20.04.2024

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03.02.07 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 05-07 vom 03. Februar 2007

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Junge haben Einheit verinnerlicht

Leipzig - Junge Menschen und solche mit höherem Bildungsgrad haben die deutsche Einheit besonders stark verinnerlicht. Sie fühlen sich den Deutschen im jeweils anderen Landesteil tiefer verbunden als Bürger mit einfachen Schulabschlüssen und solche über 50. Dies ergab eine Untersuchung des "Instituts für Marktforschung" in Leipzig. Insgesamt empfinden die Deutschen in den alten Bundesländern demnach eine größere Nähe zu jenen in den neuen als umgekehrt.

 

Knobloch: Mehr Patriotismus!

München - Die Vorsitzende des "Zentralrats der Juden in Deutschland", Charlotte Knobloch, fordert die Deutschen zu mehr Patriotismus auf: "Nur derjenige, der sich des Wertes seiner Heimat bewußt ist, nur wer sein Land liebt, wird sich für dessen Existenz und Fortentwicklung engagieren", sagte sie auf der Jahrestagung der Evangelischen Akademie Tutzing.

 

Der RAF-Versteher

Claus Peymann (69), Intendant des Berliner Ensembles, könnte Unbedarften wegen seines Alters als gesetzter Herr unter Deutschlands Theaterregisseuren gelten. Anläßlich der aktuellen Debatte um eine Begnadigung des RAF-Terroristen Christian Klar sorgte Peymann jedoch für einigen Wirbel.

Klar, ein verurteilter Mehrfachmörder, könne als Bühnentechniker bei ihm arbeiten, so Peymann. Ein zynischer Einfall, denn als Techniker der RAF hatte Klar einst Bombenattentate geplant und ausgeführt.

Schon während seiner ersten Intendantenstelle 1974 am Schauspiel Stuttgart ließ es Peymann krachen. Dort wurde er wegen einer Geldsammlung für den Zahnersatz der inhaftierten RAF-Terroristin Gudrun Ensslin entlassen.

Als "Papst der deutschen Theaterszene" machte sich Peymann seit den 80ern einen Namen. Er brachte Uraufführungen zeitgenössischer Autoren: Thomas Bernhard, Peter Handke, Peter Turrini, später auch Elfriede Jelinek. Am Wiener Burgtheater nutzte er das Renommee des Hauses für dort bisher ungekannte ideologische Auseinandersetzungen. Am Ende seiner Intendanz 1999 hatte Peymann viele Gegner. Berühmte Schauspieler weigerten sich aufzutreten.

Also ging Peymann nach Berlin und macht dort Theater mit Staatssubventionen. Nach Ansicht des Landesrechnungshofes Berlin hat er die aber nicht nötig. Das Berliner Ensemble habe ungerechtfertigterweise Subventionen erhalten, hieß es 2005, weil es über ein Wertpapiervermögen von bis zu drei Millionen Euro verfügte. Das Ensemble müsse "Rücklagen für kritische Phasen oder als Reserve für Großprojekte und Geschäftserweiterungen" bilden, konterte Peymann. Offenbar hat er noch viel vor. SV


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