19.01.2022

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22.10.05 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / 22. Oktober 2005

MELDUNGEN / ZUR PERSON

CDU-General attackiert JU-Vorsitzenden

Berlin - Der Generalsekretär des Berliner CDU-Landesverbandes, Frank Henkel, hat den JU-Bundesvorsitzenden Philipp Mißfelder öffentlich attackiert. Mißfelders Ankündigung, eine Debatte über die Werte des bürgerlichen Lagers zu entfachen (siehe Zitate) komme zum falschen Zeitpunkt. Ein solche Diskussion schwäche die CDU bei den Koalitionsverhandlungen.

 

Schlesier fühlen sich benachteiligt

Görlitz - In der ehemaligen Evangelischen Landeskirche der schlesischen Oberlausitz macht sich nach der Fusion mit der Landeskirche Berlin-Brandenburg Anfang 2004 "Resignation und Verbitterung" breit, meldet die Nachrichtenagentur "idea". Eine intakte Kirchenstruktur sei mit der drittkleinsten Evangelischen Landeskirche Deutschlands (59000 Mitglieder) ohne Grund zerstört worden, zitiert "idea" einen Superintendenten aus der Region.

 

Ein Leben für die Tiere

Bundespräsident Horst Köhler hat den bekannten Tierfilmer Heinz Sielmann vergangenen Sonntag in Lübeck mit dem Deutschen Umweltpreis 2005 ausgezeichnet. Der 88jährige, der sich den Preis mit zwei weiteren Wissenschaftlern teilt, bezeichnete die mit 500000 Euro dotierte Ehrung sichtlich bewegt als Anerkennung seines gesamten Lebenswerks.

1917 in Reydt bei Mönchengladbach geboren zog er mit den Eltern bereits 1924 nach Königsberg, wo er schnell die Liebe zur Küste des Samlandes entdeckte. Früh schenkte ihm die Mutter eine Spiegelreflexkamera, mit der der junge Sielmann auf Naturerkundung ging.

Bereits ein Jahr vor dem Abitur begann er 1937, in der Vogelwarte von Rossitten auf der Kuhrischen Nehrung zu arbeiten und Vorträge in Königsberg zu halten. Zum Abitur 1938 schenkten ihm die Eltern die erste Filmkamera. Mit ihr fand er endgültig seine Berufung. Schon sein erster Tierfilm, "Vögel über Haff und Wiesen", der noch im selben Jahr entstand, wurde auf der Ornithologischen Jahrestagung in Berlin vorgeführt.

Nach dem Krieg arbeitete Sielmann mit den berühmten Verhaltensforschern Konrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeld zusammen. Jedem Deutschen bekannt machte sich Heinz Sielmann schließlich mit der Fernsehreihe "Expeditionen ins Tierreich", die von 1959 bis 1991 in der ARD lief. 1988 zeichnete ihn die Landsmannschaft Ostpreußen mit dem Ostpreußischen Kulturpreis aus.

Tragisch war der frühe Tod seines einziges Sohnes Norbert, der die Leidenschaft des Vaters teilte und ebenfalls Tierfilmer geworden war. Norbert Sielmann starb 1978 an den Folgen einer schweren Kopfverletzung im kenianischen Nairobi.


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