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08.07.06 / Aus den Heimatkreisen

© Preußische Allgemeine Zeitung / 08. Juli 2006

Aus den Heimatkreisen

GERDAUEN

Kreisvertreter: Dirk Bannick, Tel. (01 71) 5 27 27 14. Gst.: Wiebke Hoffmann, Peiner Weg 23, 25421 Pinneberg, Tel. (0 41 01) 2 23 53, geschaeftsstelle@kreis-gerdauen.de

Ein Leben im Zeichen der Nächstenliebe - Ilse Bannick feierte ihren 80. Geburtstag - Am 21. Mai 2006 hat Ilse Bannick auf ein acht Jahrzehnte umfassendes, erfülltes Leben zurückblicken dürfen. Ihr langer, wechselvoller Lebensweg ist gekennzeichnet von ihrem hingebungsvollen und tatkräftigen Dienst am Menschen, zu dem sie sich stets berufen fühlte. Die motivierende Kraft und außergewöhnliche Seelenstärke für ihren Einsatz findet sie in einem unerschütterlichen Gottvertrauen und in ihrer fest verankerten, von hoher Verpflichtung getragenen Liebe zur ostpreußischen Heimat. Geboren wurde sie als zweites Kind von Maria Doebler, geh. Herzmann und Oberforstwart Fritz Doebler in Heeselicht bei Osterode in Ostpreußen. Bald nach der Geburt der kleinen Ilse zog die Familie nach Groß Gnie, wo sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder Fritz eine glückliche, wunderschöne Kindheit und frühe Jugend verbrachte. Das Kriegsende erlebte Ilse Bannick in Berlin. Sie war als RAD-Helferin in der Hauptstadt im Gesundbrunnenbunker eingesetzt. Auf Befehl der Sowjets wurde sie bei Kriegsende nach Ostpreußen zurückgeschickt. Nach Monaten gelangte sie wieder in den Kreis Gerdauen, wo sie in Neusorge ihre Mutter. die zurückgehalten worden war, in einem russischen Zivilgefangenenlager wiederfand. 1948 wurde sie - nach sehr schweren Jahren mit Aufenthalten in Litauen - von den Sowjets aus Ostpreußen ausgewiesen und gelangte nach Mühlhausen in Thüringen. Noch im gleichen Jahr floh sie gemeinsam mit ihrer Mutter, in den Westen, wo in Hoftsee bei Eckernförde inzwischen der Vater lebte. Erst 1950 ging ihr Herzenswunsch in Erfüllung: Im Husumer Krankenhaus erhielt sie eine Ausbildung als Krankenschwester, welche sie 1953 mit dem Staatsexamen abschloß. 1955 heiratete sie Gerhard Bannick und bekam die Söhne Claus und Dirk. Nach einer Arbeitspause stieg Ilse Bannick mit einer Halbtagsbeschäftigung wieder in den Beruf ein. Sie übernahm die Ausbildung der Krankenpflegehelfer und -helferinnen. Später, wieder ganztags tätig, arbeitete sie eine zeitlang als stellvertretende Stationsschwester, und anschließend leitete sie ab Mitte der siebziger Jahre als sachkundige und engagierte Stationsschwester bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1989 die Infektionsabteilung des Husumer Krankenhauses. Bereits seit dem 19. Mai 1954 ist sie Mitglied der Kreisgemeinschaft Gerdauen. 1992, im Jahr der Gründungsversammlung unserer Heimatkreisgemeinschaft als eingetragener Verein in unserer Patenstadt Rendsburg, wurde sie zur Kirchspielvertreterin von Klein Gnie gewählt. Die Heimatarbeit war für Ilse Bannick nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern eine immense Herausforderung, galt es doch insbesondere, die Klein Gnier aufzuspüren und zusammenzuführen. Große Hilfe und aktive Unterstützung erhielt sie bei dieser Aufgabe von ihrem Mann, welcher Vertriebenenbeauftragter für den Kreis Nordfriesland war. Aber auch nach der weltpolitischen Wende, als ein lange ersehntes Wiedersehen mit der Heimat endlich möglich war, knüpfte Ilse Bannick enge Kontakte zur Bürgermeisterin Tamara Kewlitsch und zur jetzigen Bevölkerung von Klein Gnie. Humanitäre Hilfe vor Ort war und ist ihr wichtig. Auch auf ihren Vorschlag hin wurde Tamara Kewlitsch durch unsere Paten anläßlich eines Hauptkreistreffens nach Rendsburg eingeladen. Bis heute hat Ilse Bannick weit über 800 ehemalige Bewohner des Kirchspiels Klein Gnie aufgespürt und zahlreiche Familienangehörige und Freunde aus den Kindertagen wieder zusammenbringen können. Sie sammelt und archiviert seit fünfzehn Jahren für die Dokumentation des Kirchspiels Klein Gnie Fotos, Dokumente und Exponate zum endgültigen Verbleib im Heimatarchiv. Ihre besonderen Leistungen und ihr couragierter Einsatz wurden 1997 durch die Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens der LO gewürdigt. Bis heute unterstützt Ilse Bannick durch ihre ehrenamtliche Arbeit als Kirchspielvertreterin von Klein Gnie aktiv die Heimatkreisgemeinschaft sowie die Redaktion des Heimatbriefes. Ihre Berichte über ihr Kirchspiel, aber auch die vielen Materialien, die ihr umfangreicher Fundus bereithält, sind eine große Bereicherung für den Heimatbrief. Gleichfalls beispielhaft für Ilse Bannicks Engagement sind ihre vielfältigen Themenanregungen im Kreis ihrer Kirchspielmitglieder, die immer gern aufgegriffen und für den Heimatbrief erarbeitet werden. Für ihr unverändert hohes Engagement wurde Ilse Bannick anläßlich ihres 80. Geburtstages vom Vorstand mit der silbernen Ehrennadel der Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen ausgezeichnet. Der Vorstand, der Kreistag der HKG und der Heimatbrief danken Ilse Bannick für ihre stets positive, konstruktive Mitarbeit und gratulieren ihr sehr herzlich zu der Auszeichnung und zu ihrem achtzigsten Geburtstag und wünschen ihr Gesundheit und Gottes reichen Segen.

