29.01.2022

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05.04.08 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-08 vom 05. April 2008

MELDUNGEN

Viel brutto, wenig netto

Köln – Von jedem Euro, den ein Arbeitnehmer seinen Chef kostet, landen in Deutschland 53 Cent beim Staat – in Form der Arbeitgeber- und Arbeitnehmersozialbeiträge sowie der Lohnsteuer. Den kleineren Teil, nämlich 47 Cent, bekommt der Mitarbeiter ausgezahlt. In der OECD treibt nur Belgien einen größeren Keil zwischen Arbeitskosten und Nettolohn. Andere Länder dagegen sind bescheidener – der niederländische Staat kassiert 44 Cent, der irische nur 23 Cent. Die Folge: Deutschland weist zwar mit rund 43000 Euro im Jahr die dritthöchsten Pro-Kopf-Arbeitskosten der Welt auf. Bei den Nettoeinkommen liegt es aber nur auf Rang 11. Ein Durchschnittsverdiener in den Niederlanden etwa hat netto rund 1000 Euro im Jahr mehr zur Verfügung als sein deutscher Kollege – obwohl dessen Arbeitskosten um 4000 Euro unter dem hiesigen Niveau liegen.                IW

 

Atommüll verwandeln

Dresden – Eines der größten Probleme der Kernkraftnutzung ist der radioaktive Abfall, der teilweise noch über Jahrtausende gefährliche Strahlen absendet und in speziellen Endlagern kostenaufwendig gelagert werden muß. Das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf entwickelt derzeit eine Methode, bei der ein Beschleuniger mit Elektronen oder Protonen Neutronen aus dem Kern schießt, die wiederum ihren Platz verlassen und Teile aus dem radioaktiven Material herausschlagen oder mit ihnen verschmelzen. In beiden Fällen ändert sich die physikalische Eigenschaft der getroffenen Atome, so daß sie andere Elemente bilden, die dann weniger oder gar nicht mehr strahlen. Doch was im Labor funktioniert, muß noch für die Massenanwendung entwickelt werden. Die Dresdner Forscher veranschlagen 15 Jahre.


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