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08.04.06 / Unwort des Jahres: Migrationshintergrund

© Preußische Allgemeine Zeitung / 08. April 2006

"Moment mal!"
Unwort des Jahres: Migrationshintergrund
von Klaus Rainer Röhl

Lehrer rufen um Hilfe. Wir können nicht mehr, wir werden von den älteren Schülern tätlich angegriffen. Das Interesse am Schulunterricht ist null. Das Aggressionspotential der 13- bis 16jährigen riesig.

Die gesamte Lehrerschaft, einschließlich der Schulleiterin, unterschreibt den Hilferuf. Wir können nicht mehr. Mitten in Berlin, mitten in Deutschland, in einem fast nur noch von Muslimen bewohnten Stadtteil gibt es eine Hauptschule mit einem Ausländeranteil von 83 Prozent, in der die deutschen Lehrer den Kampf gegen ihre ausländischen Schüler aufgegeben haben, sie kapitulieren. Es fand an dieser großen und gerade vor einigen Jahren aufwendig restaurierten Schule seit langem kein Unterricht mehr statt, sondern ein Kampf bis aufs Blut. Der Kampf halbwüchsiger oder fast erwachsener türkischer und arabischer junger Männer gegen die deutschen Lehrer, die meisten von ihnen Lehrerinnen. Ein ungleicher Kampf durchtrainierter jugendlicher Machos unter Führung einiger arabischer Bandenchefs gegen die ratlos und hilflos bleibenden Lehrer und Lehrerinnen, eigentlich ein Kampf gegen die Schule, gegen den Staat. Ein Kampf, der mit allen Mitteln des Terrors und der Einschüchterung geführt wird, mit brutalem Schlagen und Treten der Mitschüler, aber auch der Lehrer, mit dem Zerstören des Mobiliars und der Unterrichtsmittel, mit dem Boykott des Unterrichts. Eine schwangere, nicht verheiratete Lehrerin wird als "Nutte" beschimpft und verläßt unter Weinkrämpfen die Schule, viele andere lassen sich krankschreiben, laufen einfach heulend aus dem Klassenzimmer, wenn Gegenstände aller Art und wüste Beschimpfungen auf sie niederprasseln. Tonangebende Intensivtäter werden zum Vorbild der übrigen, die jüngeren Mitschüler oder Mädchen werden eingeschüchtert und bedroht, die wenigen deutschen Schüler fangen an, gebrochen deutsch zu sprechen, um nicht aufzufallen!

Ja, auch das hat es gegeben, mitten in Deutschland.

Der Hilferuf der Lehrerschaft, vier Wochen lang von der Schulbehörde nicht beachtet, wird endlich der Presse übergeben, jetzt überschlagen sich Senat, Fernsehen und Links-Presse mit Phrasen und Schuldzuweisungen. Nicht die arabischen und türkischen Jugendbanden sind schuld, sondern die Hauptschule, die mangelhaften Sprachkenntnisse der ausländischen Kinder, die schlechten Aussichten, die die jugendlichen Schläger und Schulversager auf dem Arbeitsmarkt erwarten. Der Mangel an Lehrstellen.

Ja, welcher Handwerksbetrieb, welche Behörde, welcher Unternehmer, der noch alle Tassen im Schrank hat, soll denn diese unausgebildeten, kaum der Landessprache noch irgendeiner anderen Fähigkeit mächtigen Halbkriminellen einstellen? Am liebsten noch mit sofortigem Kündigungsschutz, wie es unsere Grünen und ihre französischen Freunde gerne hätten.

Wie konnte es so weit kommen? Der Berliner Senat und die Schulbehörde sind schuld? Selbst die Kanzlerin ist schnell bei der Hand mit Schuldzuweisungen an die Behörden und den sie kontrollierenden Senat aus SPD und umbenannter SED. Aber was kritisiert sie? Sie hätten nicht genug getan zur besseren Integration der Ausländer, zur Eingliederung, zur Problemlösung. Wohlgemerkt: nicht zur Eindämmung der Kriminalität, der gefährlichen Körperverletzungen und der blutigen Gewalt - sondern zur Integration der "Menschen mit Migrationshintergrund".

