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08.07.06 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / 08. Juli 2006

Leserforum

Wir haben die Freiheit zurückgewonnen - das macht mich stolz
Betr.: 17. Juni 1953

Immer wenn ich in Zittau zum Bahnhof gehe und über den davor liegenden Platz des 17. Juni komme, denke ich daran, daß alle Menschen das gleiche Recht auf Freiheit haben. Als im Juni 1953 in Zittau und überall in der damaligen DDR die Menschen gegen die erneut aufkommende Diktatur gestreikt und demonstriert haben, standen auf diesem Platz die Panzer. Daß dieser erste Aufstand gegen den Kommunismus blutig niedergeschlagen wurde, ist allgemein bekannt. Weil viele unserer Mitbürger in keiner Diktatur leben wollten, haben Sie nach dem Aufstand schweren Herzens ihre Heimat verlassen.

Weil der SED-Diktatur die Leute weggelaufen sind, hat Ulbricht vor 45 Jahren die Mauer bauen lassen und angeordnet, daß auf alle Menschen, die sein sogenanntes Arbeiterparadies verlassen, scharf geschossen wird.

Jeder der diesen Entzug der Freiheit kritisierte, wurde zu Zuchthausstrafen verurteilt. Trotz der Gefahr eingesperrt zu werden gab es Widerstand, und ich finde es ist eine Schande für unsere Bundesrepublik, daß der Widerstand gegen die SED-Diktatur so gering geachtet und bewertet wird. Ich bin der festen Überzeugung, daß keinem Volk auf unserer Erde der legitime Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung versagt werden kann.

Es ist ein Naturgesetz, daß Diktatur Widerstand erzeugt und daß es zum Aufstand kommen muß.

Vor 17 Jahren, 1989 war es in der DDR soweit, das Faß war voll, und wir haben es geschafft, die Kommunisten zu entmachten, und unsere Freiheit zurückzugewinnen. Darauf bin ich und darauf können wir als Deutsche stolz sein. Der Satz "Wir sind das Volk", von vielen Menschen 1989 gerufen, hat eine ungeheure Kraft entwickelt. Selbst die Zaghaften und Ängstlichen sind 1989 mit zur Demo auf die Straße gegangen und haben eine Menschenkette gebildet.

Dieser Ruf hat die Diktatoren erzittern lassen und uns Kraft und Selbstvertrauen gegeben. Diese Erkenntnis hat auch 17 Jahre nach dem Mauerfall ihre volle Gültigkeit. Sie gibt uns Kraft, allen linken Chaoten und Feinden der Demokratie die Stirn zu bieten. Ich bin ehemaliger politischer Häftling (Bautzen) und habe am 17. Juni 1961 in Zittau mit Flugblättern, die ich selbst gedruckt und verteilt habe, zum Widerstand aufgerufen.

Ewald Kurbiuhn, Olbersdorf

 

Patriotismus bald ohne Deutsche
Betr.: "Eine Reise nach Deutschland" (Nr. 22)

Ein Plädoyer für den Patriotismus aus einem durch Erleben geläuterten Gehirn. Darüber dürfen wir uns freuen. Der Mensch lernt bekanntlich so lange er lebt, nur nehmen viele diese Anlage nicht wahr. Herr Matussek hat Respekt verdient. Leider dürfte der Ruf nach Patriotismus zu spät kommen.

Ein Freund schrieb mir gerade über seine Erfahrungen mit den in Deutschland lebenden Türken. Über die erste Generation, die von der Industrie zur Arbeit in unser Land gerufen wurde, weiß er nur Positives zu berichten, stellt aber fest, daß sie immer Türken geblieben sind. Anders ist sein Urteil über die in Deutschland geborenen Kinder und Enkel, die sich hier zwar mehr zu Hause fühlten, aber Türken oder Kurden blieben. Sie lebten meist abgekapselt in ihrem Kulturkreis, die Männer träfen sich im Teehaus oder der Moschee, die Kinder seien in der Koranschule oder im türkischen Fußballverein. Bei der großen Geburtenfreudigkeit würden sie uns bald majorisieren und so das Problem eines deutschen Patriotismus auf ihre Weise lösen. Ich fürchte, so ist es!

