27.01.2022

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29.10.05 / AUS DEN HEIMATKREISEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / 29. Oktober 2005

AUS DEN HEIMATKREISEN

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HEILIGENBEIL

Kreisvertreter: Siegfried Dreher, Telefon (0 41 02) 6 13 15, Fax (0 41 02) 69 77 94, Papenwisch 11, 22927 Großhansdorf

Unser Kreistreffen 2005 - Da war was los! So ein Kreistreffen war ja immer ein Höhepunkt des Jahres für uns Heiligenbeiler. Und auch in diesem Jahr war es wieder spitze! Aber Eines nach dem Anderen: Bereits am Freitag trafen sich unsere Paten und Vertreter der Kreisgemeinschaft zum Patenabend. Dieser Abend bei Matjeshering und auch etwas Bärenfang konnte das Verhältnis zu unseren Paten intensivieren, das gegenseitige Verstehen vertiefen. Hier präsentierte dann auch unser 2. Vorsitzender Georg Jenkner das neueste Buch der Kreisgemeinschaft: "Die Güter des Kreises Heiligenbeil". Der Autor, der Architekturhistoriker und Forscher der ostpreußischen Gütergeschichte, Wulf D. Wagner (Berlin), berichtete eindrucksvoll über die Entstehung des Buches. Des weiteren wurde die Bürgermeisterin der Patenstadt Lehrte, Jutta Voss, mit der silbernen Ehrennadel der Kreisgemeinschaft ausgezeichnet. Am Sonnabend fand um 11 Uhr im feierlichen Rahmen die Gedenkminute und die Blumenniederlegung am Gedenkstein in Burgdorf statt. Anschließend wurde im Stadtmuseum Burgdorf die Sonderausstellung "Das Kirchspiel Bladiau und seine Dörfer" eröffnet. Neu war dieses Jahr der Bustransfer, der die Landsleute zum Gedenkstein und zurück brachte, für so manchen eine angenehme Erleichterung! Schon ab 9 Uhr war das Veranstaltungszentrum für die Besucher aus nah und fern geöffnet. Und hatte es letztes mal noch so hier und da bei der Bewirtung geklemmt, hatte sich dieses Jahr unser Veranstaltungswirt so richtig ins Zeug gelegt und alles klappte wie am Schnürchen. Da war vielleicht ein Leben in den Räumen. Der Büchertisch, der Bernsteinstand und besonders die Bücher der Kreisgemeinschaft waren sehr gefragt. Und fast 700 Heiligenbeiler tummelten sich in den Räumen. Das war ein Wiedersehen! Von der Kreistagssitzung / Mitgliederversammlung wurde bereits berichtet. Sie fand im Veranstaltungszentrum in einem harmonischen Rahmen statt. Hier wurden unter anderem die Kirchspiel- und Stadtvertreter neu gewählt. Jetzt wurden auch die Sondertreffen der Gemeinde Schwengels, des Kirchspiels Bladiau und des Kirchspiels Deutsch-Thierau durchgeführt. Ich denke, das wichtigste bei allem Programm aber blieb das Wiedersehen mit den lieben Menschen, die man oft seit Kindesbeinen kennt. Schade, für jeden, der nicht dabei sein konnte. Aber vielleicht wird es ja was im nächsten Jahr? Ab 16 Uhr präsentierte Wulf D. Wagner Dias zu seinem neuen Buch über "Die Güter des Kreises Heiligenbeil". Der Saal war sehr gut gefüllt mit beeindruckten Zuschauern. Um 18 Uhr begann dann unser "Bunter Abend". Unser Alleinunterhalter sorgte für den musikalischen Rahmen. Leider war der von vielen sehr erwartete Shantychor "Graf Luckner" kurzfristig ausgefallen, da der Leiter des Chores plötzlich erkrankt war. So war unser Programm etwas kürzer. Dafür hatten alle mehr Zeit zum plachandern. Die Volkstanztruppe des "Tanzkreis Lehrte" brachte uns ein buntes Potpourri internationaler Volkstänze. Da kam Stimmung auf. Schließlich stimmte Landsmann Christian Perbandt einige Lieder zum gemeinsamen Singen an. Und ich kann nur sagen, es war schön, all die Landsleute, jung und alt, gemeinsam das Ostpreußenlied singen zu hören. Da kommt kein Chor mit! Schließlich klang der Abend mit Musik, Tanz und Heiterkeit besinnlich aus. Am Sonntag ging es ab 9 Uhr so richtig schön weiter. Ein Höhepunkt war die Feierstunde, die wieder sehr gut besucht war. Vorstandsmitglied Horst Neumann hielt die würdige Totenehrung. Kreisvertreter Siegfried Dreher begrüßte die Gäste, und Hella Zugehör bereicherte die Feierstunde mit ihrem Gedichtvortrag. Das Grußwort für die Patenschaftsvertreter hielt die Lehrter Bürgermeisterin Jutta Voss mit Herz und Charme. Der Höhepunkt aber war der Festvortrag von Lorenz Grimoni über "750 Jahre Königsberg". Er leitete uns ein Stück durch die Geschichte der Stadt und zeigte auf, welches Erbe uns die Kinder dieser Stadt im kulturellen und wissenschaftlichen Bereich hinterlassen haben. Mit der 3. Strophe des Deutschlandliedes endete die Feierstunde. Aber damit war noch lange nicht Schluß! Noch ungezählte Gespräche wurden geführt. Und viele, viele Erinnerungen wurden ausgetauscht. Ich kann nur sagen, es war ein sehr schönes Treffen, und ich freue mich schon auf das nächste Jahr: am 9. und 10. September im Veranstaltungszentrum Burgdorf!

