28.01.2022

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30.07.05 / Zitate

© Preußische Allgemeine Zeitung / 30. Juli 2005

Zitate

Die Hertie-Stiftung ist einer der Hauptfinanzierer der "Initiative Deutsche Sprache" (siehe Quer durchs Beet). Stiftungsgeschäftsführer Roland Kaelbrandt meint in der Welt am Sonntag vom 24. Juli zu den guten Chancen der deutschen Sprache:

"Sprachbewußtsein und Sprachkultur stehen in Frankreich höher im Kurs, ja sie werden dort sogar als Teil des staatsbürgerlichen Bewußtseins gepflegt. Aber auch bei uns wächst wieder die Lust an der eigenen Sprache. Nehmen Sie etwa die Bands, die momentan in Deutschland am erfolgreichsten sind: Sie singen auf deutsch."

 

Das Wiener Nachrichtenmagazin Profil (Folge 30/2005) guckt leicht verwundert auf den großen Nachbarn im Norden:

"Kein europäisches Land jammert mehr als die Deutschen, die sich's dadurch selbst noch schwerer machen. Italien erstickt fast in der Kriminalpolitik Silvio Berlusconis, Frankreich keucht unter grassierendem Rassismus, England balanciert sophisticated den Terror aus - aber nirgendwo sind die Bürger mit ihrem ganzen Land so uneins (wie in Deutschland) ... Als gälte es, das düstere Elend der Meinungsbaisse auch am Feierabend noch zu verdichten, lassen die "Unterhaltungssendungen" der deutschen Television praktisch nichts aus, was zum allgemeinen Mieselpetri Heil! nicht hervorragend beiträgt. In den Privatsendern scheint ganz Deutschland vor Gericht zu stehen, in den öffentlichen sind Sozialdemontierte die Stars."

 

Die Junge Freiheit vom 22. Juli befaßt sich mit dem vermutlichen Scheitern einer Aufnahme Deutschlands in den UN-Sicherheitsrat:

"Die Uno ist eine ... Gründung der Kriegszeit, die alle Staaten umfaßt, die mit Deutschland im Krieg lagen. Das vieldiskutierte Vetorecht wurde auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 beschlossen. Die Uno ist damit vor allem ein Bund der Sieger. Deren Botschaft an den ehemaligen Kriegsgegner ist unmißverständlich: Deutschland soll zahlen und den Mund halten."

 

Die Tödin und der Jederbi

Ein jeder will den Jedermann

auf seine Weise prägen:

Wie legt man's aus, wie legt man's an -

wie kann man Leute legen?

Der Autor - pah, nicht von Belang,

das Publikum - Banausen!

Drum wird die Narrenfreiheit Zwang

zu ständig neuen Flausen.

Doch heuer scheint's wie ein Kotau:

Hat nicht in Salzburg eben

der Landeshauptmann einer Frau

die Herrschaft übergeben?

So muß es auch vorm Dome sein,

für alle exemplarisch:

Es schreitet eine Tödin ein

am Tatort - kommissarisch.

Im Jahr darauf - ihr ratet recht -

gilt's wieder was zu drechseln:

Fürs Schauspiel müssen das Geschlecht

gar Gott und Teufel wechseln.

Beim übernächsten Male zeigt

die Buhlschaft man als männlich,

dem Jederknaben zugeneigt,

und beide unzertrennlich.

Was bringt in Folge die Regie?

Begattet man Schimpansen?

Nein, Jedermensch wird Jederbi

und steht auf Jedertransen!

Nur stellt euch vor, es fragt einmal

ein Kind die Kuratoren:

Was hat denn bloß der Hofmannsthal

am Titelblatt verloren?

Pannonicus


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