13.08.2022

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27.09.08 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 39-08 vom 27. September 2008

MELDUNGEN

Heimat-Touristen fehlen

Königsberg – Marina Drutman, Tourismusbeauftragte für das Gebiet Königsberg, wird im November die Bilanz der Saison 2008 vorlegen. Aber schon jetzt weiß sie, daß die Saison nicht gut war. Zwar kamen mehr russische Besucher, aber die verfügten über weniger finanzielle Mittel als die deutschen „Nostalgietouristen“. Die Deutschen, die selbst in Ostpreußen geboren wurden oder auf den Spuren ihrer Vorfahren in die Region reisen, werden weniger. Visaprobleme, Sprachenbarrieren und jüngste politische Konflikte haben sie verschreckt. Frau Drutman betont, daß Königsberg touristisch künftig kleinere Brötchen backen muß: Da begüterte Russen und betuchte Deutsche immer weniger kommen, wird Königsberg sich mit touristischer Nachhut begnügen. Ein paar neue Hotels sind zwar im Bau, es handelt sich jedoch um günstige Motels und Hotels und nicht mehr um Vier- und Fünf-Sterne-Häuser.            W. O.

 

Landrat vor Gericht

Johannisburg ­– Beim Regionalgericht begann der Prozeß gegen den früheren Landrat Jacek Z. wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder beim Bau des „Johannisburger Radfahrer-Netzes“. Es handelt sich um eine Wanderhütte mit Tischen und Stühlen, die nach der Planung 2004 auf der Halbinsel Spirdingswerder am Spirdingsee gebaut werden sollte. Jacek Z. war damals als Mitarbeiter der Stadtverwaltung für das Projekt verantwortlich. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, daß die Hütte im Wert von 7000 Zloty nie erstellt, das Geld aber einem örtlichen Unternehmer ausgezahlt wurde, der angeklagt ist. Beiden droht nun eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und acht Jahren.           G.B.

 

EU-Förderung erwünscht

Königsberg ­– Die EU-Förderung „Nachbarschaft“, die im Rahmen des TACIS-Programms die Zusammenarbeit Litauens, Polens und des Königsberger Gebiets geregelt hat, ist ausgelaufen. In Königsberg hofft man, in das neue, noch in der Planungsphase befindliche Hilfsprogramm der EU aufgenommen zu werden. Das neue Programm, welches das „Nachbarschafts“-Programm ablöst, soll für den Zeitraum von 2009 bis 2013 gelten. Die bisherige Bilanz der EU-Förderung sieht für die Königsberger Exklave positiv aus: Viele Verbesserungen, vor allem im Bereich der Infrastruktur, konnten mit finanzieller Hilfe aus Brüssel umgesetzt werden. Aufgrund der jüngsten Spannungen zwischen Rußland und der EU befürchtet die Gebietsregierung, daß die polnischen und litauischen Nachbarn sich gegen eine Beteiligung der Exklave an TACIS-Programmen aussprechen könnten.      MRK


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