13.08.2022

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
03.11.07 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 44-07 vom 03. November 2007

MELDUNGEN

Christliche Kirchen wieder erlaubt

Nach mehr als drei Jahrzehnten der Unterdrückung erlebt die kleine christliche Minderheit im nordafrikanischen Libyen ein Aufleben der Religionsfreiheit. Das berichtet die ökumenische Nachrichtenagentur ENI unter Berufung auf den katholischen Bischof Giovanni Martinelli in Tripolis. Nachdem Revolutionsführer Muammar el Gaddafi 1969 an die Macht gekommen war, wurden die meisten Kirchen konfisziert und geschlossen. Die Katholiken behielten nur zwei Kirchen – eine in Tripolis und eine in Bengasi. Eine Kathedrale wurde in eine Moschee umfunktioniert. Jetzt gebe es wieder nicht nur katholische Pfarreien, sondern auch griechisch-orthodoxe, koptisch-orthodoxe und anglikanische Gemeinschaften. Die meisten Christen sind laut Martinelli illegale afrikanische Zuwanderer sowie Asiaten. Gepredigt wird in Arabisch und verschiedenen anderen Sprachen. Eine katholische Kirche in Tripolis, die während der Revolution beschlagnahmt worden war, wird jetzt zurückgegeben. Der Bischof stellte sie der anglikanischen Gemeinschaft in Libyen zur Verfügung. Von den 5,7 Millionen Einwohnern Libyens sind nach offiziellen Angaben etwa 97 Prozent Muslime. Daneben existieren katholische, orthodoxe und andere Minderheiten. idea

 

Kriegsverbrecher als Staatspräsident?

In Namibia ist ein Streit um die Rolle des früheren Staatspräsidenten Sam Nujoma (78) bei Menschenrechtsverletzungen der früheren Widerstandsbewegung und heutigen Regierungspartei Swapo aufgeflammt. Die Nationale Gesellschaft für Menschenrechte Namibias hat eine Beschwerde beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag eingereicht, der sich mit schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Kriegsverbrechen befaßt. Die Menschenrechtsorganisation möchte, daß Ermittlungen gegen den von 1990 bis 2005 amtierenden Staatspräsidenten und Swapo-Anführer eingeleitet werden. Dabei geht es unter anderem um das Verschwinden von rund 4200 Personen während des 27jährigen Kampfes gegen die Rassentrennung in Südwestafrika. Der Direktor der Menschenrechtsorganisation, Phil ya Nangoloh, teilte mit, daß ihm Informationen vorlägen, wonach Gefangene getötet und die Leichen in eine 800 Meter tiefe Schlucht nahe Angola geworfen worden seien. Die Swapo wird beschuldigt, Tausende Freiheitskämpfer als angebliche Spione Südafrikas verschleppt und getötet zu haben. Nujoma war damals Oberkommandierender der Volksbefreiungsarmee Namibias, des militärischen Flügels der Swapo. idea

 

Terrorismus mehr bekämpfen

London – Anläßlich seines Staatsbesuches in Großbritannien  warf der saudi-arabische König Abdullah der englischen Regierung vor, daß sie den Terrorismus nicht genügend bekämpfe. So habe London 2005 nicht auf Geheimdienstinformationen aus dem arabischen Land reagiert, die geholfen hätten, die Anschläge vom 7. Juli 2005 zu verhindern, bei denen 52 Menschen ums Leben kamen. Allerdings, so räumte der König ein, gebe es auch in seinem Land Versäumnisse bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Er gehe davon aus, so der Monarch gegenüber der BBC, daß die vollständige Zerschlagung von El Kaida und Co. noch 20 bis 30 Jahre benötigen wird. Der umstrittene Besuch Abdullahs ist der erste eines saudischen Königs in Großbritannien seit 20 Jahren.

 

»Genozid für Kuba«

Havanna – Kuba fordert auf der UN-Vollversammlung die Beendigung der US-Blockade. „Die Blockade ist für uns ein Genozid“, heißt es aus Kuba, da Wirtschaft, Kultur und Gesundheitswesen betroffen seien.

 

Zumindest keine Todesstrafe

Osnabrück – „Ich bin überhaupt nicht für die Todesstrafe wegen des Abfalls vom Islam“, wehrte sich der ägyptische Minister für die religiösen Stiftungen, Mahmoud Zakzouk, im Rahmen der „Osnabrücker Friedensgespräche“. Allerdings sprechen derzeit immer wieder bekannt werdende Fälle von Übergriffen von Muslimen auf koptische Christen in Ägypten zumindest dafür, daß das Nebeneinander keineswegs konfliktfrei ist.


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabo bestellen Registrieren