18.01.2022

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29.10.05 / Landsmannschaftliche Arbeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / 29. Oktober 2005

Landsmannschaftliche Arbeit

 

BADEN WÜRTENBERG:

Vors.: Uta Lüttich, Feuerbacher Weg 108, 70192 Stuttgart, Telefon und Fax (07 11) 85 40 93, Geschäftsstelle: Haus der Heimat, Schloßstraße 92, 70176 Stuttgart, Telefon und Fax (07 11) 6 33 69 80

Buchen - Donnerstag, 3. November, 7.30 Uhr (Abfahrt) Fahrt nach Murrhardt im Schwäbischen Wald zum Besuch der Jugenstil-Villa des Zichorienfabrikanten Robert Franck. Abfahrt ist in Hainstadt, weiter über Buchen, Mosbach. Nähere Auskunft unter Telefon (0 62 81) 81 37.

Lahr - Bericht 40jähriges Bestehen der Frauengruppe: Der Vorsitzende Heinz Schindowski begrüßte beim traditionellen Kartoffelsuppe-Essen in einem vollbesetzten Saal in der "Krone" Mitglieder und Freunde, ein besonderer Gruß galt Uta Lüttich, Bundesvorsitzende der Ostpreußischen Frauen. Landsmann Schindowski überbrachte der Frauengruppe zum 40. Gründungstag die Glückwünsche der Landsmannschaft und würdigte die Arbeit von Irma Barraud, die seit 40 Jahren die Gruppe leitet. Die engagierte Leiterin der Frauengruppe erinnerte an die Gründung im Jahre 1965. Die Frauengruppe hat die Landsmannschaft stets bei ihren Jahresveranstaltungen mit Programmbeiträgen unterstützt. 1989 gründete Irma Barraud mit Angela Karl innerhalb der Frauengruppe den "Ostdeutschen Lesekreis", der mit vielen Referaten und anderen Veranstaltungen die Erinnerung an die verlorene Heimat in Tradition bewahrt. Uta Lüttich überbrachte die Glückwünsche des Bundes und Landesvorstandes zum 40jährigen Bestehen der rührigen Frauengruppe, die in dieser Zeit mit rund 440 Veranstaltungen unter dem Motto "Dem Erbe verbunden - der Zukunft verpflichtet" die Erinnerung an die Heimat wachgehalten habe. Mit dem Referat "Ein Leben der Poesie" erinnerte Uta Lüttich an den im 17. Jahrhundert wirkenden Dichter Simon Dach. Von der Frauengruppe wurde dann das bekannte Lied "Ännchen von Tharau" in Wort, Lied und Musik vorgestellt. Zum Schluß wurde wie in jedem Jahr Erntebrot verteilt und mit dem Ostpreußenlied der offizielle Teil beendet.

Schwenningen - Sonnabend, 12. November, Fahrt der Gruppe zur Erntedankfeier nach Aasen bei Donaueschingen. Abfahrtszeiten sind aus dem Rundschreiben 4/5 ersichtlich.

Stuttgart - Sonntag, 13. November, 15 Uhr Videofilm im Haus der Heimat, großer Saal über Menschen und Regionen in Ostpreußen, Videobilder von unseren Veranstaltungen im Jahr - alles mit Beamer auf Großleinwand. - Bericht: Zum Herbstfest hatte sich bei strömendem Regen eine stattliche Besucherzahl im Ratskeller in Stuttgart eingefunden. Die langen Tafeln waren von Frau Marion festlich geschmückt mit leuchtenden Herbstblumen, ebenso wies der Erntetisch auf das Erntefest hin. Ein Flötenkonzert und ein Gedicht bildeten den Auftakt, der Chor folgte mit einem Lied zu Gottes Schöpfung. Die 2. Vorsitzende Margarethe Sorg hatte das Thema gewählt: "ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben" (Joh. 15,5). Sie zeigte in dem Gleichnis die Naturelemente in ihrer großen Bedeutung auf, das gesamte Schöpfungswerk Gottes, dem der Mensch untergeordnet ist und appelierte an den Aufruf Gottes, an seinem Weinberg mitzuarbeiten, um die eigene Lebensernte am Ende unseres Lebens einzubringen. Mit einem Lob- und Danklied beendete sie mit dem Chor diese besinnliche Betrachtung. Die Vielgestaltung der ostpreußischen Landschaften, der Welthandel mit den vielen ostpreußischen Getreidearten - das Land galt als "Kornkammer Deutschlands" sowie den Fleiß in der Landwirtschaft brachten Gedichte und Lieder zum Ausdruck. Der heitere Teil des Festes erfreute die Anwesenden durch die ausgezeichneten Tänze der Egerländer in ihren wunderschönen Trachten und ernteten großen Beifall. Für den ostpreußischen Humor sorgten unsere Theaterspieler Ruth Schulze und Ilse Taege mit den Sketchen in alten Kostümen, wobei die Lachmuskeln heftig in Bewegung gerieten. Der 1. Vorsitzende Helmut Urban dankte Margarethe Sorg und ihren Mitgliedern für das abwechslungsreiche, gelungene Programm mit der Egerländer Tanzgruppe.

 

BAYERN:

Vors.: Friedrich-Wilhelm Böld, Tel. (08 21) 51 78 26, Fax (08 21) 3 45 14 25, Heilig-Grab-Gasse 3, 86150 Augsburg, E-Mail: info@low-bayern.de , Internet: www.low-bayern.de 

Amberg - Dienstag, 8. November, 14.30 Uhr, Treffen im "Altstadthotel", Batteriegasse 2.

