19.01.2022

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
17.06.06 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / 17. Juni 2006

Leserforum

Wähler wollen nur das Schlimmste verhüten
Betr.: "Volksparteien ohne Volk" (Nr. 20)

Wer das Treiben von Union und SPD beobachtet, kann nicht auf den Gedanken kommen, daß sie Volksparteien seien. Sie werden zwar noch von etlichen Bürgern gewählt, die Nichtwähler haben noch nicht die absolute Mehrheit, aber sie werden doch oft nur gewählt, weil der Wähler glaubt, mit ihrer Wahl Schlimmeres verhüten zu können. Wahlen aus Zustimmung dürften eher die Ausnahme sein. Und so benehmen sich die Parteien auch. Sie verfolgen Interessen, die mit denen des Volkes wenig bis nichts zu tun haben, und sie fürchten ja auch die Meinung der Bürger, die sie in Entmündigung halten. Sie haben sich eine Verfassung geschaffen, die ihnen erlaubt, sich um die Meinungen der Bürger nicht kümmern zu müssen. So dürfen wir Bürger uns auch nicht wundern, wenn Politiker immer wieder in unsere Taschen greifen. Ihre Phantasie der Geldentnahme aus Bürgerbesitz ist grandios und unerschöpflich.

Unerschöpflich ist auch ihr Einfallsreichtum, wenn es darum geht, die Bürger über ihr Tun und ihre Absichten zu täuschen.

Franz Peter, Seevetal

 

Zu viele Opfer ausgeschlossen
Betr.: "Einheitsfront gegen die Opfer" (Nr. 22)

Die politische Klasse der Republik hat sich wirklich nicht immer mit Ruhm bekleckert, sondern ist tief durch den Schmutz gewatet. Man kann nur staunen, wer da dem Schmutz nicht ausgewichen ist und ihn nicht trockengelegt hat. Daß Menschen so bedenkenlos ihre Ehre und ihr Ansehen aufs Spiel setzen, erstaunt immer wieder.

Aber nicht nur die Enteigneten sind die Opfer einer Einheitsfront von Politikern, alle deutschen Opfer des Zweiten Weltkrieges zählen zu ihnen, so weit sie nicht als Juden, Zigeuner oder Gegner Hitlers aus dem Heer der Toten herausgehoben worden sind.

Man kann sich nur wundern, wie Christen, einschließlich auch von Talarträgern, die Grundsätze unseres Glaubens verraten haben, wie Gutmenschen aller Klassen jedes Mitgefühl mit unzähligen Opfern vermissen ließen und noch immer vermissen lassen.

Ich hoffe, daß die Nachwelt die Gutmenschen-Spreu vom Weizen trennen und beim Namen nennen wird, was Humanität und Menschlichkeit in Deutschland beinhalten.

Sebastian Werner, München

 

Immer besser
Betr.: PAZ

Mit Freude sehe ich, daß das alte Ostpreußenblatt mit jeder Ausgabe besser wird, nicht nur mit der Rätselseite hat das Blatt dazugewonnen. Sie ist heute sicher die führende, seriöse konservative Zeitung Deutschlands. Allerdings fange ich meistens mit der letzten Seite, mit Herrn Heckels Beitrag an, was nicht heißen soll, daß die anderen Beiträge nicht auch ausgesprochen meine Gedankenrichtung treffen, sondern sicher auch die vieler anderen Leser.

Sehen Sie nun zu, daß Sie eine breitere Basis und weitere Verbreitung finden.

Dr. Hans-Wilhelm Wittmeier, Rösrath

 

Stalin half
Betr.: Leserbrief "Mißbrauchter Streik" (Nr. 19)

Der veröffentlichte Leserbrief veranlaßte mich, den Artikel des Herrn Röhl vom 11. März noch einmal zur Hand zu nehmen. Darin fand auch ich einige Passagen, mit denen ich nicht einiggehen kann. Das sind vor allem die Sätze: "Die Machtergreifung war das Ende der Weimarer Republik, und Hitler ermöglichte den Aufstieg der blutigsten Diktaturen, die es je in Europa gegeben hatte", und: "So nannte man später den Berliner BVG-Streik eine Generalprobe für den mörderischen Hitler-Stalin-Pakt."

Man muß hier nicht von Fehldeutung sprechen, die bei geschichtlich Unkundigen den Eindruck erwecken kaum, daß Adolf Hitler auch für Stalin und dessen Terrorherrschaft verantwortlich zu machen sei. Umgekehrt wird eher ein Schuh draus! Die sich seit 1917 in Rußland abzeichnende Entwicklung trug (neben dem Friedens-Diktat von Versailles!) wesentlich zum Entstehen und Aufstieg des Nationalsozialismus bei.