"Migrationshintergrund" hat alle Chancen, demnächst zum Unwort des Jahres gewählt zu werden. Das künstliche Wortmonstrum hat seinen Ursprung in der Angst deutscher Behörden und Journalisten, das Wort Ausländer, Türken, Araber, Farbige, Zigeuner überhaupt noch in einer Kriminalstatistik zu erwähnen. "Migrant" ist, wie wir hier an anderer Stelle schon einmal nachgewiesen haben, nichts weiter als ein Verlegenheitsausdruck für illegale Einwanderer aus Elendsgebieten Asiens und Afrikas, die unter Mißbrauch unserer Asylgesetzgebung nach Deutschland gekommen sind und, obwohl sie keine Asylgründe vorzuweisen haben, dennoch "geduldet" werden, in Deutschland leben, Sozialhilfe beziehen und Krankenschutz genießen. Schlaraffenland, gerühmt von Skopie bis Kinshasa. Leute mit "Migrationshintergrund" sind Wirtschaftsflüchtlinge, die sich, meist illegal, in Deutschland aufhalten. "Migrationshintergrund" ist die dümmste Phrase seit der Erfindung der politischen Korrektheit, seit "allternativ Begabte" für geistig Behinderte.

Wenn wir die Verlautbarungen der Regierung richtig verstehen, sollen wir also die Eingliederung der ungebetenen Einwanderer durch Sprachkurse, Arbeitsplätze, bessere Wohnungen und mehr Sozialarbeiter noch vorantreiben.

Bei der Altersgruppe der Lehrer und Lehrerinnen von Neukölln dürfte es sich um Pädagogen handeln, die noch im Geist von 1968 ausgebildet worden sind und mit vielen Illusionen von Multikulti und Kuschelkiez an ihre Schule gezogen sind. Die Lehrer, die ihr Examen nach 1968 ablegten, haben sich ihr halbes Leben lang redlich bemüht, den Schmusekurs zwischen Ausländerfreundlichkeit und Anbiederung, das Wegkucken bei all den Gewaltakten und Pöbeleien durchzuhalten, bis an den Rand ihrer eigenen psychischen und physischen Vernichtung. Nur Friede im Kiez!

Aber es herrscht schon lange kein Frieden im Kiez. In den von Ausländern dominierten Stadtteilen Berlins herrscht Krieg. Der Traum der 68er von Multikulti und Kuschelkiez ist ausgeträumt. Schlaraffenland ist abgebrannt.

Das Ganze ist kein Sprachproblem. Das haben nur die in Vermummung und Verdummung gehaltenen türkischen und arabischen Mamas. Die von ihnen gehätschelten kleinen Machos können genug Kanak-Sprak, wie sie selber ihr Pidgin-Deutsch nennen, um sich mit den anderen ausländischen Gangs zu verständigen, kleine Diebstähle, Raubüberfälle und Einbrüche zu organisieren, die geklaute Ware, Handys, Laptops, Playstations und Modeklamotten wieder an den Mann zu bringen und sich bei der Polizei herauszureden, wenn sie doch einmal geschnappt worden sind. Sie sind ja oft nicht einmal strafmündig.