Ansbach - Sonntag, 13. November, 15 Uhr Treffen zum Volkstrauertag auf dem Waldfriedhof am Denkmal für die deutschen Opfer im Osten. Gemeinsame Veranstaltung mit allen Ansbacher Landsmannschaften.

Kitzingen - Sonntag, 13. November, 11 Uhr Treffen zum Volkstrauertag. Kranzniederlegung auf dem "Alten Friedhof", anschließend auf dem "Neuen Friedhof" Blumenniederlegung an den Gräbern der unbekannten Soldaten.

München - Sonnabend, 5. November, 14.30 Uhr Dia-Vortrag von Elmar Schmid im Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München. Schmid präsentiert den Dia-Vortrag "Königsberger Gebiet" und das Hörbuch "Mythos Königsberg oder alle Wege führen zu Kant". Es gibt eine gemeinsame Kaffeetafel .

 

BERLIN:

Vors.: Hans-Joachim Wolf, Telefon (03 37 01) 5 76 56, Habichtweg 8, 14979 Großbeeren, Geschäftsführung: Telefon (0 30) 23 00 53 51, Deutschlandhaus, Stresemannstraße 90, 10963 Berlin

LANDESGRUPPE

Mittwoch, 9. November, 13.30 Uhr Treffen der Frauengruppe der LO im Restaurant "Die Wille", Wilhelmstraße. 115, 10953 Berlin. Totengedenken und Referat über Ostpreußen. Anfragen an Marianne Becker, Telefon (0 30) 7 71 23 54.

HEIMATKREISGRUPPEN

Rastenburg - Sonntag, 13. November, 15 Uhr Treffen im Restaurant "Stammhaus", Rohrdamm 24b, 13629 Berlin. Anfragen an Herbert Brosch, Telefon (0 30) 8 01 44 18.

 

BRANDENBURG

Landesvorsitzender: Horst Haut, Oranienburger Chaussee 7, 16515 Schmachtenhagen, Telefon und Fax (0 33 01) 80 35 27. Ehrenvorsitzender: Georg Vögerl, Buggestraße 6, 12163 Berlin, Telefon (0 30) 8 21 20 96, Fax (0 30) 8 21 20 99

LANDESGRUPPE

Sonnabend, 12. November, 10 Uhr Veranstaltung "750 Jahre Königsberg" im Regine-Hildebrand-Haus in Oranienburg, Berlinerstr. In den Räumen befindet sich eine Ausstellung über Königsberg / Ostpreußen. Ein Referent wird zu dem Thema sprechen. Es ist ein Mittagessen vorgesehen. Ein weiterer Referent spricht über das Ende des Zweiten Weltkrieges. Mit einer Kaffeetafel wird die Veranstaltung beendet. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Chor "Viva la Musica" aus Oranienburg. Dazu sind alle recht herzlich eingeladen.

 

BREMEN

Vors.: Helmut Gutzeit, Tel. (04 21) 25 09 29, Fax (04 21) 25 01 88, Hodenberger Straße 39 b, 28355 Bremen. Geschäftsführer: Bernhard Heitger, Telefon (04 21) 51 06 03, Heilbronner Straße 19, 28816 Stuhr

Bremerhaven - Freitag, 11. November, 14 Uhr Treffen der Frauengruppe der Ost- und Westpreußen und des Heimatkreises Elbing zum Heimatnachmittag im Barlach Haus.

 

HAMBURG

Vors.: Hartmut Klingbeutel, Kippingstraße 13, 20144 Hamburg, Telefon (0 40) 44 49 93, Mobiltelefon (01 70) 3 10 28 15. Stellvertreter: Walter Bridszuhn, Friedrich-Ebert-Damm 10, 22049 Hamburg, Tel./Fax. (0 40) 6 93 35 20.

LANDESGRUPPE

Sonnabend, 12. November, 10-17 Uhr Christkindlmarkt der Ostdeutschen Landsmannschaften im Haus der Heimat, Teilfeld 1 (gegenüber S-Bahnstation Stadthausbrücke). Der Ostpreußenstand ist mit einem großen Angebot an Köstlichkeiten aus der Heimat und Literatur vertreten.

HEIMATKREISGRUPPEN

Insterburg - Freitag, 4. November, 14.30 Uhr Monatstreffen in der "Postkutsche", Horner Landstr. 208. Im grauen Monat November soll das gemütliche "Schabbern" uns warm halten.

Sensburg - Sonnabend, 5. November, 15 Uhr Lichtbildervortrag über Bernina- und Glacierexpress in der Schweiz, Sommer 2005 von Günter Kröger im Polizeisportheim, Sternschanze 4, 20357 Hamburg

BEZIRKSGRUPPEN

Hamburg-Bergedorf - Sonnabend, 5. November, Ausflug der Frauengruppe nach Lüneburg zum Ostpreußischen Landesmuseum zum "Museumsmarkt" und Pfefferkuchenstand von Gisela Harder. - Sonnabend, 12. November, 15 Uhr Treffen der Frauengruppe am Hochkreuz auf dem Bergedorfer Friedhof anläßlich des Volkstrauertages. Nähere Informationen bei Gisela Harder, Telefon (0 40) 7 37 32 20.

Harburg / Wilhelmsburg - Montag, 31. Oktober, 12 Uhr Heimatnachmittag im Gasthaus "Waldquelle", Meckelfeld, Höpenstraße 88 (mit Bus 443 bis Waldquelle). Es findet ein Schmand-Schinken-Essen mit einem bunten Rahmenprogramm statt. Anmeldungen für das Essen sind unbedingt erforderlich bei Gertrud Knies, Telefon (0 40) 5 00 09 31.

