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07.03.09 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 10-09 vom 07. März 2009

Leserforum

Ein Zusammenbruch würde alles klären

Zu: „Der Steuerzahler als Müllschlucker“ (Nr. 4)

„Mögen wir auch die Fäuste vor Wut in der Tasche ballen – an einem Zusammenbruch des Finanzsystems kann keiner ein Interesse haben.“ Warum eigentlich nicht? Ein Zusammenbruch würde auf einen Schlag klären, was nur virtuelles Vermögen war und was reales Vermögen ist. Alle Welt hätte die Chance, bei Null anzufangen – und sauber zu bleiben. Jetzt schieben alle Regierungen die Klärung von Soll und Haben vor sich her in die Zukunft, bis sie nicht mehr schieben können und der Crash um so heftiger die Weltwirtschaft erschüttern wird.

Wie war es 1945 in Deutschland und in Europa? Erlebten wir damals nicht auch einen Zusammenbruch des Finanzsystems?

Friedrich Wilhelm Preuß, Klein Offenseth-Sparries

 

 

Ankunft des Kaisers nachstellen

Betr.: Gründung einer Arbeitsgruppe: Kaiser Wilhelm II. besucht die Marienburg

Es soll ein Diorama (Mini-Schau) erstellt werden, das die Ankunft des Kaisers auf dem Bahnhof bei der Marienburg im Maßstab 1:87 darstellt. Der Kaiserzug ist in der Ausgabe von Märklin HO vorhanden, die Marienburg soll im Hintergrund erstellt werden.

Wer noch Bilder (Postkarten und ähnliches) aus der Kaiserzeit hat und sonstige Interessenten, die Lust und Zeit haben, sich zu beteiligen, mögen sich melden bei: Prof. Dr. Jürgen Ziechmann, Villa Sanssouci am Kanal 39 26203 Südmoslesfehn, Telefon (04486) 920 90 80, Fax

(04486) 920 90 81, www.juergenziechmann.de, info@juergen-ziechmann.de.

Prof. Dr. Jürgen Ziechmann, Südmoslesfehn

 

 

Wir sahen nie einen Therapeuten

Betr.: Traumata ernst nehmen

Vor kurzem präsentierte die Sendung „Beckmann“ uns einen Feldwebel, dem man seine schwere Verwundung und sein Trauma nicht mehr ansah. Er hatte selbst für sich und sogar für seine Frau um eine Psychotherapie gebeten. Nach dem Film „Willkommen zu Hause“ wurde die Forderung, Soldaten nach Auslandseinsätzen seelisch zu betreuen, noch lauter. Der psychologische Dienst in der Bundeswehr müsse ausgebaut werden, heißt es.

Diese Fürsorge hätten wir uns als Soldaten auch im Zweiten Weltkrieg gewünscht. Nichts dergleichen. Wir wurden nach der Genesung ohne jede Betreuung, selbst nach mehreren Verwundungen, wieder an die Front geschickt. Selbst Amputierte oder Spätheimkehrer haben nie einen Therapeuten gesehen. Erst recht nicht die Millionen Flüchtlinge, die geschändeten Frauen, die verstörten Kinder und die Ausgebombten. Am Ende des Krieges waren wir ein traumatisierte Volk. Man trieb ziellos durch Deutschland, suchte nach Überlebenden, nach einer Bleibe, hungerte. Man soll sich nicht täuschen; Das alles ist trotz des Wirtschaftswunders nicht spurlos an uns Alten vorübergegangen. Egoismus und „Kälte“ grassieren, und selbst unsere Kinder und Enkel leiden auch latent unter der Verharmlosung dieser seelischen Schäden (Einstellungen, Schulprobleme).

Nein, wir waren nicht robuster als die Jungen heute. Einem unmenschlichen System ausgeliefert, haben wir wie Packesel lautlos unsere Lasten getragen. Endlich ist Licht im Tunnel zu sehen: Mensch und Schöpfung gewinnen wieder an Bedeutung!

