26.01.2022

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17.01.09 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 03-09 vom 17. Januar 2009

Leserforum

Israel wird die Hamas mit Bomben nicht besiegen

Zu: „Die Vergeltung der Vergeltung“ (Nr. 2)

Die Schlagzeilen in den Zeitungen zum israelischen Militäreinsatz lösen weltweit große Besorgnis aus. Der Versuch, diesen Konflikt zu lösen, indem man Wohnviertel bombardiert und Hunderte von Frauen und Kindern ermordet, ist für mich und viele unglaublich.

Gerade heute berichtet ein Reporter aus einer Stadt in Gaza nach einem Bombenangriff: „Ich hörte die Schreie von Frauen und Kindern, es war furchtbar.“ Ausgerechnet die Juden, die unaussprechliches Leid durch die Nazis ertragen mußten, greifen zu solchen Mitteln.

Die Geschichte hat uns gezeigt, daß man mit Gewalt und Bomben Menschen nicht mundtot machen kann. Der Gazastreifen ist eine Enklave und ist von Israel eingeschlossen, wird von Israel kontrolliert und überwacht. Damit war dieser Konflikt voraussehbar, denn er ist nicht der einzige in der Welt. Sogar wir Deutschen hatten eine ähnliche Situation in Berlin, sie wurde mit der Wiedervereinigung gelöst.

Die israelische Armee hat vor zwei Jahren die Hisbollah nicht besiegt. Ich selber wage die Vorhersage, sie wird es auch diesmal mit der Hamas nicht schaffen. Sie werden sich die Verachtung der friedlichen Menschen zuziehen. Auch die Medien sollten den Mut haben, Israel zu kritisieren, denn für viele Menschen, die ich gehört habe, war diese Bombardierung von Frauen und Kindern Völkermord.

Gerhard Radons, Mannheim

 

 

Nur ein Landstrich Polens

Zu: „Schlesien und Nordrhein-Westfalen kooperieren enger“ (Nr. 48)

Es ist ein Landstrich Polens, der mit NRW kooperiert, aber doch nicht das alte Schlesien. Gerade auch Rüttgers gehört zu denen, für die die Vertreibungen der Deutschen und ihre Leiden nur Beiwerk sind, zu dem sie kein inneres Verhältnis haben. Alles, was irgendwie mit der NS-Zeit und dem Zweiten Weltkrieg zusammenhängt und nicht dem Nie- vergessen dient, wird unter den Teppich gekehrt. Daß Schlesier, Ostpreußen und Sudetendeutsche wider Völker- und Menschenrecht aus ihrer Heimat vertrieben worden sind, bewegt diese Nachgeborenen nicht. (Es sind für mich „Auch-Deutsche“.)

Matthias Voss, Remscheid

 

 

Schuldige Hamas

Zu: „Mitgefühl“ (Nr. 1)

Natürlich Mitgefühl mit allen Opfern! Zum Mitgefühl gehört aber auch der unverstellte Blick auf die Schuld, die gegenwärtig wohl alleine bei der Hamas zu finden ist, die einen perfiden und mörderischen Krieg gegen Israel und letzt-endlich auch gegen Palästinenser führt, deren vielfache Tötung die Folge der feigen Kampfesführung der Hamas mitten aus der umgebenden Zivilgesellschaft heraus ist.

Stellen wir uns vor, die Alliierten hätten ihre Bombenangriffe auf deutsche Städte mit rechtzeitigen Hinweisen zu lindern gesucht, welche Ziele ihre Bomben finden sollen, und sie hätten dann wirklich auch nur diese ausgewählten militärischen Ziele angegriffen. Da sind die Israelis zu bewundern, die die Zivilisten auf der Gegenseite durch Informationen zu schützen suchen.

Jeder Staat wird zudem seine Bürger zu schützen suchen, so daß auch Israel gar keine andere Wahl hat, als die Vernichtung der Hamas anzustreben, die ihren Staat auslöschen will und mit Raketen beschießt.