 

GUMBINNEN

Kreisvertreter: Eckard Steiner, Schöne Aussicht 35, 65510 Idstein/Taunus, Telefon (0 61 26) 41 73, E-Mail: eck.steiner@pcvos.com , Internet: www.kreis-gumbinnen.de

32. Bundestreffen der Gumbinner und Salzburger In der Patenstadt Bielefeld - Am 9. und 10. September 2006 findet in der Gesamtschule Stieghorst in Bielefeld, Detmolder Straße / Am Wortkamp 3, das diesjährige Bundestreffen der Gumbinner und Salzburger statt. Die Saalöffnung erfolgt am Sonnabend, um 9 Uhr. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr mit der 13. Kreisversammlung. Nach dem Mittagessen um 12.30 Uhr, beginnen um 14 Uhr Arbeitsgespräche der einzelnen Bezirks-. Orts- und Stadtteilgruppen. Um 15.30 Uhr beginnt die Mitgliederversammlung der Salzburger im Wohnstift Salzburg, in der Memeler Straße 3. Das Abendessen und gemütliche Beisammensein ist für 18 Uhr vorgesehen. Um 20 Uhr wird der bekannte "Kant-Chor" Gumbinnen in der Lutherkirche Bielefeld (ganz in der Nähe des Hotels Bremer) ein Konzert geben. Am Sonntag erfolgt die Saalöffnung in der Gesamtschule Stieghorst wieder um 9.40 Uhr. Um 10 Uhr beginnt die öffentliche Gemeinschaftsstunde, die folgende Programmpunkte enthält: 1. Eröffnung und Begrüßung, 2. Kurze Andacht, 3. Ostpreußenlied, 4. Totengedenken, 5. Grußworte der Ehrengäste, 6. Bericht des Vorsitzenden, 7. Gastvortrag, 8. Schlußwort, 9. Nationalhymne. Um 12.30 Uhr ist das Mittagessen vorgesehen mit anschließendem gemütlichen Beisammensein und Plachandern bei Kaffee und Kuchen. Um 16 Uhr endet das Treffen. (Programmänderungen vorbehalten) Zu der Veranstaltung wird eine Delegation aus Gumbinnen erwartet. Ein Informations- und Verkaufsstand ist vorhanden. Auch eine Ausstellung ist geplant. - Speisen und Getränke werden in der Schule angeboten. Anreise mit dem Auto: Autobahn A 2, Abfahrt Bielefeld Zentrum auf die B66 / Detmolder Straße in Richtung Bielfeld, 5. Ampel rechts. Anreise mit der Bahn: Vom Hauptbahnhof Bielefeld mit der Straßenbahnlinie 3 in Richtung "Stieghorst" bis zur Haltestelle "Gesamtschule Stieghorst". Quartierbestellungen unter dem Stichwort "Gumbinnen" können in dem Brenner-Hotel-Diekman, Otto-Brenner-Straße 135, erfolgen. Alternative Hotelwunsche können über die Touristeninformation, Am Bahnhof 6, 33607 Bielefeld, Telefon (05 21) 17 88 44 erfüllt werden.

An alle Mitglieder der Kreisgemeinschaft Gumbinnen - Einladung zur 13. Kreisversammlung - Im Rahmen des 52. Bundestreffens der Gumbinner und Salzburger in der Patenstadt Bielefeld findet Sonnabend, 9. September 2006, 10 Uhr, in der Gesamtschule Stieghorst, Detmolder Straße / Am Wortkamp, in Bielfeld die 13. Kreisversammlung (Jahreshauptversammlung) mit folgender Tagesordnung statt: 1. Eröffnung und Begrüßung, 2. Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und Beschlußfähigkeit, 3. Genehmigung der Niederschrift vom 10. September 2005, HB 107, S. 21-22, 4. Genehmigung der Tagesordnung, 5. Berichte des Geschäftsführenden Vorstandes für das Jahr 2005-06, 6. Berichte der Kassenprüfer, 7. Aussprache über die Berichte, 8. Entlastung des Vorstandes, 9. Nachwahl der Schatzmeisterin Haupt- und Nothilfekonto, 10. Bericht des Vorsitzenden der Ehemaligen Friedrichs- und Cecilienschulen, 11. Bericht des Vorsitzenden der Gruppe "Ostpreußisch Platt", 12. Verschiedenes. Anträge sind laut Satzung mindestens acht Tage vor der Kreisversammlung dem Vorstand schriftlich zuzuleiten.


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