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08.07.06 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / 08. Juli 2006

Meldungen

Oberschlesisches Landesmuseum

Ratingen - Ab Sonntag, 16. Juli, 11 Uhr (Eröffnung), widmet das Oberschlesische Landesmuseum dem in Beuthen geborenen Künstler Karl Manfred Piontek eine Ausstellung. Nähere Informationen: Oberschlesisches Landesmuseum, Bahnhofstr. 62, 40883 Ratingen, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 11-17 Uhr, Telefon (0 21 02) 9 65 02 33.

 

Ostpreußisches Landesmuseum

Lüneburg - Noch bis zum 22. Oktober zeigt das Landesmuseum eine Ausstellung zur Naturschutzgeschichte. Die Ausstellung geht den Wurzeln des hiesigen staatlichen Naturschutzes im deutschen Osten nach. Nähere Informationen: Ostpreußisches Landesmuseum, Ritterstraße 10, 21335 Lüneburg, Telefon (0 41 31) 7 59 95 19.

 

Willi Kuhn möchte seinem Heimatort ein kleines Denkmal setzen. In "Lenzen, Kreis Elbing - Ende des Hochmuts und eine zerstörte Kindheit" schildert der Autor seine "sich sehr tief ins Gedächtnis eingegrabenen" Erinnerungen an seine Heimat.

Als zwölfjähriger erlebte Willi Kuhn das Kriegsende in Lenzen, dem mit 950 Einwohnern größtem Dorf auf der Elbinger Höhe. Schon 1941 veränderte sich die Stimmung im Dorf. "Mein Vater begann nun, an jedem Abend die Haustür abzuschließen, aus Furcht vor ungebetenen Gästen. Bisher hatte unser Haus immer offen gestanden, auch wenn alle es verließen. Das handhabten unsere Nachbarn ebenso ... Ängstlichkeit und Mißtrauen begannen sich auszubreiten." Gegen Kriegsende verändert sich auch vieles optisch im Dorf. So verschwinden beispielsweise auf dem Friedhof alle schmiedeeisernen Grabeinfassungen, da man das Metall zur Produktion von Waffen und Munition benötigt.

1945 passiert, was manche schon ahnten, aber nicht auszusprechen wagten: Die versprochene Wunderwaffe kommt für die Lenzener zu spät, der Russe steht vor der Tür. Die Familie von Willi Kuhn, deren Hof in einer Senke und somit ziemlich versteckt liegt, bekommt durch den Onkel und dessen Familie Einquartierung. Obwohl die Rote Armee den Ort einnimmt, wagt der Onkel jeden Tag heimlich den Gang in das Dorf, um seine zurückgelassenen Tiere zu füttern. Dabei sieht er, wie die Sowjets die zurückgebliebenen Menschen unterdrücken und ermorden. "Das wahre Ausmaß der sowjetischen Greuel zeigte sich am nächsten Tag. 17 ermordete Zivilisten wurden nach diesem Blutsonntag gezählt. Oftmals hatte man beide Ehepartner getötet." Die Berichte des Onkels lassen die Familie Kuhn ahnen, was ihr bei Entdeckung bevorsteht. Und irgendwann ist ihre Schonfrist vorüber und ihr etwas abgelegen liegendes Haus wird entdeckt. "Trotz der zahlreichen Leute, die beköstigt werden mußten, hatte Oma die Herrschaft in der Küche niemals abgegeben ... Während nun der Duft des bratenden Specks die Küche erfüllte, erscholl plötzlich aus dem Wohnzimmer vom Fenster her der Aufschrei: ,Oh, lieber Gott, die Russen sind da!'"

Eindringlich schildert Willi Kuhn die ständige Angst und Unsicherheit in seinem engen Umkreis. Zwar überlebt er selbst die Schikanen der Roten Armee, doch von seiner Familie sterben viele während der Besetzungszeit und der später folgenden Vertreibung in den rettenden Westen.

Willi Kuhn: "Lenzen, Kreis Elbing - Ende des Hochmuts und eine zerstörte Kindheit", Truso, Münster, geb., 238 Seiten, 21 Euro

 

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Kulturzentrum Ostpreußen

Ellingen - Im Juli wird die Deutschordensstadt Ellingen zwei Tage lang Treffpunkt der Trakehner-Freunde. Das Kulturzentrum Ostpreußen wird dazu in einer Sonderschau die Geschichte des ostpreußischen Hauptgestüts Trakehnen darstellen.