Horst Redetzky, Delmenhorst

 

 

Übler Hetzer

Zu: „Ankara drängt in die EU“ (Nr. 4)

Wie ich las, war Ministerpräsident Erdogan in dem beendeten Krieg zwischen Israel und der Hamas einer der übelsten Hetzer gegen Israel, der sich zu seinem iranischen Kollegen gesellt hatte. Es gibt für mich viele Gründe, die Türkei nicht in der EU haben zu wollen, nun ist noch einer hinzugekommen.

Heinrich Dröge, Limburg

 

 

Lizenz zum Geld drucken

Zu: Wochenrückblick mit Hans Heckel

Ich danke Herrn Hans Heckel, daß er in Bezug auf die Finanzkrise in seinem Wochenrückblick Roß und Reiter genannt hat. Ja, Greenspan hat mit seiner Zinspolitik das Desaster angekurbelt.

Ich möchte noch ein bißchen ergänzen: Die FED, die am Anfang des 20. Jahrhunderts als Privatbank gegründet wurde, ist dafür verantwortlich, daß das jahrhundertealte Prinzip, daß eine Währung sich auf den Gegenwert von Gold gründen müsse, aufgegeben wurde.

Dieses Prinzip haben die Gründer der FED mehr oder weniger illegal ausgehebelt und damit die Lizenz zum Geld drucken erhalten.

Dr. Knut Wuntke, Milow

 

 

Polizeichef ablösen

Zu: „Gewaltwelle reißt nicht ab“ (Nr. 5)

Inzwischen gibt es ja auch ein Bekennerschreiben aus der linksextremen Szene, so daß diese Verbrechen statistisch richtig zuzuordnen sind. Auch weitere Autos sind verbrannt, ohne daß Berlins Polizei der Aufklärung nähergekommen wäre. Es müßte sich die Frage stellen, ob der erfolglose Berliner Polizeichef nicht dringend abzulösen wäre.

Peter Siebitz, Langenhagen

 

 

Zu interessenlos

Zu: PAZ

Danke für die vielen guten Berichte jede Woche. Hoffe, daß die Zeitung noch lange erhalten bleibt in unserem sozialistischen Deutschland und noch mehr Leser finden möge. Leider sind die Menschen an guter Zeitungslektüre zu interessenlos geworden.

Willi Grünsfelder, Troisdorf

 

 

Schlimmste Stasi-Spitzel zur Rechenschaft ziehen

Zu: „Wer die Geschichte ignoriert, der hat keine Zukunft“ (Nr. 5)

In „Fakt ist“ hat sich Herr Diestel wiederholt als Befürworter der Vernichtung der Stasi-Akten hervorgetan. Viele Berichte Betroffener zeigen, daß die Schergen des Staatssicherheitsdienstes für die Bespitzelung unschuldiger Menschen, ihre Inhaftierung, ihre zerbrochenen Familien und in zahlreichen Fällen für ihren Tod verantwortlich sind. Das soll unter den Teppich gekehrt werden?

Den ehemaligen Stasi-Bediensteten geht es finanziell besser als ihren Opfern, seit Karlsruhe ihre Zusatzversorgung für rechtens erklärte. Tausende 1945 nach Rußland verschleppter Frauen aus den ehemaligen Ostgebieten erhalten keine Opferrente, ihr Schicksal scheint hier nicht mehr zu interessieren, in den Medien wird es zumeist totgeschwiegen.

Aber für die Angehörigen des Staatssicherheitsdienstes, denen es seit 1950 finanziell besser ging als anderen und jetzt auch wieder besser geht, setzt sich ein Rechtsanwalt ein.

Wer niemanden ans Messer geliefert hat, muß sich nicht verantworten, aber die vielen der Firma oder die Spitzel, die sich schon vorher durch ihre Denunziationen „verdient“ gemacht und dafür gesorgt haben, daß andere in Todeslager kamen, gehören zur Rechenschaft gezogen.