Waldemar Posegga, Baden-Baden

 

Fehlen Beck die Argumente?
Betr.: "Burschenschafter verklagt Beck" (Nr. 24)

Es ist schon erstaunlich, wie sehr Nebensächlichkeiten gestandenen Politikern gegen den Strich gehen können und sie auf diese reagieren, als wenn sie von einer Tarantel gestochen wären. Nicht nur die Bundeskanzlerin hat sich von dem Scharfmacher Roland Koch trotz anfänglicher Bedenken dazu verleiten lassen, das ehemalige CDU-Mitglied aus dem konservativen Wahlkreis Fulda, Martin Hohmann, aus der Partei auszuschließen, obwohl diesem höchstrichterlich kein politisch zu beanstandendes Verhalten vorgeworfen werden konnte.

Nun hält es auch der neue SPD-Vorsitzende Kurt Beck für schädlich, wenn sich ihre Mitglieder einer patriotischen Burschenschaft angeschlossen haben. Das bedeutet für das SPD-Mitglied Sascha Jung: Der Daumen zeigt nach unten, also Parteiausschluß. Herr Beck hat offenbar keine überzeugenderen Argumente, um sich mit Sascha Jung auf Augenhöhe auseinandersetzen zu können. Das zeugt nicht nur von mangelndem Selbstwertgefühl. Sein Verhalten kann durchaus auch negative Auswirkungen auf andere SPD-Mitglieder ausüben. Oder geht Herr Beck davon aus, daß sich die augenblickliche Aufregung von selbst erledigt und sie über kurz oder lang in Vergessenheit gerät?

Wie die Klage von Sascha Jung auch ausgehen mag: Der neue SPD-Vorsitzende muß sich vorhalten lassen, ebenfalls dem neuen Zeitgeist bedenkenlos zu huldigen, auch wenn dieser schon einige Risse aufweist. Das euphorische Mitsingen der deutschen Nationalhymne im Dortmunder Stadion während der Fußballweltmeisterschaft sollte ihn eines Besseren lehren.

Walter Grubert, Hannover

 

"Und welcher Politiker demonstriert für dich?": Hier starb der Deutsche David Fischer. Foto: Hild

 

Bekehrung?
Betr.: "Eine Reise nach Deutschland" (Nr. 22)

Das klingt zu schön, was Herr Matussek schreibt, auch wenn seine Gedanken nicht neu sind und wahrscheinlich in vielen ungenannten Deutschen schlummern, auch in bekannteren, die es aber sehr schwer mit Deutschlands Tendenz-Medien hatten.

Wollen wir ihm glauben, daß er es ehrlich meint (im Zweifel für den Angeklagten). Die Fußballweltmeisterschaft läßt nationale Wallungen aufkommen. Wie lange werden sie wallen, wenn unsere Nationalmannschaft die Erwartungen enttäuscht. Und werden dann die Anti-Deutschen unter uns von ihrem Haß gegen die eigene Nation lassen, nur weil ein Gestriger sich bekehrt zeigt? Zweifel sind angebracht. Vor allem wird es auf die Medien ankommen, ob sie endlich bereit sind, unser Land nicht nur mit dem Holocaust zuzudecken, sondern die ganze deutsche Geschichte aufleuchten zu lassen. Und auch unter Hitler gab es Millionen Deutsche, die sich vor niemandem verstecken müssen, schon gar nicht vor den Schmähern des eigenen Volkes.

Übrigens: Ein Lob für die Leserbriefschreiber - unwiederbringlich - das sollte mit einer Doppelseite Leserbriefen belohnt werden. Wir sind mit ihnen auch sehr zufrieden, sie machen auch einen Reiz der PAZ aus.