Claudia Blätterbaur, Frankfurt / Main

 

 

Ein Stück DDR

Zu: „Linke fühlt sich verladen“ (Nr. 1)

Die Linke wäre schön blöd, wenn sie aus dem weichen Bett der SPD in Berlin aussteigen würde. Wowereit gibt doch mit Berlin das Vorbild für weitere Koalitionen der SPD mit der Linken. Und es ist doch auch schon eine ganze Menge, was für die Linke erreicht ist, wenn in Berlin Hauptschule, Realschule und Gesamtschule zusammengepfercht werden, das erinnert doch schon reichlich an die DDR. Und es gibt ja auch interessierte Kreise, die Wowereit in der SPD noch weiter „voranbringen“ wollen. Dem wäre doch nicht gedient, wenn die Berliner Linkskoalition platzen würde. Also „verladen“ vielleicht, aber doch nur ein bißchen.

Horst Kivik, Wismar

 

 

Israel in die EU?

Zu: „Israel bringt die Linke aus dem Konzept“ (Nr. 2)

Ich bin sicher, ich denke wie eine Mehrheit Ihrer Leser: Klaus Rainer Röhl spricht in seinem Artikel vom „zukünftigen EU-Mitglied Israel“: Wenn da jemand testen will, wieweit die Leser der PAZ schwarzen Humor verdauen können – mehr als hart an der Grenze! Sollte das aber tatsächlich ernst gemeint sein – liebe Redaktion, lieber Herr Röhl, sind Sie noch zu retten?

René Hoffmann, Essen

 

 

Vorverurteilung der Rechten schwächt Rechtsstaat

Zu: „Zunehmend obskur“ (Nr. 2)

Im Fall des Attentats auf den Polizeichef von Passau helfen Fragen zum Attentäter und Tathergang nicht weiter. Alles an der Sache ist kurios und unglaubwürdig. Man muß das Schlimmste befürchten, denn es wird sichtbar, daß im fanatischen Kampf gegen das „Lager der Rechten“ schlechthin die politische Klasse immer schriller manisch-depressive Züge zeigt.

Wie sonst ist es möglich, daß sich die selbsternannten Gutmenschen immer irrwitziger in der Vorverurteilung der Rechten gebärden, obgleich deren Täterschaft noch gar nicht feststeht? Wann wird diesen Bürgern endlich bewußt, daß sie mit solchem Verhalten den demokratischen Rechtsstaat ad absurdum führen und damit ungewollt zu dessen Totengräber werden?

Die Selbstverstümmelung einer Oberschülerin, die sich ein Hakenkreuz in die Wange ritzte, passiert in Halle, die kollektive Neo-Nazi-Beschuldigung der Bürger von Sebnitz, die falsche Schuldzuweisung nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Köln, die Vorgänge von Grimma und Mittweida und was die Politik mit der Presse im Bunde an rufmörderischen Verleumdungsorgien daraus gemacht hat – das alles sind nicht mehr bestreitbare Zeugnisse einer zutiefst kranken Gesellschaft, die alles andere ist als demokratisch.

Sollte der Fall Mannichl nur annähernd in dieses Raster passen, dann wären die politischen Folgen schlimmer als eine neuerliche Zurückweisung des NPD-Verbotes durch das Bundesverfassungsgericht.

Dieter Bock, Burgstall

 

 

Verbrecher und nicht Offiziere

Zu: „Stauffenberg – glattgebürstet“ (Nr. 49)

Unter Claus Schenk Graf von Stauffenberg wird erwähnt, daß er nach seinem mißglückten Attentat von NS-treuen Offizieren gefaßt wurde. Überliefert ist, daß nachdem das Attentat mißglückt war, der Mitverschwörer und Vorgesetzte von Stauffenberg, Generaloberst Fromm, sofort die Seiten wechselte. Der Wehrmachtsleutnant (!) Schady erhielt den Befehl, die Vollstreckung durchzuführen. Seine Mitwisserschaft an der Verschwörung konnte Fromm hierdurch allerdings nicht verheimlichen. Er wurde 1945 nach einem Urteil des Volksgerichtshofs in Brandenburg erschossen.

