19.04.2024

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16.07.05 / Quer durchs Beet / Personalien

© Preußische Allgemeine Zeitung / 16. Juli 2005

Quer durchs Beet / Personalien

US-Immobilien: Platzt die Blase?

Der überhitzte Immobilienmarkt in den USA wird nach Auffassung praktisch sämtlicher Experten zunehmend zur Gefahr für die Weltkonjunktur. In Nordamerika baue sich eine "Blase" völlig überhöhter Häuserpreise auf. In Städten wie Los Angeles hätten sich die Preise für Einfamilienhäuser seit 2003 glatt verdoppelt, heißt es aus der kalifornischen Metropole. In der Mehrzahl kaufen mittlerweile Hobbyinvestoren, die meist ohne Eigenkapital mehrere Häuser erwerben, um sie später für noch mehr Geld wieder veräußern zu können. Dies treibt die Preise mehr in die Höhe als "echte" Nachfrage. Fallen die Marktwerte plötzlich, könnte dies für viele den sofortige Ruin bedeuten und einen Flächenbrand auslösen, fürchten Immobilienfachleute. In Europa sind vor allem Spanien und Großbritannien in ähnlicher Sorge wegen ihrer überhitzten Immobilienmärkte. Deutschland gilt hingegen als äußerst stabil.

 

Berliner Polizei muß Bus nehmen

Der fortschreitende Bankrott der deutschen Hauptstadt treibt zunehmend buntere Blüten: Wie die Berliner Zeitung berichtet, fahren Berliner Polizisten neuerdings des öfteren nicht mehr im Streifenwagen zum Tatort, sondern mit Bus oder Bahn - um Kosten zu sparen. Ein Polizeisprecher beruhigt, es würde aber nur bei weniger eiligen Fällen auf öffentliche Verkehrsmittel ausgewichen.

 

Der Stachel im Fleisch schmerzt

Sie wird verehrt und gehaßt gleichermaßen. An Alexandra Hildebrandt scheiden sich die Geister Berlins in recht aufschlußreicher Weise. Die Planierung des von der 46jährigen gebürtigen Ukrainerin aufgebauten Mauermahnmals am Checkpoint Charlie hat Berlin weltweit blamiert (siehe Seite 3).

Seit dem Tod ihres Mannes Rainer Hildebrandt, der im Januar 2004 89jährig starb, leitet Alexandra Hildebrandt das "Haus am Checkpoint Charlie". Der Verstorbene hatte das Museum bereits am 14. Juni 1963, keine zwei Jahre nach dem Mauerbau, eröffnet. Zuvor hatte er bereits eine kleine Privatausstellung in seiner Wohnung an der Bernauer Straße aufgebaut, wo über die Verbrechen an der nahen Mauer aufgeklärt wurde. Heute ist sein Haus das am zweitbesten besuchte Museum Berlins, nur noch vom weltberühmten Pergamonmuseum übertroffen.

Alexandra Hildebrandt kam als junge Malerin erst 1990 nach Berlin und hatte kaum Ahnung von der Mauer, wie sie selbst sagt. Dann lernte sie Rainer kennen und lieben. Die beiden heirateten. Das Erbe ihres Mannes setzt sie energisch und erfolgreich fort, was nicht allen gefällt. Die Süddeutsche Zeitung nennt sie eine "fragwürdige Krawallschachtel", für Berlins Kultursenator Thomas Flierl (PDS) ist sie eine "echte Zumutung". Ihr Engagement ist Stachel im Fleisch all derer, welche unter die Verbrechen der zweiten Diktatur in Deutschland gern einen dicken "Schlußstrich" zögen.


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