15.04.2024

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21.06.08 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 25-08 vom 21. Juni 2008

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Osteuropäische Jugend wetteifert in Deutsch

Berlin – Noch kaum beachtet von der deutschen Öffentlichkeit findet der Wettbewerb „Jugend debattiert“, an dem in Deutschland dieses Jahr 70000 Schüler teilnahmen, auch im Ausland immer mehr Anklang. Wie die „Frankfurter Allgemeine“ berichtet, waren in Polen, Tschechien, der Ukraine und den drei Baltenstaaten 2007 bereits 1800 Schüler bei dem deutschsprachigen Debattierwettbewerb dabei, 30 Prozent mehr als 2006. Seit 2007 gibt es auch ein Europafinale der Bestplatzierten, das diesen Herbst in Warschau stattfindet.

 

Russe kauft »Das Vierte«

Berlin – Der 38jährige russische Medienunternehmer Dmitrij Lesnjewskij hat den TV-Sender „Das Vierte“  für 20 Millionen Euro gekauft. Er ist der erste Russe auf dem deutschen Fernsehmarkt, der als einer der härtesten der Welt gilt. „Das Vierte“ soll ersten Informationen zufolge ein politikferner „Spielfilmsender“ bleiben, aber anspruchsvoller werden.

 

Aufstieg mit Modethemen

Er ist der Kronprinz des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU), der ihn im Jahr 2002 mit 31 Jahren zum Generalsekretär der Landes-CDU machte. Als Wahlkampfmanager führte David McAllister die Partei an die Macht in Hannover und bekam den Posten des Fraktionschefs im Landtag. Der gewandte Aufsteiger wurde am 14. Juni mit 98,9 Prozent der Stimmen zum CDU-Landesvorsitzenden als Nachfolger von Ministerpräsident Christian Wulff gewählt.

Als Sohn eines Schotten, der für das britische Militär in Berlin arbeitete, und einer Deutschen kam McAllister 1971 in Berlin zur Welt. Später zog die Familie ins niedersächsische Bad Bederkesa. McAllister studierte Jura in Hannover und engagierte sich in der Jungen Union (JU). Dort wurde er von Christian Wulff entdeckt.

„Mac“, wie er sich selbst nennt, ist auf Aufstieg programmiert, er hält Kontakte in alle Richtungen, ist mit FDP-Fraktionschef Philipp Rösler befreundet. Wenn es Not tut, geht er indes auch schnell auf Distanz: Als nach einem Treffen von Jungpolitikern um JU-Bundeschef Philipp Mißfelder, Markus Söder (CSU) und Stefan Mappus von der baden-württembergischen CDU, an dem auch McAllister teilnahm, Ursula von der Leyens Familienpolitik kritisiert wurde, schwieg er. Mit der ebenfalls aus Niedersachsen stammenden CDU-Ministerin wollte er sich nicht anlegen.

Der 37jährige will sich mehr mit unverdächtigen Themen wie Klimaschutz und Einwanderungspolitik profilieren. In der Heimat seines Vaters wird McAllisters Aufstieg aufmerksam verfolgt. Die „Sunday Times Scotland“ bejubelte ihn schon als „potentiellen künftigen Kanzler“. M.A.


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