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01.10.05 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / 01. Oktober 2005

Meldungen

Bürgerlicher Sieg

Wie in der Republik Polen gingen auch in den ostpreußischen Wahlbezirken Allenstein und Elbing die Bürgerlichen als Sieger aus den Sejm-Wahlen vom letzten Sonntag hervor. Anders als im Gesamtstaat wurde in diesen beiden Wahlbezirken jedoch nicht die Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS), sondern die Bürgerplattform (PO) am häufigsten gewählt.

So erhielt im Wahlbezirk Allenstein die PO 27,09 Prozent, die PiS 22,38 Prozent, die Union der linken Demokraten (SLD) 14,99 Prozent, die "Selbstverteidigung" (Samoobrona) 9,07 Prozent, die Polnische Volkspartei (PSL) 8,15 Prozent und die Liga polnischer Familien (LPR) 6,64 Prozent.

In den neuen Sejm werden einziehen von der Bürgerplattform Slawomir Rybicki, Lidia Staron und Beata Bublewicz, von der PiS Aleksander Szcyglo, der Lycker Landrat Adam Puza und Jerzy Gosiewski, von der Union der linken Demokraten Tadeusz Iwinski, von Samoobrona Mieczyslaw Aszkielowicz, von der Polnischen Volkspartei Zbigniew Wlodkowski sowie von der Liga polnischer Familien Edward Osko.

Mit Jerzy Szmit von der PiS und Ryszard Gorecki von der Bürgerplattform wurden zwei bürgerliche Kandidaten in den Senat gewählt.

Im Wahlbezirk Elbing erhielt die Bürgerplattform 24,19 Prozent, die PiS 22,21 Prozent, Samoobrona 18,12 Prozent, die Union der linken Demokraten 12,51 Prozent, die Polnische Volkspartei 6,39 Prozent und die Liga polnischer Familien 5,42 Prozent.

In den Sejm gewählt wurden von der Bürgerplattform Krzysztof Lisko und Stanislaw Gorczyca, von der PiS Leonard Krasulski und Karolina Gajewska, von Samoobrona Adam Oldakowski und Renata Rochnowska, von der Union der linken Demokraten Witold Gintowt-Dziewaltowski sowie von der Polnischen Volkspartei Stanislaw Zelichowski.

Auch die Bürger des Wahlbezirks Elbing wählten zwei Bürgerliche in den Senat. Gewählt wurden Slawomir Sadowski von der PiS und Elzbieta Gelert von der Bürgerplattform.

Der in den Sejm gewählte Elbinger Spitzenkandidat der PiS hatte bereits im Vorfeld der Wahl für Unruhe in der Woiwodschaft Ermland und Masuren gesorgt. Auf einer außerordentlichen Pressekonferenz hatte er für die Auflösung dieser Woiwodschaft und den Anschluß Elbings an die

Woiwodschaft Pomerellen plädiert. Sein ebenfalls in den Sejm gewählter Parteifreund Aleksander Szczyglo der nun als Abgeordneter den Wahlbezirk Allenstein im polnischen Nationalparlament vertreten wird, hatte sich allerdings von diesem Plädoyer distanziert und versucht, die Gemüter zu beruhigen. So sagte er, daß es in seiner Partei keine Pläne für eine Liquidierung der Woiwodschaft gebe.

 

Schuldspruch

Jurij Konyschew, Oberleutnant der Baltischen Flotte und Sohn des Stabschefs der Flottenbasis Pillau, ist wegen Mordes an seinem Kameraden Kapitänleutnant Pawel Mardan zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das 26jährige Opfer war im April vergangenen Jahres auf dem Flaggschiff der Baltischen Flotte, dem Zerstörer "Bespokojnyi", in seiner Kajüte tot aufgefunden worden. Das Mordopfer hatte sich gegen seine Erstickung mit einem Kopfkissen offenkundig gewehrt. Die Leiche und auch die Schiffskajüte wiesen Spuren eines Kampfes auf. Der Verdacht war schließlich auf den Sohn des Konteradmirals gefallen, weil er Mardan bei jeder sich bietenden Gelegenheit gedemütigt hatte.


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