 

HESSEN

Vors.: Margot Noll, geb. Schimanski, Am Storksberg 2, 63589 Linsengericht, Telefon (0 60 51) 7 36 69

Kassel - Dienstag, 8. November, diesmal schon um 14 Uhr, Treffen im Restaurant "Alt Süsterfeld", Eifelweg, zum beliebten Grützwurstessen. Anschließend - etwa ab 15.30 Uhr - wird ein Video-Film über das alte Königsberg gezeigt.

Wetzlar - Bericht vom Erntedank: Die Tische im Versammlungsraum der Grillstuben in Wetzlar sind festlich mit Obst, Nüssen und Blumen geschmückt. Die Mitglieder und zahlreichen Gäste der Gruppe der Ost- und Westpreußen feiern das Erntedankfest. Pfarrer i.R. Karl Oskar Henning hält eine Andacht über den 104 Psalm. Nach Worten des Gedenkens des Kulturbeauftragten Karl Weyland für den vor 125 Jahren in Posen geborenen und durchsein Werk "Peterchens Mondfahrt" bekannt gewordenen Komponisten Clemens Schmalstich hielt der Vorsitzende Kuno Kutz einen Lichtbildvortrag über das ostpreußische Künstlerehepaar Edith und Walter von Sanden. Während Edith von Sanden (1894 bis 1979) nach seinen Worten zu den namhaften Tierplastikerinnen in Deutschland gehört, habe sich ihr Ehemann Walter (1888 bis 1972) mit seinen Naturbeschreibungen und Landschaftsfotografien einen Namen gemacht. Edith von Sanden, geborene von Schlüter stammte aus Guscht in der Neumark und wuchs im ostpreußischen Gudwallen im Kreis Darkehmen auf, wo ihr Vater als preußischer Land-stallmeister ein großes Gestüt leitete. Nach dem Besuch der Kunstschule in Düsseldorf heiratete sie im Jahre 1914 Walter von Sanden, der in Klein Guja und Launingken im Kreis Angerburg die Güter seiner Familie bewirtschaftete. In seinen Büchern und Erzählungen, die Walter von Sanden in Erinnerung an seine verlorene Heimat unter dem Namen "Walter Guja" veröffentlicht habe, sei es dem ostpreußischen Schriftsteller darum gegangen, seinen Lesern die Einheit von Mensch und Natur vor Augen zu führen. Weit über Deutschland hinaus bekannt gemacht habe sich von Sanden mit seinem Buch "Ingo", in dem er das Zusammenleben mit einem handzahmen Fischotter in seinem Gutshaus schildert. Nach der Vertreibung aus Ostpreußen im jahre 1945 habe sich das Künstlerehepaar im oldenburgischen Hüde am Dümmersee angesiedelt, wo im nahegelegenen Dümmermuseum in Lembruch zahlreiche Plastiken an Edith von Sanden erinnern, berichtete Kutz abschließend. Beim nächsten Treffen der Wetzlarer Kreisgruppe am 14. November um 18 Uhr in den Grillstuben in Wetzlar, Stoppelberger Hohl 128, spricht Dr. Peter Wörster vom Herder-Institut in Marburg über das Leben und Wirken von Herbert Meinhard Mühlpfordt, der sich als Arzt, Sammler und Historiker einen Namen gemacht hat.

 

NIEDERSACHSEN

Vors.: Dr. Barbara Loeffke, Alter Hessenweg 13, 21335 Lüneburg, Telefon (0 41 31) 4 26 84. Schriftführer und Schatzmeister: Gerhard Schulz, Bahnhofstraße 30 b, 31275 Lehrte, Telefon (0 51 32) 49 20. Bezirksgruppe Lüneburg: Manfred Kirrinnis, Wittinger Straße 122, 29223 Celle, Telefon (0 51 41) 93 17 70. Bezirksgruppe Braunschweig: Fritz Folger, Sommerlust 26, 38118 Braunschweig, Telefon (05 31) 2 50 93 77. Bezirksgruppe Weser-Ems: Otto von Below, Neuen Kamp 22, 49584 Fürstenau, Telefon (0 59 01) 29 68. Bezirksgruppe Hannover: Christine Gawronski, Zilleweg 104, 31303 Burgdorf, Telefon (0 51 36) 43 84