Ehrungen anläßlich unseres Kreistreffens: Im Rahmen unseres Kreistreffens wurden folgende Persönlichkeiten für ihre Verdienste geehrt: Jutta Voss, Bürgermeisterin unserer Patenstadt Lehrte sowie die sehr erfolgreichen Kirchspielvertreter des Kirchspiels Heiligenbeil-Land, Rudi Helwing und Martin Coch. Wir gratulieren! Reisen der Kreisgemeinschaft: Die Stadtvertreterin der Stadt Heiligenbeil, Ursula Godzina, Grietgen-Haaks-Str. 4, 47877 Willich, Telefon: (0 21 54) 73 44, Fax (0 21 54) 81 10 43, lädt zu folgender Reise ein: vom 10.-18. Juni 2006, 9-tägige Reise ab Düsseldorf über Hannover mit Zustiegsmöglichkeiten entlang der Reiseroute bis nach Polen. Einige Stationen zur Besichtigung: Danzig, Frische Nehrung, Elbing, Rundfahrt durch den Kreis Heiligenbeil, Pillau, Rauschen, Königsberg, Marienburg, Thorn, Posen. Kosten: Preis p.P. 695 Euro, EZZ 155 Euro, Visagebühr. 55 Euro. Eine weitere Reise wird vom Kirchspielvertreter von Bladiau, Konrad Wien, Hamburger Str. 4, 21224 Rosengarten, Telefon + Fax (0 41 08) 49 08 60 angeboten: Reise in den nördlichen Teil des Kreises Heiligenbeil. Vom 29. April bis 05. Mai 2006 7 Tage: 495 Euro (inkl. Visum) Einzelzimmerzuschlag für die ganze Reise beträgt 75 Euro, 4 Übernachtungen in Heiligenbeil, Übernachtung in Elbing oder Frauenburg auf der Hinfahrt, Übernachtung in Stolp oder Stettin auf der Rückfahrt. Im Fahrtpreis enthalten, pro Person im Dopellzimmer Halbpension, Reise-Rück-tritt- und Krankenversicherung-Sondergenehmigung für Pillau, Insolvenzversicherung-Straßen- und Grenzgebühren-Deutschsprachige Reiseleitung während der Reise im modernen Panorama Reisebus mit Theaterbestuhlung. Reiseunterlagen können bei Ldm. Konrad Wien, Hamburger Str.4, 21224 Rosengarten, angefordert werden, Telefon ab 18 Uhr (0 41 08) 49 08 60, Anmeldung für die Fahrt bis 1. Januar 2006.

