15.04.2024

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01.10.05 / Notiert

© Preußische Allgemeine Zeitung / 01. Oktober 2005

Notiert

Rund 17 Millionen Zloty, umgerechnet zwischen vier und viereinhalb Millionen Euro, soll der geplante Umbau des Zentrums von Johannisburg kosten. Die Planung ist bereits fertig, die Stadt bemüht sich jetzt um Zuschüsse der Europäischen Union. Nach den Berechnungen sollten sie drei Viertel der gesamten Summe betragen. Die Planung beinhaltet den Umbau der gesamten Innenstadt und der Promenade am See beziehungsweise das Heranrücken der Stadt an den Fluß und an den See. Ihre Realisierung soll zeigen, wie Städte mit 40 Prozent Arbeitslosigkeit aus der Krise herauskommen. Das Projekt bringt einige tausend Quadratmeter neue Baufläche und soll zu etwa 100 zusätzlichen Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen führen. Jetzt wartet alles auf die positive Stellungnahme des Woiwodschaftsmarschallamtes, die unerläßlich für das Erlangen der finanziellen Hilfe seitens der EU ist.

Während eines dreitägigen Besuches einer Delegation Liebemühls in Klötze haben die Bürgermeister beider Städte, Roza Krzesniak und Klaus Ewertowski, einen Vertrag über Partnerschaft und Zusammenarbeit unterzeichnet. Die ersten Gespräche zwischen dem sächsisch-anhaltinischen und dem ostpreußischen Städtchen hatten bereits vor zwei Jahren begonnen. Erst diesen Frühling hatte eine Delegation der an der ehemaligen innerdeutschen Grenze gelegenen 5000-Seelen-Gemeinde die jetzige Partnerstadt besucht.

Laut dem ermländisch-masurischen Woiwodschaftsmarschall Andrzej Rynski hat der polnische Ministerpräsident Marek Belka entschieden, daß sein Kabinett die 31 Gemeinden um die Großen Masurischen Seen bei dem Versuch unterstützen wird, für ihr 80 Millionen Euro teures Investitionsprogramm für Kanalisation und Kläranlagen Geld von der Europäischen Union zu bekommen.

Was die Bundesbürger schon lange in Perfektion kennen, soll nun versuchsweise auch in Königsberg eingeführt werden - Mülltrennung. In einigen ausgesuchten Straßen ließ die Stadtverwaltung im Rahmen eines Pilotprojektes insgesamt 28 Sammelbehälter aufstellen. Die Anschaffung der Behälter und eines dazugehörigen Fahrzeuges ließ sich die Verwaltung rund acht Millionen Rubel kosten, was gut 230000 Euro entspricht.

Von Königsbergs rund 60 Sommercafés verstößt ungefähr die Hälfte gegen gesetzliche Bestimmungen. Dieses ist das von der Stadtverwaltung bekanntgegebene Ergebnis der vorgenommenen Betriebsprüfungen. Einige Betreiber handelten mit Waren, für die sie keine Lizenz hätten, andere verkauften Produkte mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum. Trotz dieses Ergebnisses mußten nur vier Betriebe schließen. Der Rest kam mit Verwarnungen beziehungsweise Bußgeldern davon.


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