Bad Bevensen - Mit einem großen Konzertabend im vollbesetzten Bad Bevenser Kurhaussaal - es waren weit mehr als 400 Gäste - klang die Ost- u. Westpreußen-Woche am Sonnabend, 1. Oktober bewegend aus. Kurt Arndt, Vorsitzender der Gruppe, hatte mit seinem Stellvertreter, Andreas Springer, diese Tage organisiert und mit Unterstützung weiterer Mitglieder sowie des Heimatkreises Wollstein und der Reservistenkameradschaft der Bundeswehr Bad Bevensen zur Durchführung gebracht. Begonnen hatte die Woche mit einem Streifzug durch die Geschichte Ost- u. Westpreußens an dem auch Bürgermeister B. Losiak und Stadtdirektor K. Markuszewski sowie Ratsherr H. Eckert teilnahmen. In seinen Begrüßungsworten zeigte Arndt auf, weshalb die Gruppe diese Woche veranstalte und an die Öffentlichkeit tritt: In Bad Bevensen und Umgebung leben immer noch Menschen der Erlebnisgeneration Ost- u. Westpreußens und in hundertfacher Anzahl deren Nachkommen, Ost- u. Westpreußen waren in ihrer 750-jährigen Geschichte stets ein Pfeiler und Mittler in Mitteleuropa und für Europa. Somit darf die Geschichte Ost- u. Westpreußens nicht beiseite geschoben werden, denn das vielbeschworene Haus Europa hat auch dieser beider Länder Geschichte und Kultur als Fundament. In diesem Jahr sind nicht nur 60 Jahre seit Kriegsende vergangen, sondern vor 60 Jahren begannen auch Flucht und Vertreibung, ein Menschen verachtendes Drama. Ferner stellte Kurt Arndt fest: Auch die Gruppe steht für Frieden und Versöhnung - aber auf der Grundlage der ganzen geschichtlichen Wahrheit - und wir lieben unsere Heimat - wie jeder Mensch seine Heimat liebt. Gezeigt wurden in der Ausstellung Schrift- und Bildtafeln aus der Geschichte und aus dem Ost- u. Westpreußen vor 1945, Fluchtgepäck aus den dramatischen Wochen des Jahres 1945, Erinnerungsstücke, Bücher und so manches mehr. Unterstützung erfuhr die Ausstellung auch durch die Bevenser Firma Hans-Otto Ryll, die zwei Fernsehgeräte kostenlos zur Verfügung stellte, mit denen täglich die Filme "Ostpreußen-Reise 1937" und die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge" den täglich zirka 400 Besuchern durchgehend gezeigt wurden. Nicht unerwähnt sei auch, daß das DRK-Kurheim "Villa im Park" in Bad Bevensen die Ausstellung mit dem unentgeltlichen Überlassen einer Vitrine unterstützte. Der bekannte Fotojournalist, Helfried Weyer aus Buxtehude zeigte Bilder aus der Heimat. Lang anhaltender Beifall der zirka 200 Besucher zeigte, daß hier ein Profi am Werk war, der unbedingt weiter zu empfehlen ist. Mit dem Thema "Das dreigeteilte Ostpreußen in Geschichte und Gegenwart" befaßte sich Dr. phil. Hans-Werner Rautenberg aus Kirchhain in Hessen. Der sehr informative und den eigenen Horizont erweiternde Vortrag mündete in einer intensiven Diskussion. Die Zuhörer dankten Dr. Rautenberg mit lebhaftem Beifall. Neben diesem gut besuchten Vortrag waren viele Zuhörende von dem Augenzeugenbericht Friedrich Johannes Jabs aus Erkrath / Nordrhein-Westfalen besonders ergriffen. Überhaupt war in dieser Woche sehr viel Wehmut und auch Sehnsucht spürbar. Fest steht: Die heimatlichen Wurzeln sind nicht vergessen - im Gegenteil. Dieses kam auch am Sonnabend beim großen Konzertabend durch Ulrike Tusk, geb. Arndt, zum Tragen, die sich zunächst zu ihren ostpreußischen Wurzeln bekannte und anschließend das Agnes Miegel-Gedicht "Es war ein Land" in beeindruckender Weise vortrug. Für die Musik waren das Blasorchester "Die Original Calenberger" aus Gehrden bei Hannover unter der Leitung von Rainer Großer und der Augustus-Chor aus Lüneburg mit dem Chor-Direktor Heinz Egon Kretzer zuständig. Eingebunden in diese großartige Veranstaltung war eine Ehrung. Der Vorsitzende Kurt Arndt führte in seiner kurzen Laudatio aus: Ich ehre einen Menschen, der sich um Ost- u. Westpreußen verdient gemacht hat. Obwohl nur ein gewisser "Anteil Provinz Posen" in seinen Adern pulsiert, sein Vater stammt aus der Provinz Posen, hat er sich Ost- u. Westpreußen geschichtlich verschrieben. Und nicht nur Ost- u. Westpreußen - nein - er ist auch Gründungsmitglied des in diesem Jahr ins Leben gerufenen Vereins "Historisches Bevensen". Ohne zu übertreiben stelle ich fest, daß ohne seine Person zum Beispiel auch diese Ost- u. Westpreußen-Woche nicht hätte durchgeführt werden können. Meine Damen und Herren, in Anerkennung seiner unermüdlichen Arbeit für Ost- u. Westpreußen verleiht die Landsmannschaft Ostpreußen, Andreas Springer das Verdienstabzeichen. Zum Schluß dieses großartigen Konzertabends erklang von Chor und Blasorchester gemeinsam der "Gefangenenchor" aus Verdis Oper Nabucco. Und hier schloß sich auch der Kreis der Ost- u. Westpreußen-Woche: "Teure Heimat, wann sehn wir dich wieder, in Gedanken wir stets bei dir verweilen..."

Helmstedt - Würdigung Ingeborg Voigt aus Laskowitz, Kreis Schwetz, geboren am 19. Oktober 1920: Steter Einsatz für die Heimat prägte ihr Leben. Jahrzehnte war sie ehrenamtlich im Kreis und der Stadt Helmstedt tätig. In Graudenz besuchte sie die Goethe-Schule und wurde im Krieg zur Krankenschwester ausgebildet. Als Rote-Kreuz-Schwester half sie vielen Verwundeten. Den Kontakt zur Heimat pflegte sie mit Besuchen und Hilfssendungen. Mit großer Selbstverständlichkeit kümmerte sie sich um die alten und kranken Mitglieder in Helmstedt. Sie war ebenfalls Initiatorin, daß sich die Gruppe immer am fBasar des Kuratoriums Unteilbares Deutschland beteiligte. Von dem Erlös konnten von 1965 bis 1989 viele Pakete gepackt werden. 1997 erhielt sie die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Von der Landsmannschaft Westpreußen bekam sie die goldene Ehrennadel. Vor zwei Jahren bat sie mich ihre Arbeit fortzusetzen und war zufrieden. An einem Volkstrauertagsgottesdienst und der Weihnachtsfeier 2003 konnte sie noch teilnehmen.

