Luftfeuchtigkeit, Temperatur etc. Nach Meinung von Fachleuten benötigt ein Teil der Akten eine Komplettrestaurierung. Wenn man alles zusammenrechnet, sind rund 100.000 Zloty (rund 24.500 Euro) erforderlich. Sofern sich nicht doch noch ein Financier findet, wird die große Sammlung des ältesten Seminars auf dem Territorium der Republik Polen unwiderruflich verlorengehen.


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