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08.04.06 / Sucht nach Schokolade / Nicht nur zu Ostern - Köstliches aus dem Haus Schwermer

© Preußische Allgemeine Zeitung / 08. April 2006

Sucht nach Schokolade
Nicht nur zu Ostern - Köstliches aus dem Haus Schwermer

Schon in einer Woche ist es wieder soweit, dann plündern Kinder die Nester, die ihnen der Osterhase mit allerlei leckeren Eiern gefüllt hat. Doch auch viele Erwachsene werden keinen Bogen um die süßen Naschereien machen, alle guten Vorsätze nach hemmungsloser Weihnachtsschlemmerei in den Wind schreibend.

Die Firma Schwermer in Bad Wörishofen, bekannt für ihre Köstlichkeiten aus Marzipan, Schokolade oder Trüffel, hat für Ostern wieder eine Reihe von Neuheiten im Angebot. Neben Ostereiern mit aufregenden Füllungen wie Rote Grütze, Birne Joghurt und Panna Cotta Orange oder natürlich Eierlikör und leckeren mit Fruchtzucker gesüßten Eiern für Diabetiker gibt es auch das beliebte Teekonfekt, das nach altem Familienrezept hergestellt wird, nun allerdings mit noch mehr köstlichen Füllungen: Ananas, Himbeer und Kiwi.

Das Stammhaus der Familie Schwermer stand einst in Königsberg. Vor 112 Jahren, in der Epoche des Fin de siècle, gründete der aus Memel stammende Cafétier und Confiseur Henry Schwermer das Unternehmen. Marzipan, feinste Pralinen und vor allem Baumkuchen aus der Münzstraße waren bald beliebte Spezialitäten bei jung und alt. Für seine Baumkuchen-Kreationen erhielt Schwermer auf der Pariser Weltausstellung 1900 sogar die Goldmedaille, ein Jahr später die Goldmedaille der Stadt Berlin. Auf einem Briefkopf aus dem Jahr 1920 liest man, zu welch einem florierenden Unternehmen sich das Café und die Konditorei im Laufe nur weniger Jahrzehnte schließlich entwickelt hatten: Eine Marzipanfabrik war entstanden und die "Erste Königsberger Baumkuchen-Fabrik mit elektrischem Betrieb". Das Kaffeehaus in der Münzstraße war bald ein beliebter Treffpunkt für jung und alt. Auf der Terrasse an der Schloßteichpromenade traf man sich im Sommer, um zu "konditorn", die Sonne zu genießen, aber auch um ein Tänzchen zu wagen. Der Zweite Weltkrieg und die Folgen vernichteten auch diese Idylle. Aber schon 1954 errichtete die Familie Schwermer-Stiel in Bad Wörishofen ein neues Konditorei-Café. Besucher der Kurstadt Bad Wörishofen staunen immer wieder über das elegante Café an der Harten-thaler Straße, dessen überdachter Terrassenanbau die Nachbildung eines übergroßen Baumkuchens ziert.

Auch bei Schwermer geht man natürlich mit der Zeit. So konnte die Malerin MÁRA! gewonnen werden, Pralinenpackungen mit ihren phantasievollen Motiven zu schmücken. Mit kräftigen Farben und exotisch anmutenden Symbolen läßt die Künstlerin eine unverwechselbare Welt entstehen. Mehr als 20 verschiedene Füllungen warten auf den Freund, die Freundin edler Pralinen mit Zartbitter-, Vollmilch- und weißer Schokolade, die übrigens nicht nur zur Osterzeit vorzüglich schmecken. Wie wär's denn einmal mit fruchtigen Sommer-Pralinen, die durch ihre exotischen Füllungen verführen? Oder mit den köstlichen Pralinen-Riegeln, die geradezu süchtig machen und leider viel zu kurz sind. Mascarpone, der italienische Frischkäse in zarter Vollmilchschokolade, oder Creme aus Blutorange in weißer Schokolade oder ... Schluß jetzt! Silke Osman


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