Rinteln - Donnerstag, 10. November 2005, ab 15 Uhr, Treffen im Hotel "Stadt Kassel", Klosterstraße 42 in Rinteln. Dr. Hans-Walter Butschke, Lemgo, wird über "Finnland in Geschichte und Gegenwart" sprechen.

Wilhelmshaven - Bericht: Ein unterhaltsamer Erntedanknachmittag wurde der hiesigen Gruppe geboten. In seiner Begrüßung gab der 1. Vorsitzende, Dr. Karl-Rupprecht Sattler, die anliegenden Termine bekannt und konnte Ehepaar Giese als neue Mitglieder begrüßen. Im Anschluß folgten Lesungen und Gedichte, teils auch im heimatlichen Dialekt vorgetragen von Monika Fobbe, Erika Guddusch, Elfriede Helldobler, Dr. Sattler und Werner Penner. Außerdem fand jeder Teilnehmer eine Überraschung vor, die Frau Wittig besorgt hatte. Es wurde auch an den Wirt des Hauses "Graf Spee" gedacht, der die Tische herbstlich dekoriert hatte. Beim Singen der herbstlichen Lieder hat uns Gerhard Paga mit seinem Keyboard unterstützt. In seinem Schlußwort dankte der 1. Vorsitzende allen, die dazu beigetragen haben, den gut besuchten Nachmittag zu gestalten. Unser Heimatlied "Land der dunklen Wälder" krönte den Abschluß.

 

NORDRHEIN WESTFALEN

Vors.: Jürgen Zauner, Geschäftsstelle: Werstener Dorfstraße 187, 40591 Düsseldorf, Tel. (02 11) 39 57 63. Postanschrift: Buchenring 21, 59929 Brilon, Tel. (0 29 64) 10 37, Fax (0 29 64) 94 54 59

Bielefeld - Donnerstag, 10. November, 15 Uhr Ostpreußisch Platt in der Wilhelmstraße 13, 6. Stock.

Düsseldorf - Donnerstag, 10. November, 19 Uhr Offenes Singen mit Barbara Schoch im Gerhart-Hauptmann-Haus (GHH), Raum 412, 312. - Freitag, 11. November, 19 Uhr Gänseessen im Restaurant "Pils", Schlesische Straße 92 (Eller-Lierenfeld), erreichbar mit Bussen 721, 722, 724 bis Haltestelle "Richardstraße". Anmeldungen bis zum 5. November unter Telefon (0211) 682318 erforderlich. Stammtisch fällt aus! - Sonnabend, 12. November, 10 Uhr Trachtenschneiderkurs. Anmeldung bei Monika Brands, Telefon (0 22 34) 27 95 46.

Haltern - Bericht vom Erntedankfest: Über 140 Gäste aus ganz Nordrhein-Westfalen konnte der Vorsitzende des BdV, Kurt Peters, zum Erntedankfest am 2. Oktober im Seehof Haltern am See begrüßen. Der BdV feiert diese Tradition an jedem Erntedank-Wochenende seit 1948. BdV-Vorsitzender Kurt Peters betonte, das Fest erinnere an die Heimat in Ostdeutschland. Die stellvertretende Bürgermeisterin Renate Sauerbier begrüßte die Landsmannschaften im Namen der Stadt Haltern. In ihrer Begrüßungsrede stellte sie klar: "Wir können dankbar sein, heutzutage in einem gemäßigten Klima zu leben und daß wir Hungersnot seit 60 Jahren nur noch vom Hörensagen kennen". Kurt Peters begrüßte außerdem den neuen Fraktionschef der CDU, Franz Schrief sowie Hiltrud Schlierkamp (CDU), und die ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin Heide Pannhorst (SPD). Die Festansprache hielt die Ostpreußin Christel Skiba. Für Begeisterung sorgte vor allem ihr selbstgedichtetes Heimatlied "Oh Ostpreußen Land der Eichen" umgetextet auf die Melodie des Wolgaliedes. Für den musikalischen Rahmen sorgten der Singkries St. Marien und Andreas Viemann mit seiner Band. Der mitteldeutsche Tanzkreis aus Herten begeisterte mit alten Volkstänzen die Gäste. Zwischendurch wurde Kaffee und Kuchen serviert. Gegen 17 Uhr wurde der Höhepunkt eingeläutet. Der Vorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, Gerhardt Adolph, proklamierte das diesjährige Erntepaar Liesel und Josef Gellermann. Sie nahmen auf geschmückten Ehrenstühlen Platz. Der mitteldeutsche Tanzkreis brachte die von Annemarie und Emil Slaby gefertigte Erntekrone herein. Der Tanzkreis tanzte um das Ehepaar herum. Mit Erntesprüchen wurden von den Kindern der Deutschen aus Rußland der Erntefrau Blumen überreicht und der Ernteherr wurde mit einem Roggenband ums Handgelenk gebunden. Sie mußten sich mit kleinen Geschenken freikaufen. Nach der Dankesrede des Ernteherrn und dem Lied "Nun danket alle Gott" begann der Tanz um die Erntekrone. Er wurde vom Erntepaar eröffnet. Nach dem offiziellen Teil fand die Verlosung der Erntegaben statt, bei der es sehr schöne Gewinne gab. Anschließend konnte bis in den späten Abend das Tanzbein geschwungen werden. Der Vorsitzende der Ost- und Westpreußengruppe Adolf Nowinski warb dabei für die nächste Aktion: Im November wird es eine Ausstellung in der Sparkasse geben, in der Bilder der Städte Königsberg und Osterode zu sehen sein werden. Hermann Kremer (Alexandrowa-Museum) wird sich an dieser Ausstellung ebenfalls beteiligen, indem er Modelle vom Königsberger Schloß und Dom zur Verfügung stellt. BdV Vorsitzender Peters zog ein positives Fazit: "Die Resonanz war gut, und das Programm hat allen Spaß bereitet."

