21.01.2022

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03.12.05 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / 03. Dezember 2005

Leserforum

Frankreich läßt grüßen
Betr.: "Multikulti in Flammen" (Nr. 45)

Die Furcht ist berechtigt, daß unserem Land die Zuwanderung von Muslimen nicht bekommt. Natürlich gibt es viele nette Muslime, die man schätzt und mit denen man gern zusammen ist, wenn es nicht gar so viele wären und wenn sie nicht einer Religion anhängen würden, die sich mit unserer Lebenswelt nicht verträgt oder nur dann verträgt, wenn ihre Gläubigen ihr locker gegenüberstehen, sich sozusagen auf die Grundzüge ihrer Religion beschränken. Und dann gibt es ja leider auch noch die Selbstmordattentäter, die den Islam in Verruf bringen. Und auch die Stellung der Frau im Islam wie die in der barbarischen Scharia gehören nicht in unsere Welt.

Unsere Politiker haben viel zu viele Zuwanderer in unser Land gelassen, die an Integration nicht interessiert sind und meinen, daß wir uns um sie und nicht sie sich um uns bemühen sollten. So sind auch bei uns Parallelgesellschaften entstanden, die sich von uns abschotten, und deren Kinder bildungsmäßig von ihren Familien nicht so gefördert werden, daß sie unsere Schulen erfolgreich durchlaufen könnten. Hinzu kommt, daß Zuwanderer im deutschen Sozialsystem noch relativ gut leben können und oft keinen Zwang verspüren, sich um Bildung und Arbeit zu bemühen. Das kann bei leeren Kassen und Millionen von Arbeitslosen aber nicht so bleiben. Was kommt danach? Frankreich läßt grüßen. 

Ronald Kern, Göttingen

 

Vor allem die CDU verliert ihre Wurzeln
Betr.: "Das hätte selbst Gysi nicht besser gekonnt" (Nr. 44)

Wir sind mit unserer politischen Klasse von der Linkspartei bis zur NPD verraten und verkauft. Der Eindruck ist sicher nicht falsch, daß die große Koalition, eine sozialdemokratische sein wird.

Stoiber wußte sicher genau, warum er sich die Mitarbeit nicht antun wollte und lieber ungerechte Prügel aus Bayern oder sonstwo in Kauf nahm.

Was hätte er denn mit Frau Merkel und acht sozialdemokratischen Ministern verwirklichen können?

Nun, da auch der Vorsitz der SPD von einem Vertreter der neuen Bundesländer eingenommen wird, scheint es denkbar, daß Merkel und Platzeck besser zusammenarbeiten können als Merkel und Stoiber. Nur sollten wir nicht nach den Inhalten fragen und wie es um die Interessen von Deutschlands Konservativen bestellt ist. Ich meine, sie sind in der Politik von Merkel / Platzeck nicht enthalten.

Die CDU ist dabei, ihre Konturen zu verlieren und zu einer anderen Partei zu werden. Für die SPD könnte es trotz ihres kurzfristigen Debakels noch einmal gut gehen, weil sie der Bürger noch als Wahrer seiner Vorteile und Vergünstigungen wahrnimmt und weil sie sich von ihren Wurzeln noch nicht so weit wie die CDU entfernt hat. 

Ludwig Terra, Detmold

 

Zu nachsichtig
Betr.: "Multikulti in Flammen" (Nr. 45)

Die Diskussion über die mangelhafte Integration der Einwanderer in Deutschland hat neuen Aufwind bekommen durch die Krawalle in Frankreich. Man befürchtet, daß sich Ähnliches auch hier entwickeln könnte. So müssen ausländischen Mitbürger in erster Linie die deutsche Sprache lernen. Es muß mehr Geld investiert werden, denn wahrscheinlich ist zu wenig getan worden, da auch nach zirka 30 Jahren Aufenthalt in unserem Lande ein Teil immer noch nicht in der Lage ist, sich in dessen Sprache zu verständigen. Da die Deutschen sich immer als besonders ausländerfreundlich, nachsichtig und entgegenkommend erwiesen haben, wundere ich mich, daß man die deutschen Lehrer, Beamten, Omnibusfahrer und ähnliche nicht verpflichtet hat, die türkische Sprache zu lernen. Dann könnten sich doch die Einwanderer endlich wirklich wie zu Hause fühlen und alles ohne unnötigen Streß. 