Bereits 1732 wurde das "Königliche Stutamt Trakehnen" von Friedrich Wilhelm I. gegründet. Die systematische Zucht begann 1757, so daß das Gestüt im kommenden Jahr sein 250jähriges Bestehen hätte feiern können. Nach der Räumung Ostpreußens gegen Ende des Zweiten Weltkrieges waren von den einstmals 30000 Pferden nur 1500 Tiere übriggeblieben. Das Brandzeichen - zwei zum Wappen geformte Elchschaufeln - gibt es heute noch. Vornehmlich in den norddeutschen, aber auch in anderen Bundesländern wird die bei Pferdefreunden beliebte Rasse weiter gezüchtet.

Am 22. und 23. Juli finden nun in Franken die "Ellinger Trakehner-Tage" statt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Förderverein Kulturzentrum Ostpreußen, die Schirmherrschaft hat der Präsident des Bayerischen Reit- und Fahrvereins Hans-Peter Schmidt übernommen. Die Vorsitzende des Fördervereins, Katharina Fürstin von Wrede, betonte bei der Programmvorstellung, daß die "Trakehner-Tage" in Zukunft einen festen Platz im Veranstaltungskalender Ellingens bekommen sollen.

Neben der Eröffnung der beiden Sonderschauen "Trakehnen - ein Pferdeparadies (Die Geschichte des Hauptgestüts und der Pferdezucht in Ostpreußen)" sowie "Fragmente der Vergangenheit - Das Schloßmuseum Marienburg zu Gast in Franken" am Sonnabend, 22. Juli, 10.30 Uhr, findet ein Handwerkermarkt rund um das Pferd im Schloßhof statt. Ab 14.30 Uhr erfolgt ein Festzug durch die Barockstadt, an dem sich verschiedene Musikgruppen wie die Alten Ulanen aus Ansbach, die Ingolstädter Parforcehornbläser, die Deutschordenskapelle Ellingen und die Deutschordenskompanie aus Bad Mergentheim sowie Pferdesport- und Trachtengruppen beteiligen.

Am Sonntag, den 23. Juli, findet ganztägig ein Handwerkermarkt statt. Für die Zeit nach dem Mittag sind auf der Wiese vor der Maxkirche die Trakehner-Vorführungen geplant, wobei auch ein Fohlenbrennen stattfinden soll. Schloßführungen für Kinder und Erwachsene durch die Fürstenfamilie von Wrede, ein gesondertes Kinderprogramm sowie Musik und Unterhaltung beim gleichzeitig in der Schloßbrauerei stattfindenden Brauereifest runden die "Ellinger Trakehner-Tage" ab.

Bei der Sonderausstellung wird dem Kulturzentrum Ostpreußen das Modell des Landstallmeisterhauses Trakehnen übergeben, das der aus Ganglau im Kreis Allenstein stammende Erich Hantel in mehrmonatiger Arbeit hergestellt hat. M. E. Fritsche

 

Stammtisch

Rottach-Egern - Donnerstag, 13. Juli 2006 findet ab 19 Uhr der Erste Bayerisch-Preußische Stammtisch, No. 10, im Kirch-Bräu, Seestr. 61, Rottach-Egern, direkt am Tegernsee bei Gastwirt Gerd-R. Petzoldt statt. Kontakt: Preußische Gesellschaft Berlin-Brandenburg e. V., Telefon (0 30) 20 23 20 15.

 

Jahrestreffen

Bonn / Potsdam - Sonnabend, 2. September, findet das Jahrestreffen der Stiftung Preußisches Kulturerbe im Hotel Mercure, Lange Brücke, Potsdam statt. Anmeldungen und nähere Informationen bis 20. Juli an Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel e. V. i. L., Rheinallee 55, 53173 Bonn, Fax (0 2 28) 3 68 28 83, PotsdamerGlock-enspiel@t-online.de , ab 10. Juli auch unter Telefon (02 28) 3 68 28 82.

 

Ausstellung

Bad Homburg - Sonnabend, 22. Juli und Sonntag, 23. Juli jeweils von 11 bis 19 Uhr, "Ausstellung im Garten" in der Saalburgstraße 95, Bad Homburg. Gezeigt werden Landschafts-, Meditations- und Acrylbilder von Ursel Dörr.


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