Neuss - Sonntag, 13. November, 11 Uhr Teilnahme der Gruppe an der Feierstunde zum Volkstrauertag auf dem Hauptfriedhof in Neuss. Rheydter Straße. - Bericht: Eine große Busreise in die Heimat Ostpreußen wurde durch den Vorsitzenden der Neusser Gruppe, Peter Pott, organisiert. Die Fahrt führte von Neuss über Stettin, Danzig, Marienburg, dem Oberland-Kanal nach Königsberg und zur Kurischen Nehrung. Anschließend nach Lötzen. Über Thorn, Stettin nach Neuss war die Rückreise. Bei durchwachsenem Wetter sind 42 Personen gestartet - ein Westpreuße, zwei Pommern, drei Schlesier, neun Ostpreußen und 27 aus Neuss. Alleine von den 27 Personen aus Neuss und Umgebung kamen 14 Teilnehmer aus Neuss-Rosellerheide. Eine Stadtführung in Stettin wurde gemacht und eine Frau hat die Straße, in der sie als Kind wohnte und vertrieben wurde, wiedergefunden. Ebenso ein Mann aus Cissau, Krs. Neustadt Pommern, hat sein Geburtshaus wieder gefunden. In Danzig war eine Stadtführung und alle waren fasziniert von der Schönheit dieser Stadt, die nach dem Krieg original aufgebaut wurde. In der Kaschubei gab es mit Kindern einen Folkloreabend, bei dem die Kinder die Reisegäste mit ihren Tänzen und Singen begeisterten. Man spürte es, wie diese Kinder mit dem Herzen dabei waren. Ein Orgelkonzert im Frauenberger Dom mit anschließender Führung war auch Inhalt des vielseitigen Programms. Die Fahrt wurde anschließend nach Königsberg in die russische Exklave fortgesetzt. Zur 750-Jahrfeier der Stadt Königsberg war das Zentrum renoviert worden und die Häuser erhielten einen Anstrich. Kam man aber von dieser Straße ab in die Seitenstraßen, so war es ein schreckliches Bild was aus dem einst schönen Königsberg geworden ist. Von Königsberg fuhren wir zur Kurischen Nehrung und zur Vogelwarte Rossitten. Hier wurde den Gästen erklärt, wie die Vogelwarte auch mit den Deutschen zusammen arbeitet. Nach vielen bedrückenden Bildern vom Königsberger Gebiet setzte man die Fahrt nach Masuren fort und wohnte in der Stadt Lötzen. Es gab Ausflüge zur Wallfahrtskirche Heiligelinde, zur Wolfsschanze, nahe Rastenburg, zum Venedig Masurens nach Nikolaiken und eine Schiffsfahrt auf den masurischen Seen. Es gab eine Folkloreaufführung einer professionellen Gruppe aus Lötzen, und ein Nachmittag war organisiert beim "Deutschen Kulturellen Verein" in Lötzen. Dieser Verein, (Die deutsche Minderheit), durfte sich erst nach 1989 organisieren. Sie erhielten auch Zuschüsse, die aber mittlerweile gestrichen wurden und somit kämpft dieser Personenkreis um kulturelles Überleben. Der Deutsche Kulturelle Verein wurde auch mit einer Geldspende bedacht und die evangelische Kirche in Lötzen. Die Spende für die Kirche wird für die Renovierung der Glocken eingesetzt. Es war ein hervorragender Nachmittag und viele Reisegäste waren begeistert und sagten: "So etwas kennt man bei uns gar nicht mehr." Zum Abschluß dieser großen Ostpreußenreise war ein Grillabend organisiert, und die Teilnehmer konnten eine Kutschenfahrt durch den Wald machen. Nach neun Tagen trat man die Heimreise an und es wurde die Stadt Thorn noch besichtigt, und Thorner Katrinchen eingekauft. Trotzdem, daß ein ostpreußischer Landsmann in Lötzen verstorben ist, dieser Tod einen Schatten über die Gruppe warf, waren alle Gäste sehr beeindruckt von dem schönen Ostpreußen und sehr zufrieden. Von dieser Reise muß gesagt werden, es war auch eine Reise der Völkerverständigung, auf die der Vorsitzende, Peter Pott, sehr viel Wert legt. Im Jahr 2007 wird wieder eine große Ostpreußenreise gestartet und es liegen auch schon die ersten Anmeldungen vor.

Schwelm - Sonntag, 13. November, 10.30 Uhr Treffen am Stein in der Döinghauserstr. zum Volkstrauertag.

Wesel - Sonnabend, 12. November, 16 Uhr Kulturabend in der Heimatstube.

Witten - Sonntag, 13. November, 11 Uhr Treffen zum Volkstrauertag mit BdV-Kranzniederlegung im Lutherpark.

