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16.02.08 / Hilfe mit altindischem Yoga / Der Klassiker unter den Entspannungsmethoden

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-08 vom 16. Februar 2008

Hilfe mit altindischem Yoga
Der Klassiker unter den Entspannungsmethoden

Es muß nicht unbedingt einer dieser neuen Wellness-Tempel sein, wenn man Erholung für Körper und Seele sucht. Viel effektiver ist es mitunter, wenn man Altbewährtem vertraut. Der Klassiker unter den Entspannungsmethoden ist Yoga: Die Dehn- und Meditationsübungen gehen auf jahrtausendealte Traditionen aus Indien zurück. Wirkung zeigen sie auch heute noch – bei den Workaholics und Großstadtneurotikern des 21. Jahrhunderts.

Die Mehrheit der Bevölkerung sitzt in der Regel acht bis zehn Stunden im Büro und tut kaum noch etwas für Fitness und Beweglichkeit. Die Folge: Ein passiver und schlaffer Körper, wenig Mus-kulatur, bleibende Haltungsschäden.

„Mit Yoga trainiert man die Leistungsfähigkeit der Muskeln, dadurch bleiben Flexibilität und Kraft erhalten“, sagt Anke Rebetje vom Berufsverband der Yogalehrenden (BDY). Und mit dem besseren Körpergefühl verbessere sich wiederum das psychische Wohlbefinden. Denn gedehnte Muskelfasern senden Entspannungssignale an das Gehirn – dank der körperlichen Aktivität kommt also auch der Geist zur Ruhe. Ein willkommener Effekt in einer Zeit, wo streßbedingte Erkrankungen auf dem Vormarsch seien, betont Rebetje. Nach Angaben von Rebetje praktizieren mindestens fünf Millionen Menschen in Deutschland Yoga. Dennoch haben es Anfänger nicht immer leicht. Lachyoga, Bikram Yoga oder Yogapilates – ständig tauchen neue Trends und Stile auf, die die schnelle Erholung versprechen, aber mit dem klassischen Yoga oft nicht mehr viel gemein haben.

Wer sicher gehen will, daß er tatsächlich einen Yoga-Kurs besucht und kein alternatives Wellness-Turnen, sollte daher auf das Vorhandensein bestimmter Grundkomponenten achten.

„Klassisches Yoga besteht immer aus Körper- (Asanas) und Atemübungen (Pranayama) sowie Meditation (Dhyana)“, sagt Rebetje, die seit 25 Jahren Yoga praktiziert. Kern von Asanas sind vier Bewegungen der Wirbelsäule: Vorbeuge, Rückbeuge, Seitbeuge und Drehung. Hinzu kommen Balance- und Umkehrhaltungen.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Schulen. Hatha Yoga ist laut Rebetje am weitesten verbreitet und bietet eine ausgewogene Mischung aus Körpertraining und Meditationselementen.

Ashtanga Yoga setze den Schwerpunkt auf körperorientierte Übungen und könne anfangs auch schon einmal einen Muskelkater auslösen. Wem das Spirituelle wichtiger ist oder wer in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist, sei besser bei „Softvarianten“ wie Vini Yoga aufgehoben.

Gleich für welche Schule man sich entscheidet – „am Ende sollte man nicht erschöpft sein“, betont Expertin Rebetje. Das mache im übrigen auch den wesentlichen Unterschied zu Gymnastik oder einem Besuch im Fitneßstudio aus.

Nach rein sportlicher Betätigung ist man in der Regel müde und ausgepowert. „Mit Yoga tankt man wieder auf“, sagt Rebetje.

Wer das altindische Heilkonzept ausprobieren möchte, kann sich an den BDY wenden. Er ist bei der Suche nach einem kompetenten Lehrer in der Nähe des Wohnorts behilflich.        ddp


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