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31.12.05 / Nachruf / Geschichte des BdV Salzgitter

© Preußische Allgemeine Zeitung / 31. Dezember 2005

Nachruf
Geschichte des BdV Salzgitter

In den letzten zehn Jahren sind ungezählte Bücher auf dem Markt erschienen, die vom Leben in Ostdeutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dem Schicksal der 1944 und in den Folgejahren geflüchteten und vertriebenen Deutschen zeugen. Weniger Literatur gibt es zum Neuanfang in Restdeutschland und den individuellen Erfahrungen der schwierigen Integration der Vertriebenen in den westdeutschen Ländern. Fast gar keine Literatur beleuchtet allerdings die Ursprünge der Gründungsphase der Vertriebenenverbände.

Es ist ein Verdienst von Angelika Fiegen, dies jetzt – lokal begrenzt auf die Stadt Salzgitter – nachvollzogen zu haben. In „Geschichte und Gegenwart“ beleuchtet die Autorin detailliert die Organisation des Bundes der Vertriebenen (BdV), insbesondere in der Aufbauphase der 50er Jahre. Der BdV war die wohl größte gesellschaftliche Personengruppe im Kreis Salzgitter. Damit ist die Chronik der BdV-Kreisorganisation für ein halbes Jahrhundert ein nicht unerhebliches Stück der Kreisgeschichte selbst.

Die Autorin prognostiziert das Ende der Organisation aufgrund von Mitgliederschwund für das Jahr 2015. Die Monographie wird dadurch auch gleich zu einem Nachruf. B. Knapstein

Angelika Fiegen: „Geschichte und Gegenwart“, Appelhans, Braunschweig, 232 Seiten, 19,95 Euro


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