Noah Stender, Dorsten

 

Nichtverstehen
Betr.: "Erst sprachlos - dann arbeitslos" (Nr. 21)

Wir haben es alle in der Hand, dem Mißbrauch und der Verhunzung unserer Sprache entgegenzuwirken. Wir müssen nur beim Auftreten englischer Wörter, wenn es für sie deutsche Entsprechungen gibt, Nichtverstehen vortäuschen. Das ist auch bei Mails denkbar und eine wirkungsvolle Gegenwehr.

Hans-Peter Handl, Solingen

 

Wo bleibt jetzt die Betroffenheit?
Betr.: "Sehr dumm" (Nr. 25)

Ein 20jähriger Deutscher wurde am Sonnabend von einem mittlerweile verhafteten Afghanen in unmittelbarer Nähe des Falles des Äthiopiers abgestochen. Der Deutsche verblutete. Aber keine Demonstrationen gegen Ausländerkriminalität oder Deutschenhaß auf dem Luisenplatz. Keine einseitige und blauäugige orchestrierte Hysterie wie vor Wochen. Wo bleibt die Betroffenheit? Erst Wochen nach dem Unglück um den Äthiopier Ermyas M. kam die nicht unwichtige Tatsache an die Öffentlichkeit, daß dieser mit Beleidigungen und Gewalttätigkeiten seine Angreifer provoziert hat. Es dünkt einen merkwürdig, wenn bei der neuen Meldung über den toten Deutschen die Sprache davon ist, daß dieser alkoholisiert gewesen sei und ein "fremdenfeindliches" Motiv ausgeschlossen werden könne. Was sagt die neue Generalbundesanwältin zu diesem Fall? Wo sind die bunten Halstücher gegen Inländerfeindlichkeit? Wann macht Superintendent Althausen wieder eine Andacht in der Friedenskirche? Wo bleibt die 5000-Euro-Spende des "Rewe"-Marktes für die Angehörigen des jüngsten Opfers (wie im Fall des Äthiopiers)? Müßte die Summe nicht wegen des Todesfalls auch noch erhöht werden? Weswegen rufen Oberbürgermeister und Ministerpräsident nicht genauso entschieden die in Potsdam lebenden Ausländer zur Raison, Toleranz und Gewaltfreiheit zu leben? Wo sind die Internet-Seiten und Großplakate mit Aufrufen wie "Brandenburg gegen Ausländerkriminalität"? Wo sind die Fußballwettkämpfe, deren Erlös der Familie des Ermordeten gezahlt werden? Ist hier nicht etwas faul im Lande? Honni soit qui mal y pense!

Peter Hild, Berlin

 

Churchill hat die "Lusitania" als Köder benutzt
Betr.: "Konterbandist im großen Stil" (Nr. 22)

Ihr Artikel enthält für mich viele neue Fakten. Um ganz rund zu sein, fehlt mir ein wenig die Verteidigung der deutschen Seite. So war bekannt, daß die deutsche Regierung in den USA mit großen Anzeigen davor warnte, die "Lusitania" zur Reise nach England zu benutzen, da sie von deutschen U-Booten blockierte Gewässer passieren mußte. Die Warnungen wurden jedoch mißachtet.

Als das deutsche U-Boot die "Lusitania" mit einem Torpedo traf, sank der Ozeanriese nach mehreren Explosionen, die auf die an Bord befindliche Munition zurückzuführen waren, sehr schnell.