Welchen Stellenwert die Verschwörer im Ausland hatten, zeigt die Aussage der „New York Times“ vom 9. August 1944, das Attentat vom 20. Juli erinnere mehr an die „Atmosphäre der finsteren Verbrecherwelt“ als an die, welche man „normalerweise vom Offizierskorps eines Kulturstaates“ erwarten könne.

Gebhard Knull, Buxtehude

 

 

Pfarrer wollte ein Zeichen setzen

Zu: „Gerechtigkeit für Hans Meiser“ (Nr. 45)

Ich freue mich, daß Sie diesen Beitrag bringen. Ich stimme Ihrer Sicht auf dieses traurige Kapitel zu. Wenn Sie allerdings bestimmte Mängel in der Arbeit des Buchautors beklagen, dann wünschte ich mir, daß Sie an ähnlichen Stellen gründlicher sind. Am Ende des Artikels schreiben Sie: „... die bayrische Landeskirche ... hat ... in diesem Jahr einen Saal nach ihm benannt.“

Nun, es war nicht die bayrische Landeskirche, die diese Benennung vorgenommen hat, sondern Pfarrer Ulrich Wagner von der Carolinenkirche, der dies im ausdrücklichen Widerspruch gegen die Haltung seiner Landeskirche und ihres Bischofs tat. Er hat es getan, um ein Zeichen zu setzen gegen diese unglaubliche Art, einen ehrbaren Menschen zu verunglimpfen. Dieser Umstand hätte eine deutlichere Akzentuierung in Ihrem Artikel verdient.

Kurt Beyer, Dresden

 

 

Verhöhnung des Eisernen Kreuzes

Zu: „Das Eiserne Kreuz ist das deutsche Nationalsymbol“ (Nr. 48)

Das Eiserne Kreuz ist in der Tat das Symbol für die Aufopferung für das Vaterland seit seiner Stiftung. Aber nicht für diese Republik, die es ablehnt, die Wehrmacht als Traditionsvorgänger der sogenannten Bundeswehr anzuerkennen.

Daher bin ich der Meinung, es wäre eine Verhöhnung der Ideale des Eisernen Kreuzes, es als Tapferkeitsauszeichnung für Söldnereinsätze zu vergeben, die nichts mit dem Vaterland zu tun haben. Das um so mehr, als eine Gedenkstätte für diese bedauernswerten politischen Opfer in einer Art Hinterhof in Berlin errichtet werden soll.

Mahnmale für meine gefallenen Kameraden sowie der in der Gefangenschaft Umgekommenen und für die Opfer des Bombenterrors, der Vertreibung und Zwangsarbeit und der Opfer der Nachkriegszeit, die sind tabu in dieser Republik. Nicht erwünscht.

Dr. H.-W. Wittmeier, Rösrath

 

 

Menschenrechte für Großeltern

Zu: „Menschenrechte“ (Nr. 50)

Ich habe mich oft gefragt, was ein Volk wie das unsere dazu bringen konnte, Menschenrechte für Fremde zu fordern, aber nicht auch für die eigenen Entrechteten. Das ist schon ein Phänomen, das nicht allein aus dem verlorenen Krieg und dem schrecklichen Teil der NS-Hinterlassenschaft zu erklären ist.

Natürlich hat der NS-Staat unverzeihliche Verbrechen begangen, aber das haben andere Staaten auch, und die Opfer des Kommunismus sind gar nicht zu überbieten. Und in jedem Land oder in jeder Ideologie gab es neben Verbrechern eine Vielzahl von Menschen, denen in ihrer Lebensführung nichts, aber auch gar nichts vorzuwerfen ist. Deutschland wurde zwischen 1933 und 1945 nicht von Mördern und Verbrechern bewohnt. Unsere Eltern und Großeltern waren keine anderen Menschen als wir heute. Und selbstverständlich stehen ihnen die gleichen Menschenrechte wie allen anderen zu.