 

SACHSEN

Vors.: Erwin Kühnappel. Geschäftsstelle: Christine Altermann, Telefon und Fax (03 71) 5 21 24 83, Trützschlerstraße 8, 09117 Chemnitz. Sprechstunden Dienstag und Donnerstag, 9 bis 16 Uhr

Freiberg - Bericht von der Reise ins Land der dunklen Wälder: Um 4 Uhr morgens machte sich Landsmann Unfried auf den Weg, um in Freiberg die Landsleute Harwardt, Krüger, Lau und Randt einzuladen; denn wir wollten nach Uhlenhorst (Lipki) im nördlichen Ostpreußen fahren. Über die Autobahn gelangten wir nach Dresden, wo sich zu uns noch Landsmann Rockel, Schatzmeister des BdV-Landesverbandes Sachsen, gesellte. Um 8.55 Uhr überquerten wir in Küstrin die deutsch-polnische Grenze. Wir fuhren über Landsberg, Deutsch Krone, Schlochau, Preußisch Stargard, Marienburg, Elbing und erreichten um 17 Uhr Frauenburg mit seiner beeindruckenden Burg, dem Kopernikusdenkmal und verweilten am Gedenkstein für die 450000 Opfer der Haffüberquerung im Frühjahr 1945. Am Haff stehend, hat sich gewiß jeder für sich die schrecklichen Bilder ausgemalt. Um 18 Uhr standen wir in Braunsberg vor dem Katharinenstift, das uns ein reichliches Abendbrot, Übernachtung und am nächsten Morgen ein stärkendes Frühstück bot. Am nächsten Tag brachen wir bereits vor 8 Uhr in Braunsberg auf und erreichten 8.15 Uhr den Grenzübergang in das Königsberger Gebiet, den wir nach umfangreichen Kontrollen um 9.25 Uhr verlassen konnten, um in Richtung Königsberg weiterzufahren. Vorher mußten wir unsere Uhren vorstellen. In Königsberg angekommen, besichtigten wir den Dom und das Kantdenkmal. Für mich war auch das Überqueren des Pregels ein Erlebnis. Weiter ging unsere Fahrt in Richtung Insterburg. Am Stadtrand am Gestüt und Hotel "Georgenburg" rasteten wir, verzichteten aber wegen der enormen Preise auf eine Führung. Nach einigen Besorgungen verließen wir Insterburg, stoppten unsere Fahrt jedoch in unmittelbarer Nähe Insterburgs, um einen russisch-deutschen Soldatenfriedhof zu besuchen, auf dem zikra 4000 deutsche Soldaten des Zweiten Weltkrieges ihre letzte Ruhe fanden. Gegen 17.40 Uhr erreichten wir Uhlenhorst (Lipki). Nach herzlicher Begrüßung durch Familie Kraus bezogen wir unser Quartier in der Begegnungsstätte, an deren Entstehung der BdV-Kreisverband Freiberg großen Anteil hat. Auf dem Weg dorthin stellte Landsmann Unfried bedeutende Veränderungen fest: Es waren ein Brunnenhaus und ein Kinderspielplatz entstanden, die neben dem Nutzen auch das Aussehen des Dorfes verschönten. Nach einem reichlichen und schmackhaften Abendbrot im Hause Kraus ließen den anstrengenden, aber interessanten Tag besinnlich ausklingen. Am Sonnabend nach dem Frühstück, das Landsmann Randt für uns zubereitet hatte, fuhren wir nach Georgenfelde, dem Geburtsort von Landsmann Lau, um Spenden, Fotos, die russische Übersetzung eines Teils der Ortschronik und einen Krankenstuhl zu übergeben. Unterwegs machten wir am Masurischen Kanal, der gereinigt worden war, halt. Nach Lipki zurückgekehrt, fuhren wir nach Gumbinnen mit kurzem Halt in Nemmersdorf, wo ein Denkmal nur an die sowjetischen Opfer erinnert. In Gumbinnen angekommen, besichtigten wir das berühmte Elchdenkmal. Danach ging es weiter nach Trakehnen, wo wir uns zuerst in der "Alten Apotheke" stärkten. Dabei boten uns zwei deutschsprechende Kinder und ihre Musiklehrerin ein nettes Programm dar. Nach Uhlenhorst zurückgekehrt, erfreuten wir die Dorfbewohner mit einer Grillfete anläßlich des 10jährigen Bestehens der Begegnungsstätte, bei der auch der evangelische Pfarrer zugegen war und in deren Verlauf Dank für die jahrelange vielfältige Unterstützung und Hilfe gesagt wurde. Es wurden auch viele interessante Unterhaltungen geführt. Spät am Abend sahen wir uns noch ein Video über das Entstehen der Begegnungsstätte an. Am Sonntag verließen wir gegen 9.30 Uhr Ortszeit Uhlenhorst, nachdem wir uns herzlich verabschiedet hatten und von guten Wünschen begleitet wurden. Auf der Rückfahrt fuhren wir über Jänichen in Richtung Staashausen, Taplaken, Wehlau, Tapiau bis zum Königsberger Ring über Seligenfeld und Prappeln, dann auf der A194 über Ludwigsort nach Heiligenbeil. Nachdem nach langer Wartezeit alle Formalitäten an der Grenze erledigt waren, konnten wir diese überqueren. Erschöpft erreichten wir Braunsberg und waren froh, im dortigen Katharinenstift ein reichhaltiges Abendessen und eine erholsame Übernachtung zu finden. In allem war der Lebensgrundsatz der Schwestern "Ora et labora! - Bete und arbeite!" zu spüren. Ausgeruht traten wir am nächsten Tag die Heimreise an. Über Elbing, Danzig, Lauenburg, Stolp mit vorherigem Stop in Lupow, Schlawe, Kösling und Naugard erreichten wir den Grenzübergang in Pomellen und waren am späten Abend wieder in Freiberg. Für mich als Pommer war es eine interessante und erlebnisreiche Fahrt. Beglückend die schier unüberschaubare Weite des wunderschönen Landes, be-drückend allerdings die kilometerweit versteppten Flächen der einstigen Kornkammer Deutschlands. Nur hin und wieder erinnerten Ruinen an einstiges menschliches Leben.