Der britische Historiker Robsen meint, daß die "Lusitania" absichtlich von der englischen Regierung als Köder benutzt wurde, um den Kriegseintritt Amerikas herbeizuführen. Die britische Regierung mußte mit dem Angriff rechnen, da die U-20 kurz zuvor zwei Schiffe vor Irland versenkt hatte. Marineminister war Winston Churchill! Die britische Regierung habe auch ihren König Georg V. belogen, der daraufhin von "einem feigen Verbrechen" sprach und dem österreichischen und deutschen Herrscherhaus die Hosenbandorden aberkannte. Der Historiker Robson forderte die heutige Regierung auf, "reinen Tisch" zu machen und die Verantwortlichkeit der damaligen Londoner Regierung zuzugeben. Dann stünde es der Queen frei, posthum Kaiser Wilhelm den Hosenbandorden wieder zuzuerkennen. Noch wichtiger sei es, der heutigen Generation ein neues Geschichtsbild des damaligen deutschen Volkes zu vermitteln.

Khemlyani-Albrecht, Bendestor

 

Über die Wolga nach Bagdad
Betr.: "Reußen und Preußen" (Nr. 21)

Der Artikel über die "Reußen und Preußen" von Herrn D. W. Leitner bedarf noch einiger Erläuterungen. Im russischen etymologischen Wörterbuch von Max Vasmer wird der Name "Rusj, alter Name für Rußland ... auf altnordisch Robsmenn ... Ruderer, Seefahrer zurückgeführt ..."

Dieser germanische Volksstamm der Rus hatte seinen Wohnsitz an der Ostküste von Schweden am Bottnischen Meerbusen. Mit ihren Ruderbooten haben sie die Ostsee überquert und reisten so auch über die russischen Flüsse; in deren Quellgebiet mußten sie sogar Landpartien überwinden und erreichten über die Wolga auch Bagdad. Dort konnten sie die sehr begehrten schwarzen Eichhörnchenfelle (Feh) günstig verkaufen. Eine Vorstellung von dem Umfang dieses Geschäftes kann man gewinnen, wenn man die 40000 Münzen berücksichtigt, die in der Nähe von Uppsala in Schweden erst im vorigen Jahrhundert gefunden wurden; sie stammten aus dem Kalifat des Harun al Raschid (786-809), der aus 1001 Nacht bekannt ist.

Dieser schwedische Volksstamm der Robsmenn ist nicht nur durch das Land gewandert; er hat auch Städte gegründet wie Holmgard, das später Naugard und heute Nowgorod genannt wurde, sowie Ostrogard, später Känugard und heute Kiew. Von diesen schwedischen Roslagen werden sogar Fürsten wie Hrureko (Rurik) als Regenten in das russische Gebiet berufen. Nach diesem Fürsten Rurik hat das russische Fürstengeschlecht den Namen Rurikiden erhalten, die sogar bis zum Jahre 1598 in Rußland regiert haben.

Interessenten für weitere geschichtliche Zusammenhänge möchte ich auf mein Buch vom R. G. Fischer Verlag mit dem Titel "Die Wenden und die ,Slawen' genannten Völker" hinweisen.

E. Linnenkohl, Duisburg

 

Blut für Blut
Betr.: Leserbrief "Die Ermordung polnischer Eliten führte zur Verrohung" (Nr. 19)

Die Verrohung setzte ab 1918 durch Polen selber ein, als Zehntausende von Volksdeutschen ermordet und gleich ab Kriegsbeginn 1939 über 5000 am Bromberger Blutsonntag (ebenfalls in anderen Städten und Dörfern) gemeuchelt wurden. Die Deutschen stellten die Mörder vor Gericht und richteten sie hin.

Gleich ab dem ersten Kriegstag bildete sich in ganz Polen ein Partisanennetz: Verdächtige Kollaborateure wurden hingerichtet und jüdische Partisanengruppen bekämpft (Aschenauer: "Krieg ohne Grenzen - der Partisanenkampf gegen Deutschland 1939-1945"). Rund 750000 Polen wurden Opfer des sowjetischen Terrors und werden wie immer dem deutschen Schuldkonto angelastet (siehe Katyn und Jedwabne).

Friedrich Karl Pohl, Lütjenburg


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