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01.10.05 / Der Heimat früh verpflichtet / Goldenes Ehrenzeichen für Dr. rer. pol. Klaus Krech

© Preußische Allgemeine Zeitung / 01. Oktober 2005

Der Heimat früh verpflichtet
Goldenes Ehrenzeichen für Dr. rer. pol. Klaus Krech

Dr. Klaus Krech erblickte am 22. Februar 1925 in Wittlichsfelde im Kreis Goldap das Licht der Welt. Sein Vater, Wilhelm Krech (1891-1950), Sohn der Brauerei Wilhelm Krech Goldap, wanderte 1928 nach Kanada aus. Die Mutter heiratete 1932 erneut und zog mit dem Sohn nach Wronken um. In der Kreisstadt Treuburg besuchte Dr. Klaus Krech die Oberrealschule. An das Notabitur im Jahre 1943 schlossen sich für den jungen Mann Wehrdienst und Kriegseinsatz in der 199. Infanterie-Division im Polargebiet Nordnorwegens an. Nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft holte Dr. Krech in Hannover sein Abitur nach. Sein Studium an der Technischen Hochschule in Karlsruhe hat er im Jahre 1953 abgeschlossen. Im Anschluß an seine Promotion, die er an der Universität Innsbruck absolvierte, arbeitete er als Manager in der Mineralölindustrie. Dr. Klaus Krech fühlte sich seiner ostpreußischen Heimat früh verpflichtet und setzte sich seit der Gründung der Kreisgemeinschaft Treuburg für die heimatlichen Belange ein. Seine erste Heimatreise nach Flucht und Vertreibung hat er unter erschwerten Bedingungen wagen müssen. Speziell seit seiner Pensionierung gehen seine Bemühungen dahin, alle Eindrücke und Erfahrungen aus dem Kreis Treuburg zu dokumentieren. Seine jährlichen Ostpreußen-Reisen nutzte er zur Komplettierung der vorhandenen Kenntnisse und zur Übergabe von Kleidung, Medikamenten, Reifen, Werkzeugen und Bargeld an die heimatverbliebenen deutschen Landsleute. Reisen von Brasilien bis Kanada dienten zur Recherche der Vergangenheit, um Details für seine kulturhistorische Arbeit auszuwerten und alte ostpreußische Landsleute zu finden, die ihr Wissen noch mündlich weitergeben konnten. Sämtliche Einzelheiten wurden von Dr. Klaus Krech dokumentiert und der Nachwelt erhalten. Der erste Bildband der Kreisgemeinschaft "Treuburg. Ein Grenzkreis in Ostpreußen, Band I", der 635 Seiten und 1300 Fotos umfaßt, ist aufgrund einer Idee von Dr. Krech entstanden und 1990 veröffentlicht worden. Der Erlös dieses Buches ermöglichte 1998 die Herausgabe des überarbeiteten II. Bandes "Treuburg. Ein Grenzkreis in Ostpreußen", nachdem die Erstausgabe restlos vergriffen war. In seiner Dokumentation "Fernaufklärungsstaffel 4. (F)/121" beschreibt Dr. Klaus Krech sehr anschaulich den Weg "aus dem heimatlichen Frieden in den II. Weltkrieg", den sein Bruder Joachim mit vielen Kameraden gegangen ist. 1997 erarbeitete Dr. Krech die Dokumentation "Wesselowen - Eine ostpreußische Gutsgeschichte 1558-1945". Ein Jahr später erschien seine Dokumentation "Chelchen - Ein Rittergut in Ostpreußen 1558-1945". Mit dem Buch "Im Strom der Zeit des XX. Jahrhunderts" ist unter Dr. Krechs Federführung eine autobiographische Reflexion eines Ostpreußen entstanden. Sein jüngstes Werk war die Fertigung der Zusammenfassung der Dokumentation "Rothebude - Ein Naturparadies in Ostpreußen 1280-1945". In Würdigung seiner außergewöhnlichen Leistungen und seines Einsatzes für Ostpreußen verleiht die Landsmannschaft Ostpreußen Herrn Dr. Klaus Krech das Goldene Ehrenzeichen.


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