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07.10.06 / Feierabend einmal anders / Hamburger Galerie unterstützt Laien beim Malen in Acryl - auch Vereinsausflüge möglich

© Preußische Allgemeine Zeitung / 07. Oktober 2006

Feierabend einmal anders
Hamburger Galerie unterstützt Laien beim Malen in Acryl - auch Vereinsausflüge möglich
von Rebecca Bellano

Es ist Donnerstagabend, über neun Stunden Arbeitstag liegen hinter einem, zwei Stunden an der Staffelei vor einem. Zwei Stunden, die einen von der gemütlichen Couch trennen, die Entspannung verspricht. Doch schon nach dem Eintreten in die hohen, in freundlichem Gelb gestrichenen Räume einer ehemaligen Gewerbehalle im Hamburger Stadtteil Ottensen ruft die Couch weniger laut. Etwa zehn Staffeleien stehen in dem länglichen Raum, an den Wänden hängen die unterschiedlichsten Bilder, im Hintergrund läuft leise Musik, an einer Bar am Ende des Raumes stehen die ersten Besucher. Die "After-Work-Session" steht auf dem Plan, Malen nach der Arbeit zum Entspannen. "Die Idee stammt aus Hongkong", so der Inhaber Frank Bade, der beruflich nichts mit Kunst, sondern mit Groß- und Außenhandel zu tun hat.

Seit Winter 2004 gibt es nun auch in Hamburg ein Pendant, das allerdings noch mehr auf Entspannung und Gemütlichkeit setzt, wie die Bar und ein Leseraum mit großer dunkler Ledercouch verdeutlichen.

Damit der Gast nicht ganz allein und möglicherweise hilflos vor der weißen Leinwand steht, ist immer eine Kunststudentin anwesend, die mit Rat und Tat zur Seite steht. An diesem Abend ist es Anika und Anika ist Motivation und Optimismus pur.

Die Frage, was man denn Malen soll, beantwortet sie mit dem Hinweis auf die absolute Freiheit. Absolute Freiheit bedeutet aber auch Qual der Wahl, wobei nicht alle dieses Problem haben. Einige wissen schon, was sie malen wollen, wenn sie ankommen. Sie zaubern sich ihren eigenen Monet, bannen ihr Lieblingstier auf die Leinwand oder werfen Farben auf die Wand, die zu ihrer neuen Tapete und Einrichtung passen. Die regelmäßigen Besucher haben schon einige Werke am Rande des Raumes deponiert und setzen die Arbeit vom letzten Donnerstag einfach fort. Wer aber wirklich keine Idee hat, kann sich im Leseraum in zahlreichen Büchern Inspirationen holen.

Sind die ersten Striche getan und ist bei manchem der erste Frust entstanden, baut Anika auf - den Künstler und sein Werk. Denn die verwendeten Acrylfarben sind vielseitig zu mischen, zu verwenden und zu übermalen. Und so kann ein mißlungenes Gemälde einfach wieder übermalt werden und man fängt von vorne an.

Kunst ist, was gefällt, so das Motto in dieser Galerie. Davon zeugen die Werke an den Wänden und die der Maler an den Staffeleien. Aber selbst wer eher bescheidenes Talent zum Malen hat, Entspannung ist in der "Jam-Art-Gallery" gegeben. Nette Gespräche mit den Staffeleinachbarn erhöhen die Wohlfühlatmosphäre.

Zur großen Überraschung mancher Besucher ist es durchaus möglich, nach zwei Stunden ein fertiges Bild geschaffen zu haben. Zwar wird nicht jedem dieses Glück vergönnt sein, doch bei der netten Anleitung ist es vielen zugänglich.

Natürlich finanziert sich die Galerie nicht nur durch ihren Donnerstagsabendkurs, sondern auch durch Malkurse in der Woche und am Wochenende und durch besondere Veranstaltungen. Weih-nachtsfeier mit Kollegen, Vereinsausflüge, Geburtstage oder Firmenseminare können hier auch malend verbracht werden.

"Jam-Art-Gallery", Die Veranstaltungsgalerie in Ottensen, Gewerbehof Planckstraße 7 a, 22765 Hamburg, Telefon (0 40) 3 20 32-516, info@jam-art-gallery.com, www.jam-art-gallery.com


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