28.01.2022

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20.10.07 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 42-07 vom 20. Oktober 2007

MELDUNGEN

Existenzgründer: Mehr als Döner

Nürnberg – Im Jahr 2006 haben 43700 Polen in Deutschland eine Firma gegründet oder sich selbstständig gemacht. Fast acht Prozent aller Neugründungen hierzulande entfallen damit auf Personen aus dem Nachbarland – obwohl Bürger mit polnischem Paß in Deutschland nur 0,4 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Besonders das Handwerk zieht polnische Firmengründer an. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks zählt derzeit insgesamt 25500 Betriebe, deren Inhaber aus den neuen EU-Ländern stammen. Die polnische Gründerwelle dürfte paradoxerweise gerade durch die Abschottung des deutschen Arbeitsmarktes ausgelöst worden sein. Weil Polen bislang nicht direkt bei deutschen Unternehmen anheuern dürfen, wählen vermutlich viele den Schritt in die Selbstständigkeit. Der Gründungsboom der Polen verweist die Türken auf Platz zwei, die 2006 nur 17400 Dönerimbisse, Reisebüros und Lebensmittelmärkte eröffnet haben. Allerdings enthält die Zahl der türkischen Unternehmensgründer nicht die Zuwanderer aus Anatolien, die mittlerweile einen deutschen Paß besitzen. IW

 

28 Milliarden Euro Einsatz

Karlsruhe – Bis zum Jahresende muß der Gesetzgeber neue Regeln für Glücksspiele und Wetten finden. Es geht um einen Markt von fast 28 Milliarden Euro und um die Frage, ob der Staat das Monopol auf Glücksspiele hat – oder ob auch private Anbieter mitmischen dürfen. 2006 hat das Bundesverfassungsgericht eine Grundsatzentscheidung getroffen: Entweder die staatlichen Glücksspielanbieter geben ihre aggressiven Expansionspläne auf – oder ihr Wettmonopol fällt und sie müssen den Markt für private Anbieter öffnen. Nun ist der Gesetzgeber am Zug, die Vorgaben der Verfassungsrichter bis zum Jahresende zu erfüllen. IW


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