Auch Churchill sah frühzeitig in der russischen Revolution eine drohende Gefahr. Er schrieb in der "Evening News" am 28. Juli 1920: "In Rußland entsteht unter dem bolschewistischen Regime ein System irdischer Barbarei. Die Bolschewiken halten sich durch blutige Massengemetzel und Morde an der Macht. In weiten Gebieten wird die Zivilisation völlig vernichtet, während die Bolschewiken wie wildgewordene Pavianhorden in den Ruinen der Städte und zwischen den Leichen ihrer Opfer herumspringen"!

Werner Haaß, Weißenburg

 

Rattenfänger
Betr.: "Trillerpfeifen und permanenter Klassenkampf" (Nr. 22)

Es ist schon ein Jammer, was für Nieten die deutschen Gewerkschaften anführen und welche Rattenfänger bei ihnen Beifall finden.

Wir brauchen starke Gewerkschaften, weil die Arbeitgeber keine Heiligen sind und Politiker oft nicht die Interessen der Bürger vertreten, von denen sie sich haben wählen lassen. Aber diese Gewerkschaften brauchen intelligente Führungspersönlichkeiten, denen Moral und die Verantwortung für das Gemeinwesen nicht fremd sind. Sie müssen fähig sein, über den Rand der eigenen Bedürfnisse hinauszuschauen. Nur nach dem eigenen vollen Teller zu trachten, reicht längst nicht mehr aus.

Karoline Korthaus, Wilhelmshaven

 

Sogar das preußische Königspaar fuhr 1842 auf dieser Strecke
Betr.: "Unter Volldampf zum Weltrekord" (Nr. 21)

Ein schöner Bericht am richtigen "Ort"; hat mich sehr angesprochen. Wenn Sie auf die Zeitschrift "Eisenbahn-Kurier" verweisen, so leider ohne einschlägiges Nummern- und Herausgabedatum! Da steht dann vielleicht auch was über die "Kette" an der Lok auf dem Bild vom Bahnhof Erkrath. Sie erklären das leider nicht! Der Uneingeweihte könnte denken, ob wohl die Lok (und vielleicht der gesamte Zug) vom Gerichtsvollzieher gepfändet ist?

Laienhaft vertraut mit dem örtlichen bahntechnischen Umständen, darf ich vorsorglich bemerken, daß das Foto aus der Zeit stammt, zu der (noch) nicht mit einer zweiten Lok die Rampe hochgefahren wurde, sondern an einem Drahtseil (die Kette ist nur das Endstück) über eine in Hochdahl befindliche Umlenkrolle - ein riesiges gußeisernes Rad - hochgezogen wurde. Das habe ich aber schon in den 30er Jahren nicht mehr erlebt. Vielmehr stand in Erkrath zusätzlich eine Tenderlok bereit, die hinten an die bergauf fahrenden Züge angekoppelt wurde und als "Schieber" zusammen mit der Traktionslok die Züge die Rampe hoch"stemmte". Das erwähnte Umlenkrad stand meines Wissens nach dem Krieg als sozusagen "Denkmal" hochkant an der Nordseite des Hochdahler Bahnhofs.

F. Henning Streu, Bremen

Anmerkung des Autors:

Die Hinweise von Herrn Streu zielen in die richtige Richtung. Die letzte Fahrt mit Seilzugbetrieb fand am 10. August 1926 statt, von da an wurde eine leistungsstarke Tenderlok zum "Nachschieben" angekuppelt. Diese Phase endete im Mai 1964 mit der Elektrifizierung der Strecke. Seither muß nur noch in seltenen Ausnahmefällen eine zweite E-Lok eingesetzt werden.

Die Steilstrecke Erkrath-Hochdahl ist am 10. April 1841 eröffnet worden. Zunächst wurden die Züge von einer Dampfmaschine mit einem Hanfseil hochgezogen. Doch schon nach wenigen Monaten ersetzte man die stehende Dampfmaschine durch eine Umlenkrolle. So zog ein bergab fahrender Zug den Gegenzug hoch (siehe Foto). Nachdem mehrmals das Hanfseil gerissen war, wurde es im Juni 1843 gegen ein Stahlseil ausgetauscht. Seit 1987 erinnert eine vom Bürgerverein Hochdahl initiierte Gedenktafel an diese einmalige Technik, die immerhin 85 Jahre zuverlässig im Einsatz war. Festlicher Höhepunkt dieser "Erfolgsstory" war übrigens eine Fahrt des preußischen Königspaares am 28. August 1842.

Weitere Einzelheiten sind der von Meinhard Sucker und Udo Kampschulte verfaßten Broschüre "Die Seilzuganlage in Hochdahl" (Hrsg. Deutsche Bundesbahn) zu entnehmen. Hans-Jürgen Mahlitz

Fahrt mit Seilzugbetrieb Erkrath-Hochdahl: 1841 in Betrieb genommen und 1926 stillgelegt Foto: Archiv

 

Gleichbehandlung einklagen
Betr.: "Der klagende Dritte" (Nr. 19)

Die Medaille hat wie immer zwei Seiten.

