19.01.2022

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31.12.05 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / 31. Dezember 2005

MELDUNGEN

Sprachwahrer Ratzinger

Erlangen – Papst Benedikt XVI. ist von der Zeitschrift „Deutsche Sprachwelt“ für sein Engagement für „die Ausdruckskraft der deutschen Sprache“ gelobt worden. Die Zeitschrift schlug den Papst ihren Lesern zur Wahl der „Sprachwahrer des Jahres 2005“ vor. Die Auszeichnung wird seit 2000 jährlich von den Lesern der Zeitschrift an Menschen vergeben, die sich um die deutsche Sprache besonders verdient gemacht haben. Ratzinger sei ein „erklärter Sprachschützer“, der in seinen zahlreichen Schriften das Deutsche genutzt und bereichert habe, so die Begründung für den Vorschlag. Bisher konnten Springer-Verlags-Chef Mathias Döpfner (2004), die deutschsprachige Universität Budapest (2003), der Dichter Reiner Kunze (2002), der Schriftsteller Martin Mosebach (2001) sowie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (2000) die Abstimmung der Leser für sich entscheiden.

 

Zugunsten der Enteigneten

Dresden – Ein sächsisches Gericht hat erstmals in einem Fall klassischer Opfer der in der DDR durchgeführten „Bodenreform“ nach Antrag auf Rehabilitierung und Restitution (Rückgabe von Eigentum) des Geschädigten einen Verkaufsstop verhängt. Damit löst das sächsische Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen (LARoV) eine Sperre gegen zwischenzeitliche Veräußerungen aus. Im Rahmen der deutschen Einigung 1990 hatte sich die damalige Bundesregierung festgelegt, die in der SBZ durchgeführten Enteignungen 1945 bis 1949 nicht rück-gängig zu machen – einer der Nutznießer ist der Bund. An dem jüngsten „Präzedenzfall“ läßt sich eine Änderung der Rechtspraxis zugunsten der Enteigneten der „Boden-“ und „Industriereform“ ablesen. Nach wie vor müsse jedoch der individuelle Tat- und Schuldvorwurf exakt herausgearbeitet werden, um eine erfolgreiche Restitution zu erwirken, so die Anwälte des Klägers.

 

Kein Geld für "falsche" Lobby

Berlin – Die FDP-Politikerin und EU-Parlamentarierin Silvana Koch-Mehrin hat mehrere als kritisch bekannte Nichtregierungsorganisationen (NGOs) massiv kritisiert und eine Diskussion um die EU-Mittelvergabe an Organisationen losgetreten. Einigen NGOs fehle die Transparenz, so der Vorwurf. Organisationen wie die der Globalisierungsgegner von „Attac“, die „den Grundprinzipien der EU entgegenstehen“, sollten von der EU keine Fördergelder mehr erhalten, sagte Koch-Mehrin. Attac hatte zwischen 2001 und 2003 zirka 60000 Euro von der Europäischen Union erhalten und den EU-Verfassungsentwurf in Kampagnen angegriffen. Koch-Mehrin engagiert sich selbst für die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“. Die Initiative hatte ähnlich der von Koch-Mehrin kritisierten Attac nebst französischen Gewerkschaften ihre Mittelverwendung nicht offengelegt, allerdings auch keine EU-Fördergelder bezogen.


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