Die 20 Abgeordneten der Linken, die einen Stasi-Hintergrund haben, bekommen eines Tages eine Pension eines Staates, den sie als Klassenfeind immer bekämpften. Eine Kollektivscham, wie wir sie nach 1945 empfanden, als Namen wie Auschwitz auftauchten, beschwert bei der Linken niemanden.

Warum verbietet man nicht die Stasi-Traditionsvereine? Die NSDAP und ihre Gliederungen wurden zu Recht verboten. Warum hat man die SED nicht ebenfalls verboten? Es sind genug Verbrechen in ihrem Namen geschehen, die leider vergessen sind.

Marg.-Elfriede Krause, Pattensen

 

 

Israel stützen

Zu: „Plötzlich wird Ankara massiv kritisiert“ (Nr. 6)

Der deutsche Mediennutzer hat es schwer, sich ein zutreffendes Bild zu machen. Für mich gilt, daß Deutschland alles tun muß, damit nicht noch einmal Juden umgebracht werden. Daß dazu im Umfeld Israels die Neigung besteht, ist wohl nicht zu bestreiten. Auch wenn Israel politische Fehler macht oder Recht verletzt, muß ihm unsere Hilfsbereitschaft gehören, allerdings nicht schweigend, sondern ratend und fordernd.

Wenn Erdogan sich der Hamas zugewandt hat, bedroht dies Israel. Auch wenn wir gute Beziehungen zur Türkei pflegen, muß uns das berühren. Ich würde es als Folge von Erdogans Schwenk begrüßen, alle Beitrittsverhandlungen mit der Türkei endgültig abzubrechen.

Johann Hüter, Erfurt

 

 

Dank Großvater

Zu: PAZ

Zum Glück stammt der Großvater meines Mannes aus Ostpreußen, sonst hätte ich vermutlich nie diese hervorragende Wochenzeitung kennengelernt. Bitte haben Sie den Mut, bei der alten Rechtschreibung zu bleiben.

Silvia Perbandt, Lehrte

 

 

Amoralisches linksextremes Gesindel gehört hinter Gitter

Zu: „Stalins Erben“ (Nr. 6)

Ein Erdbeben erschüttert unser Land. Ein britischer Kardinal einer vom Papst wieder in den Schoß der Kirche aufgenommenen Sekte hat den Holocaust abgestrittenen und hat Zentralrat, Medien und viele Politiker um den Schlaf gebracht. Der Holocaust liegt 64 Jahre zurück, er ist schreckliche Geschichte, an der es nichts zu deuteln gibt und den auch keine Leugnung eines Briten berührt.

Schlimmer finde ich es, wenn sich Unmenschen in unserem Land finden, die die Vertreibungen und ihre Opfer leugnen und verhöhnen und nicht davor Halt machen, die Bombardierung Dresdens noch einmal zu wünschen. Das ist ein amoralisches linksextremes Gesindel, das wirklich hinter Gitter gehört.

Christian Bessel, Detmold

 

 

Weitere Massengräber auch bei Elbing

Zu: „Bisher nur Mosaiksteinchen“ (Nr. 5)

Nicht nur in Marienburg gibt es noch Massengräber. Mein Vater war von Januar 1945 bis zum 10. Februar 1945 Angehöriger der Volks-Grenadier-Division 561, dessen Regiment 1142 in Elbing stand. Allein in dieser Zeit erlitten alle Truppenteile hohe Verluste, die bis zum 2. Februar 1945 an markanten Gebäuden, Kasernen, Schulen und so weiter in Massengräbern bestattet wurden.

Ab dem 3. Februar wurden die Verluste namentlich nicht mehr gemeldet. Auch alle Bestattungen mußten unterbleiben, sei es wegen der feindlichen Beschußlage oder der Unmöglichkeit, den gefrorenen Boden aufzubrechen.