Elfriede Baumer, Maratea, Italien

Jugendliche demonstrierten Anfang November in Frankreich gegen den Unfalltod zweier Jugendlicher: Doch es blieb nicht bei friedlichen Unmutsbekundungen. Wochenlang wurde Frankreich von randalierenden Ausländern terrorisisert.

 

Gefühlsnebel
Betr.: Leserbrief "Königsberg - Wichtiger Bezugspunkt preußischer Geschichte" (Nr. 44)

Ich muß dem Leserbriefschreiber, der sich auf einen Bericht von W. J. Castell bezieht, entschieden widersprechen. Es ist richtig: Das Stadtgebiet von Königsberg ist entsetzlich verkommen.

Ich war bei meinem Besuch 2000 erschüttert und konnte nicht fassen, daß dies die Stadt sein sollte, in der ich einmal geboren wurde.

Ich ärgere mich immer wieder über das alberne Gerede von "Heimat", das völlig unreflektiert dahergeschwafelt wird.

Es ist dringend erforderlich, den Gefühlsnebel beiseite zu schieben und die Dinge so zu sehen, wie sie sind: Diese häßliche Stadt, diese versteppte Landschaft waren einmal Heimat, was jetzt zu sehen ist, ist davon noch übriggeblieben!

Ich wünschte, es würden mehr Leute so ehrlich ihren Eindruck wiedergeben wie Herr Castell. 

Dr. Reddig, Bad Essen

 

Bürger sind Opfer des ideologischen Gefasels
Betr.: "Gemeinsam Schreien üben" (Nr. 46)

Die gewalttätigen Ausschreitungen in Frankreich bestätigen die Vorbehalte all derer, die sich schon vor Jahren gegen den schrankenlosen Zuzug von Wirtschaftsflüchtlingen und Sozialschmarotzern gewandt haben. Kein Mensch glaubt mehr daran, da es sich bei den Tausenden von Einwanderern, die in den letzten Jahrzehnten nach Deutschland, Frankreich, England und auch in die Niederlande eingereist sind und immer noch einreisen, in jedem Falle um politisch Verfolgte handelt. Diesen "Einwanderern" wurde in all jenen Ländern - an der Spitze Deutschland - ein soziales Auffangnetz geboten, von dem unsere Eltern und Großeltern nach dem Zweiten Weltkrieg nur träumen konnten. Die harte Arbeit und Aufbauleistung dieser Generation schuf doch ersteinmal die wirtschaftlichen und finanziellen Voraussetzungen für das arrogante und verschwenderische Gutmenschengetue ihrer Nachgeborenen. Kein Wunder also, daß eine Angela Sommersberg vom "Kölner Stadtanzeiger" so weltfremd und naiv daherschwadronieren kann, schließlich ist die Gesinnung die dahintersteckt dieselbe wie die derer, die nie etwas anderes kennengelernt haben, als "Friede, Freude und Eierkuchen als Made im Speck". Das risikofreie Verständnis für's Revolutionäre könnte sich allerdings rasch ins Gegenteil verkehren, nämlich dann, wenn das eigene Auto abgefackelt, der eigene Kopf unter das Emblem der Bevormundung gezwungen und schlimmstenfalls man selber oder ein Familienmitglied bei derartig kriminellen Ausschreitungen verletzt oder getötet wurde.

Aber gegen ideologisches Gefasel haben Fritz und Else Normalverbraucher hierzulande selten eine Chance gehabt. Deswegen werden sie auch jetzt hinnehmen, wie die moralisch besseren Menschen unseres Landes wieder eifrig an einem neuen Eine-Welt-Pulli stricken, den sie ihnen unter Androhung der Faschismuskeule überstreifen können.

Die Auswirkungen dieser Idiotie werden auch in Deutschland nicht lange auf sich warten lassen und wer die auszubaden hat, wissen wir schon jetzt, jedenfalls nicht diejenigen in ihren Elfenbeintürmen. 

Anette Maurer, Iserlohn

 

Passender Mantel umgetan
Betr.: Neues Format

Dankesbrief an die Redaktion der Preußischen Allgemeinen Zeitung. Ein Poet würde sagen: Dem schützenswerten geistigen Inhalt wurde endlich ein passender Mantel umgetan, der zugleich würdevoll auch jene Verblichenen ehrt, die einst mit sparsamsten Mitteln ihre mahnenden Gedanken zu Papier bringen mußten, um die Wahrheit als geistiges Fundament den Nachfolgenden zu hinterlassen, die diese an ihre Nachfolge weitergeben mögen; oder dieses ist nunmehr geschehen!

