19.01.2022

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03.12.05 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / 03. Dezember 2005

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Deutsche Ansprüche erwartet

Bonn - Nach einer vom "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" in Bonn in Auftrag gegebenen Studie des Allensbach-Instituts erwarten 61 Prozent der Polen und 38 Prozent der Tschechen, daß Deutschland eines Tages Gebietsansprüche geltend machen könnte oder Entschädigungszahlungen verlangt.

 

Europa baut sich zu

Brüssel - Die Europäische Umweltagentur EUA fürchtet, daß die großen Fortschritte beim Umweltschutz durch die Über-alterung und damit Vereinzelung der Europäer zunichte gemacht werden. Da die Menschen immer älter würden und immer öfter allein lebten, verbrauchten sie auch zunehmend mehr Wohnraum pro Kopf. Daher sei bei nahezu stagnierender Einwohnerzahl allein in den 90er Jahren in der EU ein Fläche von der Größe Korsikas bebaut worden.

 

Der ungeliebte Krisenmanager

Mit der Entführung der 43jährigen Archäologin Susanne Osthoff im Irak kehrt ein den Deutschen schon aus anderen Krisen vertrautes Gesicht auf die Bildschirme zurück: Außenamts-Staatssekretär Klaus Scharioth wurde die Leitung des Krisenstabes anvertraut, der die Freilassung der aus Bayern stammenden Deutschen erreichen soll. Scharioth war es auch, der vor knapp einem Jahr im Auftrag des Berliner Krisenstabes in den Medien die schreckliche Zahl von rund 1000 Deutschen verkünden mußte, die infolge der Tsunami-Katastrophe in Südasien zunächst als vermißt galten.

Der 1946 in Essen geborene Scharioth hat Rechts- und Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie sowie Internationale Beziehungen, Völkerrecht und Internationale Wirtschaft studiert. In neun Studienjahren besuchte er die Universitäten in Bonn und Freiburg sowie Hochschulen in der Schweiz und den USA.

Für den Auswärtige Dienst, in den er 1976 eintrat, war er unter anderem bei der Uno in New York und der Nato in Brüssel tätig. Seine Zeit als Staatssekretär, als der er seit 2002 fungiert, läuft indes ab. Eigentlich sollte Scharioth danach auf den wohl wichtigsten Botschafterposten nach Washington wechseln. Dies soll die neue Bundeskanzlerin Angela Merkel jedoch persönlich verhindert haben, da ihr Scharioth als zu SPD-nah und zu USA-kritisch gelte. Die Kanzlerin wollte ihn zunächst als Botschafter nach London abschieben. Ein vergleichsweise unwichtiger Posten, da unter den Staaten der Europäischen Union nahezu alle wesentlichen Fragen auf der Ebene der EU geregelt werden. Daher intervenierte Außenminister Steinmeier (SPD) gegen den Coup. Nun wird ein neuer Posten für Scharioth gesucht. H. H.


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