15.04.2024

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21.06.08 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 25-08 vom 21. Juni 2008

MELDUNGEN

Nachfolger für Osterwald

Königsberg – Der hessische Pfarrer Jochen Löber wird evangelisch-lutherischer Propst im nördlichen Ostpreußen. Der 44jährige ist seit 1999 Gemeindepfarrer in Bad Orb bei Hanau. Am 1. September wird er die Nachfolge von Heye Osterwald (49) antreten, der nach sechs Jahren Auslandstätigkeit in die Nordelbische Kirche zurückkehrt. Löbers zukünftige Propstei hat knapp 3000 Gemeindemitglieder, die sich in den Hauptorten Königsberg, Heinrichswalde, Gilge, Labiau, Cranz, Pörkschen, Paterswalde, Gumbinnen und Insterburg sowie in „Filialorten“ treffen. Die von Rußlanddeutschen gegründeten Gemeinden sind heute überwiegend russischsprachig. Nur in der Königsberger Auferstehungskirche und in Gumbinnen finden noch zweisprachige Gottesdienste statt. Für die geistliche Versorgung der insgesamt 45 Gemeinden sind acht russische Theologen, darunter zwei Pastorinnen zuständig. Die Propstei gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Rußland (ELKER), der größten Teilkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rußland, der Ukraine, Kasachstan und Mittelasien (ELKRAS). Geistlicher Leiter ist Erzbischof Edmund Ratz (St. Petersburg). Im 1945 von der Roten Armee besetzten Königsberger Gebiet, das heute zur Russischen Föderation gehört, leben rund 950000 Menschen, darunter etwa 8000 Deutschstämmige.

 

Aufforderung zum Rücktritt

Allenstein – Die Stadtverordneten der Woiwodschaftshauptstadt haben ihrem inhaftierten Stadtpräsidenten Jerzy Malkowski einen Brief geschrieben, in dem sie an ihn appellieren, freiwillig auf sein Amt zu verzichten. In dem Schreiben begründen die Verordneten ihren Appell wie folgt: „In den letzten Wochen sind sehr wichtige Gegebenheiten auf Sie zugekommen, die zu einer Strafanzeige führen können, und es sind auf Grund von Untersuchungen weitere Handlungen zutage getreten, die einer Entscheidung bedürfen. Vielleicht nehmen Sie diese Fakten nicht an und warten auf eine gerichtliche Aufklärung. Das bedeutet aber, daß Allenstein, bei aller Liebe, die Ihnen entgegengebracht wurde, einer Scham und einem Spott ausgesetzt wird und es zu einem Symbol pathologischer Demokratie  wird.“ Der Stadtpräsident von Allenstein befindet sich seit April in Untersuchungshaft in Bialystok. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm ein Sexualdelikt und Gewaltanwendung gegen eine schwangeren Beamtin vor. Zur gleichen Zeit wirft ihm die Staatsanwaltschaft von Lomza Unregelmäßigkeiten beim Verkauf städtischer Grundstücke und in der Steuerverwaltung vor. Untersucht werden auch seine Entscheidungen in der Verwaltung des städtischen Vermögens. Eine Reaktion des Adressaten auf den Brief ist noch nicht bekannt.


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