20.05.2024

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10.06.06 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / 10. Juni 2006

MELDUNGEN

Gesucht: Der sozialste Betrieb

Königsberg - Das Ministerium für Sozial- und Arbeitspolitik des Königsberger Gebiets führt einen regionalen Wettbewerb unter landwirtschaftlichen Betrieben durch. Er trägt die Bezeichnung "Die Organisation hoher sozialer Effektivität". Zu den Wettbewerbskriterien zählen unter anderem die ausreichende Bezahlung der Arbeit und sozialer Leistungen, Sicherheit und Ausstattung der Arbeitsplätze, Weiterbildungsmöglichkeiten sowie das Vorhandensein eigener Sozialprogramme. JJ

 

Neuer Flottenchef

Königsberg - Der bisherige Stabschef der russischen Pazifikflotte, Vizeadmiral Konstantin Sidenko, ist zum Nachfolger Admiral Wladimir Walujews als Befehlshaber der Baltischen Flotte ernannt worden. Walujew ist, wie es von offizieller Seite hierzu heißt, aus Gesundheitsgründen in den Ruhestand versetzt worden.

 

Arme Polnische Republik

Allenstein / Luxemburg - Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner im Jahre 2003 gehört das südliche Ostpreußen mit fünf weiteren Regionen der Republik Polen zu den sechs ärmsten der Europäischen Union. In der Woiwodschaft Ermland und Masuren betrug das BIP pro Einwohner nur 37 Prozent des entsprechenden Werts im Gebiet der heutigen EU. In der ärmsten Region, Lubelskie, waren es gar nur 33 Prozent. Wie groß das Wohlstandsgefälle zwischen den neuen und den alten EU-Mitgliedern ist, zeigt augenfällig die Tatsache, daß die vor dem Beitritt ärmste EU-Region auf immerhin 57 Prozent kam.

Von den 60 EU-Regionen, in denen der entsprechende Prozentwert unter 75 liegt, befinden sich mit 16 die mit Abstand meisten in der Republik Polen. Es folgen die Tschechei mit sieben, Ungarn mit sechs, Griechenland und Italien mit jeweils fünf, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und Portugal mit jeweils vier, die Slowakei mit drei, Spanien mit zwei sowie Estland, Lettland, Litauen und Malta.

Daß sich dieses schlechte Abschneiden der Republik Polen am unteren Ende der Skala nicht mit der Größe des Staates oder einer eklatant ungleichmäßigen Verteilung des nationalen Reichtums zwischen den Regionen des Landes begründen läßt, zeigt ein Blick auf das obere Ende der Skala, wo polnische Regionen überhaupt nicht vorkommen.

Ganz oben steht die britische Region Inner London mit 278 Prozent. Es folgen Brüssel mit 238 Prozent und Luxemburg mit 234 Prozent. Neben dem Großherzogtum überschreiten 36 Regionen die 125-Prozent-Grenze. Davon liegen sieben in der Bundesrepublik Deutschland, je sechs in Italien und dem Vereinigten Königreich, fünf in den Niederlanden, drei in Österreich, je zwei in Belgien und Finnland sowie je eine in Spanien, Frankreich, Irland und Schweden. Die Tschechei ist durch Prag vertreten, dessen Prozentsatz immerhin 138 beträgt. Polen hat wie die anderen mittelosteuropäischen neuen Mitglieder der Europäischen Union keine Wohlstandsregionen aufzuweisen.

Auch diese von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, zusammengetragenen und veröffentlichten Vergleichszahlen lassen erahnen, welche Lasten auf den deutschen Steuerzahler noch zukommen, wenn Brüssel seine Politik fortsetzt, mit vornehmlich deutschen Steuergeldern das Wohlstandsgefälle zwischen den EU-Mitgliedern auszugleichen. M. R.

 

VDK lädt nach Insterburg

Insterburg - Am Stadtrand von Insterburg entstand innerhalb des ehemaligen Zivilfriedhofes, auf dem aus dem Ersten Weltkrieg 556 Deutsche, fünf Rumänen und 165 Russen ruhen, ein Sammelfriedhof für alle noch aufzufindenden deutschen Gefallenen im östlichen Teil Ostpreußens.

Von 1942 bis 1948 wurden hier 1830 Gefallene bestattet. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) bettete bisher 6265 Gefallene ein. Zum zehnjährigen Bestehen der Kriegsgräberstätte lädt der VDK für den 1. Juli zu einer Gedenkveranstaltung in Insterburg ein.


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