 

KÖNIGSBERG LAND:

Kreisvertreterin: Gisela Broschei, Bleichgrabenstraße 91, 41063 Mönchengladbach, Telefon (0 21 61) 89 56 77, Fax (0 21 61) 8 77 24

Geschäftsstelle: Die Geschäftsstelle ist vom 28. Oktober bis 25. November geschlossen. In diesem Zeitraum gewünschte Führungen durch unser Samland-Museum bitte mit drei Tagen Vorlauf im Foyer des Preußen-Museums, Telefon (05 71) 8 37 28 24 anmelden.

Ostpreußen-Kalender: Der Ostpreußenkalender 2006 ist da! Nähere Informationen bei Herbert Laubenstein, Telefon / Fax (0 23 32) 8 05 77.

Hauptkreistreffen der Kreisgemeinschaft Landkreis Königsberg - Vor 55 Jahren wurde die Heimatkreisgemeinschaft Landkreis Königsberg (Pr.) e.V. gegründet; vor 50 Jahren übernahm der Landkreis Minden (heute Landkreis Minden-Lübbecke) die Patenschaft über die Kreisgemeinschaft. Dieses Doppeljubiläum hat die Kreisgemeinschaft am Wochenende des 3. und 4. September 2005 in Minden feierlich begangen. Schon am Sonnabend fand ein wichtiges Ereignis statt: Die Eröffnung des Samland-Museums, das sich aus der Heimatstube im Kreisjugendheim auf der Lutternschen Egge im Jahre 1955 über das Ostpreußenzimmer im neuen Verwaltungsgebäude des Landkreises im Jahre 1976 schließlich zum Samland-Museum entwickelt hat. In idealer Umgebung - in der obersten Etage des Preußen-Museums kann die Heimatkreisgemeinschaft eine Fülle interessanter Exponate ausstellen, die einen guten Überblick über Geschichte, Wirtschaft, Kultur und die daraus resultierenden Lebensverhältnisse der Bevölkerung des Landkreises Königsberg bis Kriegsende vermitteln. Auch über die heutigen Gegebenheiten wird vieles zusammengetragen, soweit das im ehemaligen Landkreis möglich ist. Herr Schirrmacher, der Koordinator des Museums, führte an beiden Tagen viele wißbegierige Landsleute und andere Gäste durch die Ausstellung und konnte die Exponate interessierten Besuchern erläutern. Es sollte natürlich auch an das Kriegsende vor 60 Jahren erinnert werde, und deshalb waren wir Herrn Heinz Schön, der den meisten Ostpreußen vom Fernsehen und aus seinen Büchern bekannt ist, dankbar, daß er einen Vortrag über die dramatische Zeit hielt und den Film "Nacht über Gotenhafen" zeigte. Herr Schön, Überlebender des Gustloffkatastrophe, hat allen noch einmal die Schrecknisse des Krieges vor Augen geführt und besonders die, die diese Geschehnisse miterlebt haben, tief bewegt. Ruth Schlott, Königsbergerin, jetzt aus Weimar kommend, hat mit dem Gedicht "Frieden" von Ricarda Huch den Vortrag von Herrn Schön eindrucksvoll unterstrichen. Der Abend war einem gemütlichen Beisammensein mit Musik und Begegnung gewidmet. Der Sonntag begann mit der Kranzniederlegung an dem mit den Wappen der Städte Königsberg (Entfernung 925 km von Minden) und Berlin (Entfernung 355 km von Minden) geschmückten Gedenkstein an der Portabrücke bei Barkhausen. Herbert Laubstein hielt eine kurze eindrucksvolle Ansprache, in der er der Toten gedachte und die Lebenden ermahnte, sich stets dieser schrecklichen Ereignisse bewußt zu sein, die so viele Opfer gefordert hatten. Die Feierstunde im Hotel Bad Minden, begleitet von festlicher Musik, ausgeführt von Mitgliedern der Musikschule Minden, und von Agnes-Miegel-Gedichten, die Ruth Schlott sprach, wurde eingeleitet mit einem Grußwort der Kreisvertreterin Gisela Broschei. Das Hauptaugenmerk legte sie auf die in Vergangenheit und Gegenwart vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Patenschaftskreis Minden-Lübbecke. Sie dankte insbesondere dem Landrat, Wilhelm Krömer, für Fürsorge und Treue, die der Kreis seinem "Patenkind" über Jahrzehnte hat angedeihen lassen. Wichtig war auch, zum Ausdruck zu bringen, wie sich die Arbeit für die Vertriebenen des Landkreises Königsberg entwickelt hat und daß diese nicht überflüssig geworden ist, vielmehr der Initiative der dafür Verantwortlichen, aber auch der Mitarbeit vieler Landsleute bedarf. Einem Ehepaar aus unserem Kreis, Bruno Berner und seiner Frau Irmgard, konnte die Kreisvertreterin für ihre Großzügigkeit von Herzen danken. Beide hatten eine Ausstellung im sog. Ständersaal des Preußen-Museums ermöglicht, in der auf zehn großen Bildtafel an Flucht und Vertreibung vor 60 Jahren erinnert wird. Die Kreisvertreterin ehrte das Ehepaar Berner mit einer Ehrenurkunde "für ihr besonderes Engagement und die großzügige Unterstützung der landsmannschaftlichen Arbeit" und überreichte ihnen den Wappenteller der Heimatkreisgemeinschaft Landkreis Königsberg (Pr.) e.V. Landrat Krömer bekannte sich in seinem Grußwort zu den Patenaufgaben des Kreises, so wie sie in den vergangenen 50 Jahren geleistet wurden. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis Königsberg während der letzten 50 Jahre und wünschte insbesondere dem Heimatkreis viel Erfolg bei seiner Museumsarbeit, aber auch bei der Arbeit vor Ort in Ostpreußen. Bernd Posselt, MdEP, Präsident der Paneuropa-Union Deutschland e.V. und Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen hielt die Festansprache. Mit viel Schwung und Engagement für die Vertriebenenbelange zog er die Zuschauerin seinen Bann. Anhand seiner Arbeit als Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landmannschaft konnte er von seinen Aktivitäten und auch den Erfolgen berichten, die diese Landsmannschaft in den letzten Jahren erzielen konnte. Wenngleich die Verhältnisse im früheren Sudetenland nicht mit denen im heutigen Nordostpreußen zu vergleichen sind, so tat das Selbstbewußtsein, mit dem Herr Posselt für die Interessen der Sudetendeutschen eintritt, gut. Seine Rede wurde mit viel Beifall bedacht.

