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27.10.07 / Glaskunstpreis verliehen / Filigrane Arbeiten aus zerbrechlichem Material

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 43-07 vom 27. Oktober 2007

Glaskunstpreis verliehen
Filigrane Arbeiten aus zerbrechlichem Material
von Dieter Göllner

Mit der Initiierung des Internationalen Glaskunstpreises vor fünf Jahren ist die Stadt Rheinbach eine bedeutsame Verpflichtung eingegangen. Gerade bei einem Nachwuchsförderpreis sind den damit verbundenen Hoffnungen und Erwartungen der Teilnehmer mit besonderer Sensibilität zu begegnen. Dieser Wettbewerb hat ein europäisches Kommunikationsforum geschaffen“, betonte Dr. Ruth Fabritius, Leiterin des Rheinbacher Glasmuseums.

Der nunmehr vierte internationale Wettbewerb europäischer Glasfachschulen um den Rheinbacher Glaskunstpreis ist zu Ende gegangen. Im Beisein des Schirmherrn Michael Breuer (MdL), Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen, wurden die diesjährigen Preisträger Mitte September bekannt gegeben. Neun Glasfachschulen – Rheinbach, Hadamar und Zwiesel (D), Vannes-le-Châtel und Yzeure (F), Kamenicky Senov und Novy Bor (CZ), Kramsach (A) sowie Dabrowa Gornicza (PL) – aus fünf europäischen Ländern schickten insgesamt 43 junge Nachwuchskünstler an den Start. Drei Monate lang waren die Werke unterschiedlicher Techniken im Rheinbacher Glaspavillon ausgestellt. Neben einer fachkundigen Jury hatte auch diesmal das Publikum Gelegenheit, seinen „Sieger“ zu küren. Besonders viele Stimmen wurden über das Internet abgegeben.

Die eingesandten Arbeiten wurden in Gruppen gegliedert und Themen wie „Märchen und Poesie“, „Menschen und Körper“ sowie „Schrift, Texte und Zeichensysteme“ zugeordnet. Viele Werke paßten in die „Märchenwelt“, darunter die drei geheimnisvollen Damen von Eun Jang Nam „Die Flügel meiner Wahrheit“, die an eine Prinzessin aus einem Andersen-Märchen erinnernde Gestalt von Matylda Makulska, die heiter-verspielten und „luftigen“ Arbeiten von Judyta Malinowska und Christophe Blottin „Circus-Mobile“ beziehungsweise „Objekt“ sowie die Installation von Gonzague Moulinas mit den „Sieben Zwergen“.

Die Jury hat außer den drei Objekten für die Preise 1 bis 3 noch fünf weitere Arbeiten mit Belobigungen bedacht. Den ersten Preis erhielt Vojtech Starosta aus der Glasfachschule Kamenicky Senov für die Arbeit „Hände“. Der zweite Preisträger war Konstantin Zeitvogel aus der Glasfachschule Hadamar mit „Glasfenster“ und der dritte Preis ging an das multimediale Klangobjekt „Herzschlag“ von Erika Angerer aus der Glasfachschule Kramsach.

Der Publikumspreis „Alexandra Bruns“ wurde zu gleichen Teilen an eine Glasplastik von Gerhard Hochmuth und Hilmar Zschiedrich aus Kramsach sowie an die „Lochkarte“ von Jana Ochs aus Rheinbach vergeben. Der Drittplatzierte war Vojtech Starosta mit „Hände“.

Foto: Belegte den ersten Platz: „Die Hände“


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