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12.01.08 / Vier Künstler / Herbstsalon der West-Ost-Künstlerwerkstatt

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 02-08 vom 12. Januar 2008

Vier Künstler
Herbstsalon der West-Ost-Künstlerwerkstatt
von Dieter Göllner

Der nunmehr 5. Herbstsalon der West-Ost-Künstlerwerkstatt im Düsseldorfer Gerhart-Hauptmann-Haus (GHH) hat mit Malereien, Objekten und Collagen die Kreativität der Beteiligten einmal mehr unterstrichen. Die Veranstaltung, die mittlerweile zum festen Programm des Hauses gehört, lockte auch diesmal zahlreiche Besucher an.

Der Direktor des GHH, PD Dr. Winfrid Halder, und der Künstler Reinhardt Schuster führten in die Ausstellung ein, in der Arbeiten von vier Künstlerinnen und Künstlern – Dipl.-Des. Ulla Dretzler, Prof. Gepa Klingmüller, Adrian Benea und Klaus Hofmann – zu sehen waren. Für Benea und Hofmann war es die erste Präsentation im Haus an der Bismarckstraße, die beiden Künstlerinnen hatten bereits Gelegenheit, sich dort vorzustellen.

Bei der Vernissage nutzte Gepa Klingmüller ihre Doppelbegabung und las aus ihrem neuen Buch „Farbige Kontraste“ vor. Den literarischen Teil bestritten ferner Uwe Engelmann und Franz Heinz, die Fragmente aus eigenen Texten präsentierten. Vorgetragen wurden auch Gedichte des in Dortmund lebenden Dichters aus Schlesien Horsthardi Semrau und des ungarndeutschen Autors Josef Michaelis. Für musikalische Untermalung sorgte der Pianist Michael B. W. Jansen, der Auszüge aus seinem Zyklus „Teahousemusic“ spielte.

Die 1941 in Virchenzin, Kreis Stolp / Pommern geborene und in Dortmund lebende Ulla Dretzler ist seit 1977 freischaffende Künstlerin und Publizistin. Im GHH zeigte sie bereits bei früheren Ausstellungen ihre farbenfrohen Serigrafien. Beim diesjährigen Herbstsalon war Dretzler mit einem Wandrelief und vier in den Raum gestellten Objekten aus bemaltem Holz vertreten.

Auch die 1930 in Halle an der Saale geborene Gepa Klingmüller war den Düsseldorfer Kunstfreunden bereits mit textilen Stelen und thematisch gebundenen Bildreihen bekannt. Diesmal zeigte sie Collagen auf Karton, die mit farbiger Kreide aufgewertet wurden. Neben zwei Standobjekten mit dem Titel „Aspekte des Lebens“ waren ausdrucksstarke Arbeiten wie „Ausbruch“, „Schweben“ und „Tiefes Blau“ zu bewundern.

Die großformatigen Naturbilder des 1952 in Karlsruhe geborenen Klaus Hofmann beeindruckten vor allem durch die vermittelten Stimmungen und Gemütszustände. Der Künstler mit familiären Verbindungen zu Danzig zeigte unter anderem Ölmalereien wie „Uferbild“ und die Acrylbilder-Serie „Kai Nigre“.

Ein Schwerpunkt der Arbeiten des 1982 in die Bundesrepublik übergesiedelten, gebürtigen rumänischen Künstlers Adrian Benea sind Kompositionen mit monumentalen Grundzügen. Zu sehen waren unter anderem Ölmalereien wie „Tomis“ und Acrylmalereien wie „Anemonen“, „Werft“ und „Himmelskörper“.


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