Die deutsche Nationalhymne beschloß den offiziellen Teil der Veranstaltung. Ich möchte es nicht versäumen, allen, die an der Gestaltung des Treffens mitgewirkt habe, auf das herzlichste zu danken. Das waren an erster Stelle der Geschäftsführer des Heimatkreises und der Koordinator des Samland-Museums sowie die Ausschußmitglieder; aber auch die Angehörigen von Herrn Mückenberger und Herrn Schirmacher schenkten den Landsleuten ein ganzes Wochenende. Im Anschluß an das offizielle Programm fanden wieder viele Landsleute den Weg ins Samland-Museum, und manch einer ließ das Treffen bei Kaffee und Kuchen in der Cafeteria des Preußen-Museum ausklingen. Nicht unerwähnt bleiben soll auch die fröhliche und herzliche Atmosphäre, die während des ganzen Treffens herrschte. Geradezu gerührt und erfreut war die Kreisvertreterin über das Geschenk von Herrn Milkereit aus Gutenfeld. Er überreichte ein kupfergetriebenes Doppelwappen mit "Samlandritter", Symbol des Landkreises Königsberg, und dem "Schlüssel", Symbol des Landkreises Minden-Lübbecke. Ein Ehrenplatz ist dieser schönen Handarbeit sicher. Auf zwei Dinge darf ich Sie noch weiter hinweisen: Wir haben zu den genannten Jubiläen eine Festschrift herausgebracht, die viele interessante Beiträge zur Geschichte und Kultur unserer Heimat enthält, und unser Landsmann, Herbert Laubstein, hat eine schönen Ostpreußenkalender gestaltet, der Foto aus ganz Ostpreußen enthält. Die Festschrift kann bei der Geschäftstelle in Minden angefordert werden; der Kalender ist für 10 Euro bei Herrn Laubstein, Amselstraße 29, 58285 Gevelsberg, Telefon/Fax (0 23 32) 8 07 55 zu bestellen.

