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15.10.05 / Überraschende Vielfalt / Bericht vom Heimattreffen der Neidenburger in Bochum

© Preußische Allgemeine Zeitung / 15. Oktober 2005

Überraschende Vielfalt
Bericht vom Heimattreffen der Neidenburger in Bochum

Bei strahlendem Herbstwetter fand in Bochum unser diesjähriges Heimattreffen statt. Der Saal im Ruhrkongreß war mit 550 Personen gut besetzt. Es war eine größere Zahl von Besuchern in Bochum, die den Weg das erste Mal zu unserem Treffen fand. Von ihnen wurde übereinstimmend gesagt, daß sie sehr positiv überrascht waren, wieviel Informationen sie von den früheren Bewohnern erhalten konnten. Das Treffen begann traditionsgemäß mit der Begrüßung durch den 1. Stellvertreter Jürgen Szepanek, dem das geistliche Wort durch Pfarrer Powirski folgte. Die Oberbürgermeisterin unserer Patenstadt Bochum, Dr. Ottilie Scholz, wurde von ihrer Stellvertreterin Gabriela Schäfer vertreten. Sie übermittelte Grüße der Stadt und machte nochmals deutlich, daß sie von der Landschaft unserer Heimat sehr beeindruckt ist, zumal sie an einer Fahrt mit Oberbürgermeister Stüber teilgenommen hatte und dadurch einen persönlichen Eindruck hat. Nach dem Rechenschaftsbericht vermerkte die Kreisvertreterin dankbar, daß in der Gemeinde Neidenburg und zwar in den Orten Lahna, Skottau und Neidenburg der Deutschunterricht aufgenommen worden ist. Ihr Dank ging in diesem Zusammenhang auch an Albert Wylengowski, den 1. Vorsitzenden der Volksgruppe, der sich mit Nachdruck dafür eingesetzt hatte. Sie machte ferner deutlich, daß wir Ostpreußen, gemeinsam mit allen Vertriebenen an dem Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin festhalten werden und uns zu gegebener Zeit an den Kosten im Rahmen unserer Möglichkeiten beteiligen werden. Sie berichtete auch von ihren Bemühungen auf dem Neidenburger Friedhof ein Lapidarium, als Gedenken für alle Toten unseres Kreises, einrichten zu lassen. Am Ende ihrer Vortrages hatte die Kreisvertreterin die Freude, verdiente Herren unserer Kreisgemeinschaft (KG) auszuzeichnen: Als erstes ging der Dank an Herbert Celler, der gemeinsam mit der Kreisvertreterin seit über 10 Jahren die Bruderhilfe an bedürftige Landsleute in der der Heimat verteilt. In Anerkennung dieser Leistung verlieh sie ihm die silberne Ehrenzeichen der LO. Hermann Janke war der nächste, dem eine Ehrung zuteil wurde. Er ist allen Neidenburgern bekannt und wurde von der Kreisvertreterin als das "Lexikon von Neidenburg" bezeichnet, da er ein profunder Kenner von Stadt, Land, Gebäuden und Menschen ist. Neben seinem Vater war er Mitinitiator des ersten Treffens 1948 in Hannover. Auf Grund seiner dezidierten Kenntnisse hat er ostpreussischen Landsleuten mit Auskünften für den Lastenausgleich behilflich sein können. Beratend war er auch tätig als die beiden Bildbände unseres Kreises erstellt wurden. 1997 erstellte er eine Kurzfassung zur Geschichte des Kreises, die weite Verbreitung fand. Vom Beginn der KG bis 2002 war er Mitglied des Kreistages und zeitweise auch Revisor. Während seiner vielen Reisen in unsere Heimat hat er seine Eindrücke fotografisch festgehalten und in unserem Heimatbrief vielbeachtete Reiseberichte geschrieben. Dies alles war für die LO Anlaß, ihm das goldene Ehrenzeichen zu verleihen.

Herr Gerhard Toffel wurde nach einstimmigem Beschluß des Kreistages zum Kreisältesten auf Lebenszeit ernannt. Herr Toffel ist seit Anbeginn in der KG und hat diese teilweise durch "schwere See" manövrieren müssen. Auch hat er über 50 Jahre beste Kontakte zu unserer Patenstadt Bochum. Dies alles und als Ausdruck besonderen Dankes ist er nun Kreisältester der KG. Diese Auszeichnung kann nur an ein Mitglied verliehen werden. Die Feierstunde wurde musikalisch, wie immer in Bochum, vom Andza-Chor sehr einfühlsam umrahmt.

 

Kreisältester Gerhard Toffel, Goldenes Ehrenzeichen: Hermann Janke, Silbernes Ehrenzeichen: Herbert Celler (v.l.).


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