Ich meine: Allen Beteiligten, die an der notwendig-marktgerechten Neugestaltung des seriösen Erscheinungsbildes der Preußischen Allgemeinen Zeitung mit der (Kernbeilage Das Ostpreußenblatt) mitwirkten, gebührt Hochachtung und Dank. Es wurde an alles gedacht.

Wir wünschen der PAZ als Mahnerin und sich der Wahrheit verpflichtet fühlendes Organ alles Gute, wozu auch ein guter Umsatz gehört. 

Theodorf Finke, Bremen und Otto Peterson, Scharnhorst

 

Rußland profitiert vom Schweigen deutscher Politiker
Betr.: "EKD-Chef gegen Zentrum" (Nr. 45)

Nach sowjetischer und stalinistischer Gleichschaltung wurden die Vertriebenen in der "DDR" "Umsiedler" und in den sozialistischen "Bruderstaaten" wie Polen "Aussiedler" genannt.

Die große Mehrheit der Vertriebenen hat aber nie eine Siedlung erhalten und wurde lange Zeit in konzentrierten Lagern im In- und Ausland menschenunwürdig untergebracht, die man deshalb auch als Konzentrationslager bezeichnen kann, in denen unzählige auf vielerlei Art zu Tode kamen. In den Medien der öffentlichen Anstalten und in den Schulen Europas, wird, ebenfalls wie im Sowjetimperium gleichgeschaltet, die wirkliche Vertriebenenzahl von zirka 24 Millionen bis heute verschwiegen.

Sie setzt sich zusammen aus zirka neun Millionen deutschen Vertriebenen aus Staaten des Herrschaftsbereiches der ehemaligen Sowjetunion und den 15 Millionen aus dem deutschen Reichsgebiet. So sind zum Beispiel aus Ungarn über eine Million und aus dem ehemaligen Polen mehrere Millionen Deutsche vertrieben worden. Auch viele Heimatvertriebene haben von dieser Dimension der Vertreibungsverbrechen keine Kenntnis.

Die Folge des gigantischen Verbrechens gegen die Menschlichkeit ist unter anderem, daß jedem Bundesbürger 2315,46 Quadratmeter Landwirtschaftsfläche zur Verfügung stehen (nachrechenbar aus Datenveröffentlichung des Statistischen Bundesamts im Internet). Diese Flächengröße dürfte für eine naturnahe Produktion von Lebensmitteln mit artgerechter Tierhaltung und ohne die weiteren Transporte aus dem Ausland nicht ausreichen. Politisch notwendig wäre es, mit Rußland über die Rückgabe des nördlichen Ostpreußens in einen Dialog zu treten.

Denn Rußland ist nicht Nachfolgestaat der ehemaligen Sowjetunion, die gemäß Potsdamer Abkommen den östlichen Teil Ostpreußens unter ihrer Verwaltung hatte. Daß das Unrecht von der Sowjetunion an Rußland übergeben wurde, ist in der Öffentlichkeit unbekannt. Nur aus Machtpolitik und Gründen der Ausbeutung der Bernstein- und Erdölvorkommen meint Rußland mit der Verschwiegenheit und Sprachlosigkeit deutscher Politik sich diesen Teil Deutschlands einverleiben zu können.

So ist der Öffentlichkeit weiterhin kaum bekannt, daß unmittelbar hinter Königsberg Erdöl in bester Qualität gefördert wird. Wirtschaftlich logisch wäre es deshalb, dieses Öl für die BRD zu erwerben und nicht das teure aus Sibirien. 

Siegfried Neckritz, Osnabrück

 

Es gab keine Askaris in Deutsch-Südwest
Betr.: "Unerwünschtes wird weggelassen" (Nr. 46)

Bei dem rechten Foto auf Seite 6 handelt es sich mit Sicherheit um Askaris der kaiserlichen Schutztruppe Deutsch-Ost-Afrika. Askaris gab es in Deutsch-Südwest nicht, sondern nur Weiße.

Eine Annahme: Im Herero-Feldzug diente auf deutscher Seite eine kleine Abteilung Witboi und Bastards als Erkunder und Pfadfinder.

Das linke Foto zeigt höchstwahrscheinlich Buren, offenbar keine Schwarzen. Hierauf weist auch die erkennbare Fahne hin, denn die Herero hatten keine Fahnen oder sonstige Erkennungszeichen. 

Dr. med. W. J. Eichstädt, Wiesbaden


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