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18.11.06 / Michels Stammtisch

© Preußische Allgemeine Zeitung / 18. November 2006

Michels Stammtisch

Der Stammtisch im Deutschen Haus begrüßte nachdrücklich, daß der Bundespräsident die Privatisierung der Flugsicherung gestoppt hat und daß es im Hinblick auf die Deutsche Bahn den Anschein hat, als habe endlich ein Nachdenken über den ausufernden Privatisierungswahn der letzten Jahrzehnte begonnen. Hierbei sei es schon längst fünf Minuten nach zwölf, hieß es.

Die von fleißigen Steuerzahlern in vielen Jahrzehnten auf- und ausgebaute und am Allgemeinwohl ausgerichtete deutsche Infrastruktur von Straßen, Schienen und Flugplätzen bis hinein in viele von klassischen Wirtschaftszentren entfernte Gebiete habe unser Land zu einer führenden Wirtschaftsnation werden lassen.

Der Stammtisch meinte, daß dieses Volksvermögen von Autobahnen bis zu Wohnanlagen mehr und mehr zu Objekten der Begierde für "Heuschrecken" werde.

Das sei letztlich nichts anderes als eine Massenenteignung von Volksvermögen und ein Verlust an Einfluß der öffentlichen Hand darauf.

Das liege nicht im deutschen Interesse. Wenn zum Beispiel über Käufe von Strohmännern die Flugsicherung an eine ausländische Macht ginge, an den Kreml oder andere Öl- und Gaslieferanten, wäre die politische Abhängigkeit Deutschlands perfekt.

Der Ausverkauf unter der Tarnbezeichnung Privatisierung müsse endlich aufhören.

Zu vorgerückter Stunde beschloß der Stammtisch dann doch die Privatisierung von Bundestag und Bundesregierung als gewinnträchtige Produktionsstätte von Gesetzen mit entscheidendem Einfluß auf die Gesamtwirtschaft.

Die zu erwartenden Spekulationsgewinne wurden als außerordentlich interessant und vielversprechend eingestuft ...


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