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07.10.06 / Michels Stammtisch

© Preußische Allgemeine Zeitung / 07. Oktober 2006

Michels Stammtisch

Die Medien und damit alle bei ihnen Tätigen seien Meinungs-macher, meinte der Stammtisch im Deutschen Haus. Darum hätten Redakteure und Journalisten eine riesengroße Verantwortung in einem demokratischen Staat. Sorgfalt, Ehrlichkeit, Unbestechlichkeit und die Fähigkeit, das Wesentliche zu erkennen, verlangten großes Sachwissen sowie handwerkliche Fähigkeit zur Trennung von Nachricht und Kommentar, hieß es.

Schlimm sei es, wenn in Berichterstattungen und Kommentaren Zitate aus dem Zusammenhang gerissen würden, um zum Beispiel den "Kampf gegen Rechts" zu betreiben. Damit werde "rechts" politisch korrekt zum Schimpfwort gemacht und Skandale würden künstlich erzeugt, hieß es am Stammtisch.

Zur Funktionsfähigkeit der Demokratie gehörten aber "links" wie "rechts", seit diese Begriffe politisches Allgemeingut geworden seien. Wer den Anspruch erhebe, Demokrat zu sein, müsse vom "Linksextremismus und Rechtsextremismus" sprechen, die es zu bekämpfen gelte.

Der Stammtisch erinnerte an aus dem Zusammenhang gerissenen Zitatfetzen, mit denen die Politiker Jenninger, Heitmann, Hohmann und neuerdings Professor Baring von selbsternannten politisch korrekten Tugendwächtern ins politische Abseits gedrängt werden sollten. In weltweiter Dimension geschehe jetzt vergleichbares mit dem Papst, wenn von Totalitären aus dem Islam Zitatfetzen dieser Art gegen ihn in Stellung gebracht würden.

Egal, ob Dummheit oder durchtriebene Absicht, in jedem Fall diene das Geschrei nicht dem friedlichen Zusammenleben, meinte der Stammtisch. Es falle auf die zurück, die es veranstalten.


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