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03.02.07 / Chance für Talente / Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis zeichnet junge Musiker aus

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 05-07 vom 03. Februar 2007

Chance für Talente
Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis zeichnet junge Musiker aus

Nach einem zweitägigen Wettbewerb stehen die Felix- Mendelssohn-Bartholdy-Preisträger 2007 fest: Li-Chun Su, 1980 in Taipeh geboren, von der "Universität der Künste" Berlin im Fach Klavier und als Duo Pauline Reguig (Violine) aus Toulouse und Emilio Peroni (Klavier), geboren 1977 in Neuquén, Argentinien, von der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Die "Stiftung Preußischer Kulturbesitz" vergibt den Preis, der zu den herausragenden Nachwuchspreisen für Musik in Deutschland zählt, in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Musikhochschulen Deutschlands.

Der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis ist der älteste Musikpreis Deutschlands. Er wurde 1878 durch den preußischen Staat begründet und war die ideelle Gegengabe für die Schenkung der Musikhandschriften und des Archivs von Felix Mendelssohn Bartholdy an die königliche Bibliothek (heute Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz) durch die Erben des Komponisten.

Fortan finanzierte Preußen Stipendien, die jungen Hochbegabten zugute kamen und ihre künstlerische Laufbahn beförderten. Die "Stiftung Preußischer Kulturbesitz" vergibt seit 1963 diesen Preis.

Felix Mendelssohn Bartholdy ist außer durch seine eigenen Kompositionen in einer Weise in die Geschichte der Musik eingegangen, die ihn als Namensgeber des Preises besonders geeignet zeigt: Er sah in der Qualität der Interpreten stets den entscheidenden Faktor. Im Jahr 1843 gründete er zudem in Leipzig das erste Musikkonservatorium in Deutschland.

Zum Wettbewerb sind Studierende aus den 23 Staatlichen Musikhochschulen in Deutschland aufgerufen. Fachjuroren aus den Musikhochschulen Deutschlands bilden die Jury.

Namhafte Musiker zählen zu den Preisträgern: Engelbert Humperdinck, Wilhelm Back-haus, Wilhelm Kempff, Kurt Weill aus der älteren Generation, die Pianistin Nina Tichmann, der Sänger Matthias Hölle und der Cellist Georg Faust als Preisträger der 70er Jahren sind hier zu nennen.

Der Wettbewerb hat mittlerweile einen weiteren Preis ins Leben gerufen, den "Kammermusikpreis der Freunde Junger Musiker", der den selben Zielen verpflichtet ist: der Förderung des musikalischen Nachwuchses. Er wird den Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preisträgern im Fach Duo Violine / Klavier zusätzlich vergeben und ermöglicht weitere Konzertauftritte für die Ausgezeichneten. Darüber hinaus hat die "Stiftung Preußischer Kulturbesitz" eine Förderprämie an das Duo Marie-Claudine Papadopoulos (Violine) und Jovana Nikolic (Klavier) von der Hochschule für Musik Karlsruhe vergeben.

Im Rahmen des Wettbewerbs wird seit Jahren auch das "Stipendium des Bundespräsidenten zur Förderung junger Musiker" verliehen, das dieses Jahr Alexander Schimpf (Klavier) von der Hochschule für Musik Würzburg erhielt.

Klaus-Dieter Lehmann, Präsident der "Stiftung Preußischer Kulturbesitz", betont: "Jedes Jahr erleben wir eindrucksvolle junge Musikerinnen und Musiker am Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn, für uns ein Geschenk, für die jungen Talente eine Chance. Der Wettbewerb setzt auch ein Zeichen für ein hoffentlich erstarkendes Zusammenspiel von Staat, Fachleuten und Mäzenen zur produktiven Förderung junger künstlerischer Talente." Pm


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