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10.06.06 / Ein Tisch im Rapsfeld / Ein bunter Fototermin mit Mobiliar

© Preußische Allgemeine Zeitung / 10. Juni 2006

Ein Tisch im Rapsfeld
Ein bunter Fototermin mit Mobiliar
von M. Rosenthal-Kappi

Sie leuchten im Frühling von weitem mit ihrem satten Gelb, verbreiten einen Duft nach Honig in der Luft. Pünktlich zur Vollblüte der Pflanze lud die "Centrale Marketing-Gesellschaft" (CMA) der deutschen Agrarwirtschaft zum Fototermin mit gedecktem Tisch im blühenden Rapsfeld ein.

Rapsfelder sind nicht nur schön anzusehen, die Pflanzen sind vielseitig nutzbare Gewächse. Seit Jahrhunderten wird das rosenähnliche Kreuzblütengewächs in Deutschland angebaut. Wurde es zunächst fast ausschließlich als Speise- und Lampenöl genutzt, entdeckte man bald die vielfältige Nutzbarkeit von Rapsöl. Es wurde zur Herstellung von Margarine verwendet, als Schmierstoff, für Reinigungsmittel und als Bestandteil von Kosmetika und Dieselmotoren.

In Zeiten knapper werdender Ressourcen wird aus Raps als nachwachsendem Energielieferanten auch Biodiesel hergestellt, mit dem Hybridautos angetrieben werden können. Zur Zeit ist diese Kraftstoffart jedoch noch nicht weit verbreitet.

In Deutschland wird Raps auf 1,4 Millionen Hektar Land angebaut. Der Anbau hat damit im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent zugenommen. Den größten Rapsanbau betreibt Mecklenburg-Vorpommern mit 235000 Hektar, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 111000 Hektar Anbaufläche.

Rapsöl hat durch Deutschlands Küchen in den vergangenen Jahren einen regelrechten Siegeszug vollzogen. Nachdem die gesundheitsfördernde Wirkung durch den hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren bekannt wurde, ist der Gesamtabsatz um 8,7 Prozent im Jahr 2005 gestiegen. Ein hoher Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte aus. Der LDL-Spiegel (das "böse" Cholesterin) wird bei gleichzeitiger Konstanthaltung des HDL-Spiegels (das "gute" Cholesterin) gesenkt.

Generell können alle Speisen, für die pflanzliches Öl benötigt wird, mit Rapsöl zubereitet werden. Es ist nicht nur aus ernährungsphysiologischer Sicht ein Alleskönner, sondern zeichnet sich mit seinen zwei Varianten "feines Rapsöl" und "kaltgepreßtes Rapsöl" durch eine hohe Vielseitigkeit aus.

Die kaltgepreßten Rapsöle eignen sich vor allem für die Verwendung in der kalten Küche. Mit ihrem herzhaft nussigen Aroma verfeinern sie Salate, Dips und Marinaden. Feines Rapsöl hingegen eignet sich eher zum Kochen, Braten, Backen und Dünsten. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob man sich für preiswertes Öl aus dem Discounter oder teures vom Feinkosthändler entscheidet, gesund ist es allemal.

Tischlein deck dich Foto: Rosenthal-Kappi


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