Limbach-Oberfrohna - Bericht der Harzfahrt: Nach drei vorhergegangenen Fahrten 2005, einmal nach Berlin zum Deutschlandtreffen der Ostpreußen und zwei Fahrten in das Königsberger Gebiet anläßlich 750 Jahre Königsberg, fuhr ein vollbesetzter Bus für sechs Tage in den Harz. Veranstalter war die Gruppe Limbach-Oberfrohna. Deren Vorsitzender Kurt Weihe hatte die Fahrt bestens organisiert und vorbereitet. Das Ziel war Bad Sachsa, jenseits der ehemaligen innerdeutschen Grenze - den Reisenden kaum bekannt. Bad Sachsa ist ein kleines sauberes Städtchen mit freundlichen Bewohnern und die Betreiber der Pension "Ursula" taten ihr Bestes, um die Gäste zu verwöhnen. Ein wunderbares Spätsommerwetter verlockte zu Ausflügen. So führte der erste Ausflug mit der Brockenbahn von "Drei Annan Hohne" auf den Brockengipfel. Es blieb genügend Zeit, den Gipfel individuell zu erkunden. Bei dem herrlichen Wetter ein Vergnügen. Ein bleibendes Erlebnis war auch die große Harzrundfahrt. Es ging durch Orte und Landschaften, die für uns früher nicht erreichbar waren. Alles zu erwähnen wäre zu umfangreich. Bemerkenswert wäre wohl der Besuch des Welfenschlosses bei Herzberg. Dort in der Gegend befand sich früher die Waffenschmiede des Herrschergeschlechts. Es war möglich, in einer Ausstellung die Büchsenmacherei vom Rohling bis zur Flinte zu verfolgen. Der Höhepunkt war wohl der Besuch der alten Kaiserstadt Goslar. Während einer Fahrt mit der Goslarer Bimmelbahn konnte man in der Altstadt sich in alte Zeiten zurückversetzen und die alten Bauten bewundern. Bei Bad Sachsa wurde das Grenzmuseum besucht. Dort kann man sich über die Geschehnisse an der innerdeutschen Grenze informieren. Auch das Städtchen verlockte zu einem Ladenbummel und der nahe Kurpark bot Entspannung. Die Abende vereinte alle auf der schönen Terrasse des Hauses und zum letzten Abend erfreute uns eine Folkloregruppe mit Zithermusik. Unsere Heimfahrt wurde dazu genutzt, um den Kyffhäuser zu besuchen. Abschließend ein Dankeschön dem Ehepaar Weihe und dem Reiseunternehmen "Hövo" aus Lichtenstein für diese schöne Fahrt.

 

SACHSEN ANHALT

Vors.: Bruno Trimkowski, Hans-Löscher-Straße 28, 39108 Magdeburg, Telefon (03 91) 7 33 11 29

Aschersleben - Donnerstag, 10. November, 14 Uhr Jahreshauptversammlung mit Wahl im Bestehornhaus in Aschersleben.

Magdeburg - Freitag, 11. November, 16 Uhr Singeproben im "TUS Neustadt" - Sonntag, 13. November, 14 Uhr monatliches Gesamtreffen im "SV Post".

 

SCHLESWIG HOLSTEIN

Vors.: Edmund Ferner. Geschäftsstelle: Telefon (04 31) 55 38 11, Wilhelminenstr. 47/49, 24103 Kiel

Bad Schwartau - Mittwoch, 9. November, hält Oberstudiendirektor a.D. Harald Breede den Lichtbild-Vortrag "Königsberg verzeih". Er zeigt in Überblendtechnik alte und neue Aufnahmen, die deutlich machen sollen, was Königsberg angetan wurde.

Kiel - Sonntag, 13. November, 10.30 Uhr Treffen zum Volkstrauertag. Kranzniederlegung am Kreuz für die Toten der Vertreibung auf dem Friedhof Eichhof. Treffpunkt ist der Haupteingang.

Neumünster - Mittwoch, 9. November, 15 Uhr Treffen im Restaurant "Am Kantplatz". Die Ernährungsberaterin Rita Peglow referiert über "Gesund und fit im Alter durch gesunde Ernährung". Gäste sind willkommen. - Bericht vom Erntedank: Bei der Veranstaltung am 12. Oktober konnte die 1. Vorsitzende Brigitte Profé zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßen. Unsere Veranstaltung stand ganz unter dem Motto "Erntedank". Die Geburtstagskinder wurden mit einem Ständchen bedacht. Musikalisch wurde die sangesfreudige Gruppe von Nora Kawlath auf dem Akkordeon begleitet, die den Nachmittag mit Traute Weber musikalisch gestaltete. Über das Erntedankfest, die Bräuche und Bedeutung berichtete B. Profé ausführlich. Wenn nach einem Sommer des Reifens das Korn geschnitten, das Obst gepflückt und die Bodenfrüchte geerntet werden, so ist nicht nur der Bauer zufrieden und dankbar. Es ist immer ein Anlaß für ein frohes Erntedankfest. Erhard Kawlath berichtete vom Deutschlandtreffen und der 750-Jahrfeier in Königsberg. Heinz-Wilhelm Weck und Lieselotte Juckel erzählten übers Reisen nach Rastenburg und Ragnit. Hildegard Podzuhn, Traute Weber und Herr Rudat


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