Der Zusammenstoß der muslimischen Schläger mit den sanften Erben der 68er war programmiert. Unsere 68er und ihre heute erwachsenen Kinder - manche von ihnen wurden SPD-Funktionäre, Grünenpolitiker, Journalisten und Pfarrer, aber die überwiegende Masse von ihnen wurde Lehrer - haben ihr Leben lang das Wort antiautoritär wie einen Bonbon gelutscht, bis sie es schließlich "verinnerlicht" hatten: Keine Autorität für niemand. So sehen die meisten Schulen auch aus. Daß dennoch wenigstens der mittlere Pisa-Durchschnitt erreicht wurde, liegt an einigen CDU/CSU-regierten Ländern wie Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Sachsen und an einer gehörigen Portion Idealismus in vielen deutschen Elternhäusern. Und es liegt an vielen überdurchschnittlich engagierten Lehrern, die heute wahre Entertainer sein müssen, um die Aufmerksamkeit ihrer Schüler von Videospielen und Rockmusik abzuleiten und auf den Unterrichtsstoff zu konzentrieren. Die Lehrer an Schulen mit "Migrationshintergrund" können das nicht. Ihre Schüler kommen aus Ländern, in denen in der Schule Uniform getragen wird, Lieder auf den König oder Diktator gesungen werden und in denen eine eiserne Disziplin oft mit harten Körperstrafen erzwungen wird. In Deutschland wird diese Autorität oft vom Vater durchgesetzt und die Brutalität an den Sohn weitergereicht. So sagte ein türkischer Vater, zur Rede gestellt, weil bei seinem Sohn in der Schultasche ein Klappmesser gefunden wurde, wörtlich, ein richtiger türkischer Mann sei nun einmal ohne Messer nicht denkbar.

Die Schulen in Berlin-Neukölln kenne ich. Sogar sehr gut. Meine eigenen Enkelkinder gingen in Neukölln zur Schule. Ich habe damals auch darüber geschrieben, in meinem Buch "Linke Lebenslügen", Berlin 1994. Da stammte die Hälfte der Schüler noch aus deutschen Elternhäusern, und die Lehrer waren frisch von der Uni gekommene 68er. Damals, 1993, wurde ein Skandal mühsam vertuscht, der durchaus schon mit dem Zusammensstoß zweier Welten zusammenhing. Türkische Jungen von zehn, elf Jahren hatten ihre gleichaltrigen Mitschülerinnen überfallen, sie zum Teil entkleidet und mit ihnen Vergewaltigung "gespielt". Die Vergewaltigung konnten sie selber aus Altersgründen wohl nicht vollziehen, aber die Angst, die Panik, die Demütigung und Entwürdigung, die das Trauma einer Vergewaltigung ausmacht, konnten sie ihren deutschen Mitschülerinnen sehr gut vermitteln.

Meine Enkelkinder, 1993 noch in der Grundschule, sagten mir damals, daß sie ohne Waffen nicht zur Schule gehen könnten: Das verstehst du nicht, Opa, alle haben Waffen an unserer Schule. Klappmesser oder Reizgas.

Heute kann auch die Polizei die Schulen in Neukölln nicht mehr retten. Wie sollte sie auch?

Die Politiker und linken Journalisten kommen mit den absurdesten Vorschlägen. Die Hauptschulen einfach auflösen. Also die Jugendbanden aus der Neuköllner Hauptschule, aus dem Wedding und aus Charlottenburg einfach auf die übrigen Berliner Schulen zu verteilen, auf Gesamtschulen und Gymnasien. Verklappen, wie Dünnsäure in der Nordsee. Ein Wahnsinnsgedanke aus dem Geist der Utopie, etwa so logisch wie die Verteilung von Rauschgift durch den Staat oder die Verschickung von jugendlichen Straftätern zum Abenteuerurlaub in die Karibik.

Eher sollte man prüfen, ob die zum Teil noch jugendlichen Klein-kriminellen nicht in ihre Heimat auszuweisen sind wie seinerzeit der berühmt-berüchtigte, erst 14jährige "Mehmet", der von der bayrischen Staatsregierung ausgewiesen wurde. Vielleicht ist ein Aufenthalt in ihren Heimatländern für die betroffenen Jugendlichen am Ende sogar besser als eine kriminelle Karriere in Deutschland.


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