Es ist anzunehmen, daß beim Ausbruch aus dem Elbinger Kessel am 10. Februar noch Tausende Soldaten das Leben verloren; verbürgt ist, daß zirka 2000 Mann von der Artillerie der deutschen 7. Panzerdivision zusammenkartätscht wurden. Heute nennt man es wohl Kollateralschaden. Ebenso erging es den auf der Straße dem Militär folgenden Zivilisten, die vom sowjetischen Feuer erfaßt wurden. Diese Leichenberge mußten nach den örtlichen Kampfhandlungen in Massengräbern verschwinden. Im ureigensten Interesse der Sowjets und der sofort nachdrängenden polnischen Bevölkerung.

Wenn man nur wollte, könnten die zuständigen Stellen im Bundesarchiv in Koblenz den dazu in Band I/2 der großen Dokumentation zur Vertreibung gemachten Aussagen nachgehen. Meinem Schreiben an den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge über polnische Aktivitäten in Elbing – Grabungen, Tiefbau, Straßenarbeiten – brachte man wenig Interesse entgegen. Man verwies auf Personal- und Geldnot sowie auf eventuelle Schwierigkeiten mit polnischen Behörden.

Doch das war Anfang 2007 im Zuge von Nachforschungen über den Verbleib meines in Elbing 1945 gefallenen Vaters. Aufgrund der Marienburger Vorgänge fasse ich wieder Mut, das Geschehen ab Januar 1945 in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu bringen.

Alfred. F. Holl, Gelsenkirchen

 

 

Dem eigenen Volk Gerechtigkeit gewähren

Zu: „Ein Gedenktag für die Vertriebenen“ (Nr. 6)

Ich bin Mitglied der Landsmannschaft Ostpreußen und seit vielen Jahren Abonnent des Ostpreußenblattes, nun PAZ. Mit großer Freude und viel Interesse lese ich jede Woche diese Zeitung, welche für mich einfach in jeder Hinsicht unverzichtbar ist. Heute bin ich 55 Jahre, doch schon als Schulkind interessierte mich dies Land ganz besonders. Meine Mutter (*1921 in Leipzig) hat später in der Provinzhauptstadt sowie in der (Elch-)Niederung gelebt und mir viel über ihre Jahre dort erzählt. Meine beiden älteren Brüder sind noch in der Heimat geboren, ihr Vater ist 1943 leider den Heldentod gestorben.

In der PAZ las ich den Beitrag von Herrn Röhl, welchen ich inhaltlich voll und ganz teile. Das beispiellose Leiden der über zehn Millionen deutschen Vertriebenen ist es wahrlich wert, in Form eines Gedenktages gewürdigt zu werden. Wegen der besonders brutalen Begleitumstände wäre der Jahrestag des Todesmarsches von Brünn ein gewiß markanter Anlaß. Man möge stets bedenken, daß nur der allergeringste Anteil der Vertreibungsopfer persönlich in die Untaten des Hitlerregimes verstrickt war, wie übrigens alle anderen Deutschen auch (Aussage des ersten Kanzlers, Dr. Konrad Adenauer). Das Unglück der Bewohner der Ostprovinzen des Reiches und anderer Gebiete war es, zum einen die Ungnade des ungünstigen Heimatortes zu haben, zum anderen Angehörige eines Volkes zu sein, welches eben auch einen Hitler, Himmler, Heydrich und Eichmann zu den Seinen zu zählen hat. Die Betroffenen können doch nichts dafür. Sie dem Vergessen anheimfallen zu lassen mit ihrem Leid oder gar zu schmähen ist unserer Nation einfach unwürdig und wird auch im Ausland oft mißbilligt. Diejenigen, welche diesen Zustand ändern könnten (Politiker, Medien und andere) sind aufgefordert, endlich mal über ihren eigenen Schatten zu springen und den Angehörigen des eigenen Volkes Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, so wie sie es öffentlich beeidet haben.

Thomas Strobel, Wesseling


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