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15.10.05 / Marxist geblieben / Gesinnung der rot-grünen Bundesminister

© Preußische Allgemeine Zeitung / 15. Oktober 2005

Marxist geblieben
Gesinnung der rot-grünen Bundesminister

Ja, ich bin ein Marxist." "Stalin war so ein Typ wie wir ..." - Nein, dies sind keine Zitate von irgendwelchen Altkommunisten aus grauer Vorzeit, sondern sie sollen von Gerhard Schröder und Joschka Fischer stammen, wie dem Buch "Rot-grüne Lebenslügen - Wie die 68er Deutschland an die Wand gefahren haben" zu entnehmen ist. Zwar haben sie diese Aussagen schon vor einigen Jahren getätigt, doch als "Jugendsünden" sind sie nur schwerlich abzutun. Fischer tat sogar noch Ende der 90er Jahre kund, daß er merke, wie sehr er doch Marxist geblieben sei.

Wie sehr diese Einstellung die rot-grüne Politik der Bundesregierung bestimmte, belegt der Autor Torsten Mann eindrucksvoll. Aber nicht nur Fischer und Schröder haben eine marxistisch geprägte und prägende Lebensphase hinter sich, auch andere Bundesminister der vergangenen sieben Jahre haben einen vergleichbaren Hintergrund. "Der kommunistische Bund (KB) in Göttingen, in dem Trittin als Ideologe aktiv war, begründete in seiner ,Roten Tribüne' unter Hinweis auf Marx das parteiamtliche Nein zur RAF und das grundsätzliche Ja zur Gewalt mit den Worten: ,Die Marxisten betonen stets, daß sie Anhänger der Gewalt seien und in ihr einen revolutionären Faktor sähen ... Die Marxisten sprachen sich für Massenterror aus, aber sie sagten: Die Ermordung dieses oder jenes Ministers ändert an der Sache nichts.'"

Natürlich greift Torsten Mann Joschka Fischers Steinewerfer-Skandal auf und verweist darauf, daß es sich bei der Tat des heutigen Außenministers keineswegs um eine spontane, sondern um eine geplante Aktion handelte. Hier verweist er auf eine Aussage eines Fischer-Begleiters. "Sonntags fuhr die Gruppe im geschlossenen Konvoi zu regelrechten Manövern in den Taunus, wo Fischer mit bis zu 40 Leuten Steineschmeißen in Formation (eine Reihe tief, die nächste hoch), einen Keil bilden oder Gefangenenbefreiung in Dreiergruppen übte."

Da vieles von dem, was der Autor schreibt, die rot-grünen Politiker nicht gerade schmückt, hat er sich schon allein aus eigenem Interesse mehrfach abgesichert, indem er für alle seine Aussagen Belege anführt.

"Was haben sie also erreicht, die 68er, die auf Weisung der Frankfurter Schule auszogen, um eine Revolution zu machen und die alte Gesellschaftsordnung zu stürzen? Nun, die alte Gesellschaft mit ihren Werten, Idealen und den so häufig zitierten Sekundärtugenden wie Ehrlichkeit, Treue, Ordnung, Disziplin, Leistungsbereitschaft und Sauberkeit ist zweifellos zerstört worden." Für den Autor ein unhaltbarer Zustand, über den er sich fast ein wenig zu sehr in Rage schreibt. R. B.

Torsten Mann: "Rot-grüne Lebenslügen - Wie die 68er Deutschland an die Wand gefahren haben", Kopp, Rottenburg 2005, geb., 224 Seiten, 16,90 Euro


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