Ich fühle mich als hier im Land geborener Deutscher deutscher Eltern vielfach benachteiligt und diskriminiert. Ich erhalte keine Begrüßungsgelder, keine zinsvergünstigten oder -losen Darlehen, keine segensreichen Geld- und sonstigen Geschenke, nur weil ich blöderweise kein Spätaussiedler, Schwarzafrikaner oder ganz allgemein Mitbürger mit migrantem Hintergrund bin.

Nur weil ich hier geboren bin und nicht aus einer türkischen oder sonstigen Migrantenfamilie stamme, muß ich mich als latenter Rassist von den eigenen Leuten beschimpfen lassen.

Dies hat nun, unseren Politikern sei dank, endlich ein Ende.

Das Antidiskriminierungsgesetz (ADG) eröffnet mir und allen anderen endlich die Möglichkeit, als Einheimischer in der Heimat gegenüber Migranten Einheimischen die Gleichbehandlung einklagen zu können.

Der Polemik ein Ende: Unseren Politikern ist überhaupt nicht klar, daß dieses Gesetz das Land endgültig lahmlegen wird.

Selbst stark verwurzelte einheimische Firmen werden kapitulieren und irgendwann ins Ausland flüchten.

Deutschland ist schon lange defekt, nun erleben wir den Beginn des Ablebens.

Interessanterweise stehen Ihre beiden Artikel "Der klagende Dritte" und "Bloß weg hier" auf den gegenüberliegenden Seiten vier und fünf.

Aus dem ADG als ein Grund von vielen ergibt sich nur die Konsequenz, dieses Land der Verrückten möglichst flott zu verlassen, was mir als Deutschen, der diesem Land gegenüber immer noch patriotische Gefühle hegt, sehr schwerfällt.

Herbert Meuser, Schloß Holte-Stukenbrock

 

So viele Deutsche auf einem Haufen
Betr.: "Das Spiel mit den Opferzahlen" (Nr. 19)

Wir bekamen 1945 über den Dienstweg ausführliche Nachricht von den sehr schweren Luftangriffen auf Dresden durch die Royal Air Force (RAF) und US-Air-Force (USAF). Sinngemäß hieß es in dem Bericht: Die Stadt sei vollgestopft mit Flüchtlingen, wo man auch hinsah, darunter auch unzählige Pferdegespanne und Fahrzeuge aller Art!

Ferner hieß es, die Stadt sei schon nach den ersten Angriffswellen ein einziges Feuermeer gewesen und der Feuerschein bei Nacht mehr als 100 Kilometer weit sichtbar gewesen!

Trotzdem wurden weitere Angriffe durch RAF- und dann am Tage durch USAF-Bomber geflogen. Man sprach von fast vollständiger Zerstörung und unglaublich hohen Verlusten unter der Bevölkerung. Die Stadt soll zu jenem Zeitpunkt mit zirka 660000 Menschen vollgestopft gewesen sein!

In einem Buch, welches aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt worden ist, habe ich Jahre nach dem Krieg noch nachfolgende Einzelheiten sinngemäß in Erinnerung.

Der damalige britische Premierminister Winston Churchill besuchte häufig das Hauptquartier der britischen RAF und vor allen Dingen die Bildstelle der britischen Luftaufklärung. So wurden ihm einen Tag vor den Angriffen Luftbilder gezeigt, die man eben entwickelt und ausgewertet hatte.

Er befragte den diensthabenden Offizier und bekam sinngemäß nachfolgende Angaben: Es handele sich um Dresden, das in etwa doppelt so viele Einwohner zähle wie normal. Churchill daraufhin: "Sofort angreifen, ich sagte sofort angreifen, so viele Deutsche auf einem Haufen bekommen wir nie wieder zusammen!" Wörtlich, ich werde das nie vergessen.

Gerhard Schulz, Wietze

 

Türkisch als zweite Amtssprache
Betr.: "Multikulti nach Noten" (Nr. 18)

Vor lauter Begeisterung über seinen genialen Vorschlag, unsere Nationalhymne (dritte Strophe) auch auf Türkisch singen zu lassen, hat Hans-Christian Ströbele (Grüne) einen weiteren, genialen Vorschlag ganz einfach vergessen: Türkisch sollte in ganz Deutschland als zweite Amtssprache eingeführt werden, dann hätten unsere Ämter, Schulen und Institutionen keine Probleme mehr mit der Integration von türkischen Zu(ein)wanderern und türkischstämmigen Deutschen.

Einfach genial, Herr Ströbele!

Winfried Schiewer, Allendorf


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabo bestellen Registrieren