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08.10.05 / Erfolgreicher Flug der V2

© Preußische Allgemeine Zeitung / 08. Oktober 2005

Erfolgreicher Flug der V2

Am Tag der Deutschen Einheit jährte sich zum 63. Mal der erste erfolgreiche Flug der V2-Rakete. Nach drei vorausgegangenen Fehlversuchen startete am 3. Oktober 1942 von Peenemünde ein Exemplar der ersten funktionierenden Groß-Rakete der Welt, um nach einem Flug von 130 Kilometer Weite und 296 Sekunden Dauer planmäßig ins Meer zu stürzen.

Dieses war ein Etappensieg auf einem langen Weg, der schließlich zur US-amerikanischen Mondrakete führte. Den Weganfang bildete spätestens der Wunsch Adolf Hitlers, auf die alliierten Terrorangriffe auf deutsche Städte mit einer "Vergeltungswaffe" antworten zu können. Bei der Entwicklung einer derartigen Vergeltungswaffe gingen Luftwaffe und Heer unterschiedliche Wege. Bei der von der Luftwaffe in nur einem Jahr entwickelten V1 (Vergeltungswaffe 1) handelte es sich um ein unbemanntes Flugzeug von 2,2 Tonnen Startgewicht mit einer Tonne Sprengstoff, das nach einem Katapultstart von einem intermittierenden Staustrahltriebwerk, dem sogenannten Schmidt-Argus-Rohr, angetrieben wurde.

Im Gegensatz zur Luftwaffe setzte das Heer auf eine mit einem Alkohol-Sauerstoff-Gemisch angetriebene Fernrakete. Sie hatte ein Startgewicht von zwölf Tonnen und wie die V1 eine Tonne Sprengstoff. Während von den rund 8000 eingesetzten V1 jedoch acht von zehn durch Flak und Jagdflugzeuge abgeschossen wurden, besaßen die Alliierten gegen die V2 keine Abwehrmöglichkeit.

Kriegsentscheidend wurde die Waffe jedoch nicht mehr, doch machten die US-Amerikaner mit ihr und ihrem wichtigsten Konstrukteur, dem technischen Direktor des Raketenwaffenprojektes der Heeresversuchsanstalt in Peenemünde, Wernher Freiherr von Braun, eine Beute, die sie schließlich bis auf den Mond brachte. M. R.


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