Michael Zerr, Emden

 

 

Aus Protest alle Zeitungen abbestellt

Zu: „Signal unser aktivsten Leser“ (Nr. 1)

Seit mehr als zehn Jahren bin ich zufriedener Abonnent der PAZ. Obwohl ich keinen familiären Bezug zu den Ostgebieten habe, stand ich dem Anliegen der Heimatvertriebenen immer sehr positiv gegenüber.

Doch als ich die Nummer 1/2009 öffnete, hat mich der Schlag gerührt! Wie ist es möglich, daß eine so niveauvolle Zeitung wie die PAZ auch nur erwägt, auf die neue „Schlechtschreibung“ umzusatteln? Da bricht für mich eine Welt zusammen!

Als vor gut zehn Jahren die Medien auf Neuschreib umstellten, habe ich aus Protest alle Zeitungen und Nachrichtendienste abbestellt, die das Grauen mitmachten. Wenn sich die PAZ auch anpaßt, muß ich erwägen, das sehr geschätzte Druckerzeugnis ebenfalls abzubestellen. Es würde mir in der Seele wehtun, es gibt aber immer noch Alternativen, die nicht extremistisch sind.

Daß die Mehrzahl der Leserbriefe in Neuschreib verfaßt sein soll, kann ich nur schwer glauben. Ich kenne viele Menschen, die sich der Not gehorchend halbherzig angepaßt haben, aber eben nicht konsequent. Da wird dann ab und an das ß durch ss ersetzt und hier und da, wo es nicht zu stoßend ist, auseinandergeschrieben. Das ist aber nicht echt, weder alt noch neu, das ist eine eigene Hausrechtschreibung nach Gutsherrenart. Chacun à son goût.

Ich wünsche Ihnen viel Weisheit und Fingerspitzengefühl beim Umgang mit dieser Frage. Für die herausragende Qualität der PAZ der Vergangenheit möchte ich mich jedenfalls herzlich bedanken.

Andreas Klapproth, Meßkirch

 

 

Mit PAZ lernen

Zu: „Signal unser aktivsten Leser“ (Nr. 1)

Ich nehme es mit der neuen Rechtschreibung nicht so genau, wende aber an, was sich bei mir an Wissen verfestigt hat.

Ich fände es gut, auch die Preußische Allgemeine Zeitung in neuer Rechtschreibung lesen zu dürfen, damit sich meine „richtige“ Schreibweise noch etwas verbessert.

Ich werde aber die PAZ auch nicht abbestellen, wenn sie bei der alten Schreibweise bleibt.

Manfred Holzer, Minden

 

 

Wenn neue, dann konsequent

Zu: „Signal unser aktivsten Leser“ (Nr. 1)

Ich beziehe mich auf Ihren Artikel, den man auch als Frage auffassen kann. Den Vorschlag, sich der Leserschaft anpassen zu wollen, finde ich sehr gut, und so will ich auch gleich meinen Wunsch äußern: Bleiben Sie bitte bei der herkömmlichen Schreibweise, denn ich denke, daß dies doch von der Mehrzahl der Leser gewünscht wird.

Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, dann bitte ich Sie, konsequent die neue Rechtschreibung anzuwenden, wo wir Leser wohl imstande sind, diese ohne einen Übergang aufzunehmen. Das Schlimmste wäre für mich, daß nun auch noch die PAZ damit anfinge nach Gutdünken zu schreiben. Also, wenn eine Entscheidung anstehen sollte, dann bitte „entweder oder“.

Ich lese auch als Nichtostpreuße die PAZ sehr gerne, die ja auch viele Nichtostpreußen als Abonnenten hat, und wünsche weiter, daß sie auch in Zukunft eine konsequent konservative Zeitung sein wird, die nicht meint, sich auch einen liberalen Anstrich geben zu müssen.

Manfred Weinhold, Hamburg


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