 

TREUBURG

Kreisvertreter: Dr.-Ing. Heinrich Matthée, Wilkiensweg 5, 49525 Lengerich, Telefon (0 54 81) 8 14 74 (p). Geschäftsstelle: Irmgard Klink, Schlehdornweg 30, 47647 Kerken, Telefon (0 28 33) 39 84, Fax (0 28 33) 39 70. Ansprechpartnerin in Ostpreußen: Hannelore Muraczewska, Wisniowa 1, PL 19-400 Olecko, Telefon: (00 48) 8 75 20 - 31 80.

Nachruf für Michaela Dabrowska - Mit großer Bestürzung und Trauer haben wir erfahren, daß Michaela Dabrowska, unsere Michaela, am 29. August ihrer heimtückischen Krankheit erlegen ist. Michaela Herrmann wurde am 9. Februar 1936 in Bischofstein in Ostpreußen geboren. 1945 gelang es ihrer Familie nicht mehr, die Flucht aus Ostpreußen anzutreten und so kam nach dem frühen Tod ihrer Mutter die kleine Michaela in eine polnische Pflegefamilie. Es folgten schwere Jahre der Anpassung an die vollkommen veränderten Verhältnisse. Das Leben verschlug Michaela dann nach Olecko, unserem Treuburg, wo sie Arbeit fand und mit ihrem mann Pawel Dabrowski eine Familie gründete. Als Anfang der 80er Jahre die Zahl der Reisenden in unsere Heimat zunahm, berichteten sie von Michaela, die ihnen bei ihren Aufenthalten mit Rat und Hilfe zur Seite gestanden habe, und so suchten viele der Heimatreisenden sie auf, um von ihr bei den Aufenthalten in der Heimat Hilfe zu bekommen, sei es beim Dolmetschen der Gespräche mit den neuen polnischen Bewohnern oder bei Fragen bei Behörden. Sie scharte die in der Heimat verbliebenen ehemaligen Deutschen um sich, knüpfte Verbindungen und konnte so manches Leid der Heimatverbliebenen lindern. Als dann in Polen der Umschwung kam und sich die ehemaligen Deutschen zu ihrer Herkunft bekennen durften, war es nur natürlich, daß Michaela bei der Gründung des Vereins der Deutschen Volksgruppe im Jahre 1991 zu dessen Vorsitzender gewählt wurde. In dieser Zeit half sie den in der Heimat verbliebenen ehemaligen Deutschen besonders bei der Beschaffung der so wichtigen deutschen Pässe beim Deutschen Konsulat in Danzig. Wegen ihrer Krankheit gab Michaela im Jahr 2004 dann den Vorsitz des Vereins der deutschen Volksgruppe ab und wurde zu dessen Ehrenvorsitzender gewählt. Aber nach wie vor stand sie allen, die in die Heimat fuhren, hilfreich zur Seite. Wenn man sie nach ihrem Ergehen fragte, erhielt man meist die Antwort "gut". Sie nahm die Tage, die ihr bleiben, als Geschenk an und kämpfte beharrlich bis zum Schluß gegen die Krankheit an. Wir verlieren mit ihrem Tod wieder ein Stückchen Heimat. Sie wird uns bei unseren Reisen dorthin sehr fehlen. Am 31. August 2005 wurde Michaela auf dem alten katholischen Friedhof zur letzten Ruhe gebettet. Ein Weg zu ihrem Grab wird uns bei unseren Besuchen in der Heimat ein Anliegen sein. Unser Mitgefühl gilt Michaelas Familie. Die Kreisgemeinschaft Treuburg und alle, die sie kannten, werden Michaela Dabrowska ein ehrendes Andenken bewahren.


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