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07.03.09 / Visionen statt Utopien

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 10-09 vom 07. März 2009

Visionen statt Utopien

Auf den ersten Blick wirken die Ideen, mit sogenannter Solarthermik Strom in der Sahara zu erzeugen und über neue, teure Gleichspannungsleitungen nach Europa zu transportieren, wie die üblichen, unrealistischen Utopien, mit denen uns ideologiebesessene Öko-Aktivisten immer wieder beglücken. Natürlich wird morgen oder übermorgen unser Strom nicht aus der Wüste kommen.

Aber darf das ein Grund sein, gleich zu sagen: Nein danke, geht nicht, wollen wir nicht? Wir müssen akzeptieren, daß die meisten von uns heute genutzten Energiequellen irgendwann versiegen. Niemand weiß, wann Öl, Kohle, Erdgas und wohl auch Uran dermaßen knapp und damit teuer werden, daß sich ihre Nutzung zur Energiegewinnung verbietet.

Würden wir erst dann anfangen, nach Alternativen zu suchen, wäre es zu spät. Daher dürfen wir Ideen wie das „Desertec“-Projekt nicht als Utopie abtun. Alle Neuerungen der Menschheitsgeschichte galten anfangs als „unvorstellbar“.

Es lohnt sich, in die Erforschung und Entwicklung alternativer Energiequellen zu investieren, auch wenn dabei Umwege und Irrtümer unvermeidlich sind. Denn nur so kann man schließlich den rechten Weg finden.

Wenn es um die langfristige Sicherung der Energieversorgung der Menschheit geht, hüte man sich nur vor einem Fehler: der ideologischen Verengung und Vorab-Festlegung. Vorurteile gegenüber neuen Ideen können wir uns nicht mehr leisten. Die sinnlose Verteufelung von Bewährtem (wie der Kernenergie) allerdings auch nicht. Sonst wird der Strom eines Tages zum Luxusgut für eine privilegierte Minderheit.          H.J.M.


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