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08.04.06 / Rund um das Ei / Ausstellung im Berliner Stadtmuseum zeigt Österliches

© Preußische Allgemeine Zeitung / 08. April 2006

Rund um das Ei
Ausstellung im Berliner Stadtmuseum zeigt Österliches

In Berlin dreht sich zur Zeit (fast) alles um Ostertiere, Eier und Osterbräuche. Die verschiedensten eierlegenden Tiere können in einer Ausstellung - zum Teil auch lebend - bestaunt werden. Der Osterhase läßt sich allerdings durch viele Kaninchen vertreten. Vor allem die Neugier junger Naturforscher soll geweckt werden, die in der Ausstellung nicht nur Exponate bestaunen, sondern auch Eier mikroskopieren, Gelege aufspüren und den Aufbau des Hühnereis untersuchen können.

Daß der Osterhase zu Ostern die Eier bringt, weiß jedes Kind, doch wie ist es dazu gekommen? Wie hat sich der Osterhase aus der Vielzahl der Bewerber für diese Aufgabe qualifiziert? Warum ißt man an Gründonnerstag etwas Grünes und an Karfreitag kein Fleisch? Sind wirklich unsere Leckereien wie Brezeln, Gänsebraten, Lebkuchen, Kakao und Bier Fastenspeisen? Antworten auf diese Fragen gibt es nicht nur für Kinder derzeit im Stadtmuseum Berlin. In der Passions- und Osterzeit pflegt man eine Vielzahl von Bräuchen, deren Ursprung oft nicht mehr bekannt ist. So wird die Symbolik des Ostereis erklärt und seine Verwendung zum Schmuck von Osterbäumen, Palmstecken und Osterbrunnen dargestellt.

Dem Ei als zentralem Symbol für Ostern kann aber auch in der Natur nachgespürt werden. In einer Frühlingslandschaft verstekken sich viele Tiere mit ihren Nestern und Gelegen, die von den jungen Besuchern entdeckt werden wollen. Die Vögel mit ihren Nestbaukünsten werden dabei besonders herausgehoben. Verschiedene Nester einheimischer Vögel sind zu bewundern, die anhand unterschiedlichster Materialien und Fertigkeiten zu kleinen Kunstwerken zusammengesetzt wurden.

Ein besonderes Schmuckstück ist die wertvolle Vogeleiersammlung des namhaften Ornithologen Oskar Heinroth, Direktor des Berliner Aquariums von 1929 bis 1943. Welche Tiere legen Eier und wie groß können diese werden? Eine Frage, die in diesem Teil der Ausstellung beantwortet wird. Darüber hinaus wird über eierlegende Tiere aus dem ganzen Tierreich informiert. Von wirbellosen Eierlegern bis hin zum Schnabeltier, einem eierlegenden Säuger, kann man viele Tiere mit ihren Gelegen sowie die kleinsten und größten Vogeleier der Welt bestaunen. Das Huhn als Hauptlieferant für Oster- und natürlich Frühstückseier gewährt zudem Einblick in sein Innerstes und zeigt, wo und wie im Körper das Ei entsteht. pm

Zu sehen ist diese sehenswerte Ausstellung in der Naturwissenschaftlichen Sammlung der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Schloßstraße 69 a, 14059 Berlin, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Eintritt: frei, bis 23. April.

Spezialitäten aus Bad Wörishofen: Neben erlesenen Ostereiern, die gerade in diesen Tagen gefragt sind, bietet das Familienunternehmen Schwermer, das vor 112 Jahren in Königsberg gegründet wurde, auch Baumkuchen, edle Pralinen und natürlich Königsberger Marzipan an. Foto: Schwermer


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